ZitatOriginal von oemchenli
Da gibt es Menschen die den nicht kennen, jetzt bin ich baff.
Ich hab von dem auch noch nie gehört, obwohl ich mich prinzipiell schon für schöne Männer interessiere
ZitatOriginal von oemchenli
Da gibt es Menschen die den nicht kennen, jetzt bin ich baff.
Ich hab von dem auch noch nie gehört, obwohl ich mich prinzipiell schon für schöne Männer interessiere
ZitatOriginal von oemchenli
Das kann natürlich sein.
:gruebelWar der nicht auch beidseitig orientiert?
Joan, ja ich bin auch sehr dankbar für die Zeit, die ich noch mit ihr verbringen darf
ZitatOriginal von DraperDoyle
Ich hab von dem auch noch nie gehört, obwohl ich mich prinzipiell schon für schöne Männer interessiere
Dann warst Du in jener Zeit wohl auch mit dem Dreirad unterwegs, DraperDoyle
Kann es denn sein, dass Du und auch Voltaire an jenen Visconti-Filmen vorbeigeschliddert seid, in denen Helmut Berger mitgewirkt hat?....die da sind (um jetzt mal die zwei, von meiner Warte aus, "Wichtigsten" zu nennen)....
- DIE VERDAMMTEN
- KÖNIG LUDWIG II.
Es gab übrigens noch einen bemerkenswerten Film mit Helmut Berger, ein Film, der glaubs sogar einen Oskar erhielt, jedoch unter der Regie von Vittorio de Sica
- DER GARTEN DER FINZI CONTINI
Ich habe nach einem YouTube-Video gesucht über den Film LUDWIG II.....doch ich habe keins gefunden, wo man das Altwerden und die zunehmende Persönlichkeitsstörung Ludwigs mitverfolgen kann, das was der Helmut Berger so eindrücklich dargestellt hat.
ZitatOriginal von Michi M.
War der nicht auch beidseitig orientiert?
Welcher Voltaire denn?....DER Voltaire? Das weiss ich nicht, kann Dir daher keine weitergehende Auskunft geben.
"Unser" Voltaire? - Wohl eher nicht. Wobei.......
"Gewalt und Leidenschaft"
"Das Bildnis des Dorian Gray" nicht zu vergessen.
In "Der Reigen" hat er auch mitgewirkt.
[Sp]Und den "Denver Clan Fans" wird er auch bekannt sein.:zwinker[/Sp]
ZitatOriginal von Michi M.
:gruebelWar der nicht auch beidseitig orientiert?
Ja war er.
ZitatOriginal von Joan
Welcher Voltaire denn?....DER Voltaire? Das weiss ich nicht, kann Dir daher keine weitergehende Auskunft geben.
"Unser" Voltaire? - Wohl eher nicht. Wobei.......
:roflNa da kann ich nu nix zu sagen, dazu kenn ich unseren Voltaire nicht gut genug.
Spaß beiseite, ich meinte natürlich Herrn Berger.
:yikesBei Denverclan hat der auch mitgespielt? Das ging dann aber an mir vorbei.
Edit meint, ich habe noch nie soviel zu einem Buch geschrieben, das ich gar nicht gelesen habe
ZitatOriginal von Michi M.
:yikesBei Denverclan hat der auch mitgespielt? Das ging dann aber an mir vorbei.
Ja als Peter De Vilbis.:winkt
ZitatOriginal von oemchenli
Ja als Peter De Vilbis.:winkt
Aha, naja, ich war sowieso eher Dallas-Fan
Michi....der Helmut Berger war ganz klar bisexuell, seinen eigenen Aussagen nach natürlich. Ich selber habe das nicht nachprüfen können.
Irgendwo habe ich mal mitbekommen, dass sich seine damalige Bisexualität mit zunehmendem Alter in Richtung Homosexualität gewandelt hat....er sich, was erotische Anziehung betrifft, immer weniger für Frauen interessierte.
Helmut Berger hat nach der Aera Visconti noch in manchen Filmen mitgewirkt - jedoch mit weniger schauspielerischer Ueberzeugung.
