Kurzbeschreibung
Göttliche Gabe oder Teufelswerk? Rothenburg ob der Tauber, 1524: Um der Ehe mit einem reichen Widerling zu entgehen, flieht die junge Köhlerin Hanna – und gerät in die Wirren der Bauernaufstände. Immer öfter wird das sensible Mädchen von Visionen heimgesucht, die sich später als wahr erweisen. Als man einen Hexenprozess gegen sie anstrengt, scheint ihre Lage aussichtslos. Oder kann der junge Ordensritter Ulrich sie retten?
Über den Autor
Kay Cordes, geboren 1960, hat Musikwissenschaften in Tübingen studiert und darin auch promoviert. Er lebt mit seiner Familie bei Lüneburg.
Die junge und schöne Köhlerin Hanna verfügt seit einer seltsamen Begegnug auf einem Faschingsumzug über "Gesichter". Diese Visionen verunsichern Hanna, da sie aber mit ihrem Bruder Arndt und ihrer Schwester Marie in einer abgelegenen Köhlerhütte am Rande von Rothenburg lebt, stört es keinen. Bis zu dem Tag, da ein schweres Erdbeben die Meiler zerstört und der rote Hahn um sich greift. Ein Schuldiger muss gesucht und gefunden werden.
Hanna gerät in einen Strudel aus entäuschter Liebe, Eifersucht und Wahnsinn. Ihre Visionen wandeln sich immer wieder von dem Stand einer Seherin zur Hexe.
Zwar hat sie mit dem Hegemeister und dem Deutschordensritter Ulrich zwei starke Freunde, aber wird sie das auf Dauer vor dem Scheiterhaufen retten?
Wie auch schon in seinem ersten Buch, schafft es Cordes, seine Figuren lebendig und farbig zu gestalten. Da die Geschichte nicht nur aus einer Sicht geschrieben wurde, weiß der Leser immer recht viel vom Geschehen und fiebert regelrecht mit.
Die politischen Lage zu Zeiten der Bauernaufstände bekommt der Leser in eine schöne Liebesgeschichte gepackt. Da der Schreibstil flüssig ist und die Geschichte spannend erzählt wird, fällt es einem schwer, das Buch wieder zur Seite zu legen.
Ehe man es sich versieht, sind die rund 540 Seiten ausgelesen und man hungert nach weiterem Lesematerial.
Sehr empfehlenswert! Ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke von dem Autor!