Das alles kann ich auch nur "nachplappern"...ich habe - mit sicherem Wissen - nur gerade LUDWIG II. gesehen.
Oemchenli, stimmt :anbet.....GEWALT UND LEIDENSCHAFT muss auch ein eindrücklicher Film sein, nicht zuletzt eben auch durch die schauspielerische Kraft Helmut Bergers....
Das mit dem Dreirad könnte hinhauen.
Allerdings gucke ich so gut wie nie Filme, da ist es kein Wunder, dass mir so olle italienische Schwarten entgangen sind
ZitatOriginal von Michi M.
Edit meint, ich habe noch nie soviel zu einem Buch geschrieben, das ich gar nicht gelesen habe
Das spielt für mich - in "meinen" Freds üüüberhaupt keine Rolle. Ganz im Gegenteil, ich mag es, wenn es nicht stur "on topic" (oder wie das heisst...???) zu und her geht.
Die "schönsten" Blumen findet man sowieso nur auf Umwegen...in diesem Falle die interessantesten Ansichten....
Das hast Du jetzt aber schön gesagt
ZitatOriginal von DraperDoyle
Das mit dem Dreirad könnte hinhauen.
Allerdings gucke ich so gut wie nie Filme, da ist es kein Wunder, dass mir so olle italienische Schwarten entgangen sind
Du hast wohl heute Deine Kloppe noch nicht einkassiert DraperDoyle
Nein, ernsthaft jetzt....die Filme Viscontis sind schon keine italienischen "Schwarten"....Visconti war einer der gaaaanz Grossen der Regiekunst, wegweisend für ganze Heerscharen nachfolgender Regisseure.
ZitatOriginal von Joan
Visconti war einer der gaaaanz Grossen der Regiekunst
Siehe von Visconti auch Der Leopard, die Verfilmung nach Giuseppe Tomasi di Lampedusa oder Tod in Venedig nach Thomas Mann.
ZitatOriginal von Joan
Voltaire....in jenen Zeiten, als der Berger in "aller Munde" oder in allen Gazetten war, da warst Du vermutlich noch mit dem Dreirad unterwegs.
Wenn die Nummer mit dem Dreirad zutreffen würde, dann wäre dieser Berger ein Schauspieler zu Beginn der Fünfziger des vorigen Jahrhunderts. Denn so zwischen 1952 und 1954 war ich mit dem Dreirad der Schrecken unserer Straße......
ZitatOriginal von Herr Palomar
Siehe von Visconti auch Der Leopard, die Verfilmung nach Giuseppe Tomasi di Lampedusa oder Tod in Venedig nach Thomas Mann.
Herr Palomar...was ich über diese beiden Visconti-Filme mitbekommen habe - nicht selber gesehen, leider - müssen das zwei ganz grosse Highlights der Filmkunst sein.
Voltaire......ich erlaube mir, mal bisschen nachzurechnen. Dann warst Du demzufolge, als jene Eskapaden von Helmut Berger anfingen in den Zeitungen aufzutauchen, voll und ganz mit Deiner Pubertät und deren Problematiken beschäftigt....was sollte Dich denn da so einer interessieren, der ungehemmt vor den Fotokameras irgendwelcher Paparazzis die Hausmauern in der Via Veneto anbrünzelt (be- oder anpisst) .....
Und was Du mit Deinem Dreirad fabriziert hast, das habe ich grad schon mal der Polizei gemeldet....ist ja unerhört, sowas!!!
ZitatOriginal von Voltaire
Wenn die Nummer mit dem Dreirad zutreffen würde, dann wäre dieser Berger ein Schauspieler zu Beginn der Fünfziger des vorigen Jahrhunderts. Denn so zwischen 1952 und 1954 war ich mit dem Dreirad der Schrecken unserer Straße......
Dann wärst Du in etwa so alt wie mein Vater.
ZitatAlles anzeigenOriginal von Joan
Kurzbeschreibung
Der beeindruckende Weg eines Jungen aus dem Salzkammergut, der über London und Rom seinen Weg nach Hollywood findet und durch seine Filmrollen unvergeßlich geworden ist. Helmut Berger kannte und kennt sie alle: Romy Schneider, Liz Taylor, Mick Jagger, Burt Lancaster, Catherine Deneuve, Silvana Mangano und natürlich Luchino Visconti, den großen italienischen Regisseur.
Dies ist seine Geschichte. Ein Leben im Rausch der wilden Siebziger inmitten der Filmstars, des Jet-sets und des europäischen Hochadels.
Der Autor --->KLICK
Eigene Meinung
Kürzlich gab es im TV eine Sendung über die 60er-Jahre, Thomas Gottschalk hat sie moderiert. Irgendwann kam dann ein uralter, dicklicher und offensichtlich schwerkranker Mann rein, der sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte. Gottschalk begrüsste ihn, es fiel der Name: Helmut Berger.
Ich dachte, ich hätte mich doch sicher verhört… suchte in diesem aufgedunsenen Gesicht nach irgendetwas, was mich an Helmut Berger erinnern könnte. Doch ich fand nichts mehr, überhaupt nichts mehr von seiner einstigen Schönheit. (Die eine und andere Zeitung nannte ihn damals den schönsten Mann der Welt).
Ich war schon recht betroffen von diesem durch Alkohol (vielleicht auch zusätzlich noch von anderen Drogen) zerstörten Gesicht, von der fahrigen, unsicheren, eigenartigen Gestik seiner Hände, und vor allem auch, dass er kaum mehr einen zusammenhängenden Satz zustande brachte. Dieser Helmut Berger, der einst in seiner Filmrolle als König Ludwig II. - die Darstellung vom jugendlichen bis zum gealterten König - so eine grossartige, beeindruckende schauspielerische Leistung abgeliefert hat.
Es stellt sich in diesem Zusammenhang doch auch die Frage, ob sowas überhaupt in Ordnung ist, diese öffentliche "Zurschaustellung".....
Darauf hin habe ich in meinen Bücherregalen sofort nach Bergers Autobiografie gesucht, die ich vor einigen Jahren mal gelesen habe, habe auch im I-Net rumgestöbert nach weiteren Informationen über sein weiteres Leben.
Nun habe ich dieses Buch nochmals recht aufmerksam duchgelesen, und finde darin einiges was auf eine psychiche Instabilität hinweist, und bereits schon Ansätze einer gewissen „Verwirrtheit“. Klare Einsichten wechseln sich ab mit hochgegriffenen Selbstüberschätzungen. Manches scheint mir auch gehörig geflunkert zu sein.
Es ist 1998 herausgegeben worden, demzufolge hat er es im Alter von 50 Jahren (plus/minus) niedergeschrieben.
Und jetzt, so im Nachhinein, mit dem Wissen darum, was aus diesem einst so lebenslustigen, mit grossem schauspielerischem Talent gesegneten Mann geworden ist, dem praktisch die ganze Welt zu Füssen lag, ist diese Autobiografie für mich wie eine Art Dokumentation darüber, wie das alles seinen Anfang nahm mit seinem beruflichen, gesellschaflichen und gesundheitlichen Abstieg. Vermutlich hat er - auch aufgrund seiner sowieso etwas labilen Persönlichkeitsstruktur - den schnellen Erfolg nicht verkraftet.
Etwas was Helmut Berger wohl nie überwinden konnte, das war der Tod von Luchino Visconti, jener Regisseur der Bergers Talent erkannte und ihm zu ein paar Glanzleistungen verholfen hat, die in die Filmgeschichte eingegangen sind. Nebst jenen Leitungen mit Visconti zusammen gibt es glaubs nicht mehr viel Bemerkenswertes….
Visconti war nicht nur sein beruflicher Förderer. Berger war auch über ein Jahrzehnt Viscontis Lebenspartner. Visconti führte ihn ein in die „höhere Gesellschaft“, bot ihm jeden erdenklichen Luxus… liess ihm aber auch die Freiheit, seine Bisexualität auszuleben.
Ich kann mich noch recht gut an jene Zeiten in den 70er-Jahren erinnern, da gab es immer wieder irgendwelche Schlagzeilen in den Zeitungen über Bergers skandalträchtige Eskapaden, von demolierten Bars, von Rauswürfen aus Hotels, Fotos vom Verrichten seiner Notdurft in der Oeffentlichkeit und dergleichen mehr.
Auf vielen Fotos war er in Begleitung schöner und berühmter Frauen: Bianca Jagger, Virna Lisi, Florinda Bolkan, Britt Ekland, Marisa Berenson, und und und…..
Und heute?....Ob er sich überhaupt noch an frühere Zeiten erinnern kann? An die Zeiten des Ruhms, der durchfeierten Nächte in den nobelsten Bars in hochkarätiger Gesellschaft? An die durchliebten Nächte in den Armen attraktiver Frauen und Männer? An jene Jahre der Geborgenheit, die er durch die Liebe und das verzeihende Verständnis Viscontis erfahren durfte?......
Diese Autobiografie ist kein literarischer Höhenflug, aber in einer ganz eigenen Weise verblüffend authentisch, auch wenn man hinter manche Aussagen Fragezeichen setzen muss, oder vielleicht gerade deswegen….
Ich habe gerade festgestellt, die Preise für diese Autobiografie sind ja ins Unermessliche gestiegen.
Edit: Text noch bisschen ergänzt.
joan, ich kopiere deine wirklich wieder einmal sehr ansprechende rezension auf die neue seite.
besonders deine gedanken zum auftritt bei gottschalk spiegeln sehr gut meine eigenen gefühle während der show wieder.
ein berger-fan war ich nie, doch sind seine skandälchen (hat er nicht auch mal in der serie denver-clan mitgespielt, als sein ruhm sich bereits von film- zu skandalanlässen wandelte?) mir in erinnerung und seine schauspielerische leistung vor allem im von dir erwähnten ludwig II. auch (obwohl ich auch o. w. fischer und vor allem klaus kinski als königsbruder in guter erinnerung habe).
ich lese ebenfalls sehr gerne biografien/autobiografien, allerdings nicht nur von gebrochenen menschen, sondern querbeet.
dieses buch werde ich gewiss auch einmal lesen.danke für das daraufaufmerksammachen!
Guten Morgen allerseits
Ich habe gestern Abend eine Seite der FRANKFURTER ALLGEMEINEN gefunden: IM GESPRÄCH MIT HELMUT BERGER
Berger scheint mir bei diesem Gespräch - leider so wie meistens - auch nicht so ganz im Vollbesitz seiner "geistigen Kräfte" zu sein.
Mich dünkt halt, er spielte/spielt wohl immer nur eine "Rolle"....eine Rolle, in die er sich hat hineinbugsieren lassen in jungen Jahren schon. Er war wohl derjenige, der zum Gaudi seiner Kumpels die "Sau" rausgelassen hat. Und dieser Erwartungshaltung seiner Umwelt, meinte er, gerecht werden zu müssen....er hat nie mehr aus dieser Rolle des ewigen Witzboldes herausgefunden, hat es nie mehr fertig gebracht, sich selber zu sein. Er fühlt sich vielleicht sogar sicherer hinter dieser Fassade.
Er muss ein zutiefst unsicherer Mensch eigentlich sein....aber wie sieht es wohl dann aus, wenn er zuhause ist, ganz alleine mit sich selber? (Joan, Hobbypsychologin :grin)
In diesem Gespräch nennt er seine Autobiografie "Dreck" und es stehe "nur Blödsinn" drin. Seine damalige Co-Autorin, eine gewisse Holde Heuer, die nennt er eine "dumme Zicke"....
Das merkt man übrigens dem Buch auch an, dass da streckenweise etwas nachgeholfen wurde, dass diese Co-Autorin versucht hat, zwischendurch mal bisschen "Ordnung", bisschen Struktur hineinzubringen....
krokus
....falls Du das Buch gerne mal lesen möchtest, aber kein bezahlbares Exemplar finden kannst (ist ja enorm, was das Buch für einen Preis hat bei Amazon :yikes) dann melde Dich einfach bei mir per PN, dann könnte ich es Dir zuschicken... wenn Du magst
Edit: eine Falschaussage meinerseits korrigiert.