Klappentext:
Die Freimaurerloge des Pariser Kommissars Marcas ist offenbar von einer gefährlichen Geheimgesellschaft infiltriert worden. Die «Kadosh Kaos» will mit aller Macht die Weltherrschaft übernehmen und beansprucht das Erbe der sagenumwobenen Tempelritter. Inkognito schleust Marcas sich ein. Doch neue Mitglieder werden einem brutalen Initiationsritus unterzogen: Eine Manipulation des Schmerzzentrums macht sie zu gefühllosen Mordmaschinen. Und dann wird Marcas enttarnt.
Die Autoren:
Eric Giacometti ist Journalist und Autor zweier Sachbücher. Jacques Ravenne ist das Pseudonym eines französischen Freimaurers. Er half Giacometti bei der Recherche und lieferte wichtige Hintergrundinformationen zum Wesen der Freimaurerei. Das französische Autorenduo landete mit „Das Schattenritual“ (rororo 24335) auf Anhieb einen Bestseller.
Im Zeichen der Assassinen ist das vierte Buch des Autorenduos, das nun auf deutsch erschienen ist, die ersten drei sind:
Das Schattenritual
Die Casanova-Verschwörung
Die Bruderschaft des Blutes
Meine Meinung:
Freimaurer, Verschwörung, Assassinen, Templer, die Weltherrschaft anstreben, das Buch enthält alle Zutaten, die im Augenblick wohl die Mehrzahl der Leser dazu bringt, die Augen zu verdrehen und das Buch auf keinen Fall in die Hand zu nehmen. Man verpasst auch kaum was, wenn man das Buch nicht liest.
Dies ist also das vierte auf deutsch erschienene Werk des Autorenduos, die anderen drei habe ich wohl auch im Regal, aber ich habe es nicht geschafft, eines von ihnen bis zum Ende zu lesen. Der Hauptgrund dafür dürfte wohl der ständige Perspektivwechsel sein, den das Autorenduo betreibt. Kaum ein Kapitel ist länger als drei Seiten, okay, manchmal sind es sogar vier oder fünf, am Ende eines Kapitels kommt irgendein zum Cliffhanger aufgebauschter Satz und Schnitt. Neue Perspektive.
Im Schatten der Assassinen spielt auf zwei Zeitebenen, zum einen 1291 während des Falls von Akkon, als die Templer ihre Stellung im Heiligen Land aufgeben müssen, und eigentlich ist das noch der interessantere Teil des Buches, und zum anderen in der Gegenwart. Dabei gibt es drei, vier oder manchmal gar fünf Perspektiven zwischen denen gewechselt wird. Kaum hat man sich also in eine Perspektive eingelesen, wird man schon wieder rausgerissen – es sei denn man blättert weiter um den Anschluss sofort zu suchen.
Das ganze wäre ja vielleicht gar nicht so schlimm, wenn es ein halbwegs gescheites Plot gäbe, aber das gibt es meiner Meinung nach nicht nicht wirklich, vor allem nicht in dem Teil, der in der Gegenwart spielt. Der Klappentext gibt praktisch wieder was im Buch passiert, ein paar der Reichen, Schönen und Mächtigen lassen sich von Kadosh Kaos initiieren und streben die Weltherrschaft an, Marcas schleust sich ein. Und Punkt. Dazwischen dann spielt die Vergangenheit, das Geheimnis der Assassinen und das Ende der Templer.
Da einer der Autoren selbst Freimaurer ist, soll eine Authentizität hergestellt werden, was den Freimaurer-Teil angeht, was man als gewöhnliches Nicht-Mitglied natürlich nicht verifizieren kann, und obs nun authentisch ist oder nicht, spielt für mich auch fast keine Rolle. Verschwörungs- und Geheimbund-Thriller leben ja an sich eher vom Geheimnisvollen, Nicht-nachprüfbaren aber eventuell vermuteten und als Zusammenhang vermeintlich hergestellten.
Alles in allem mal wieder ein Buch, das man nicht wirklich zu lesen braucht, es sei denn man ist ganz verrückt auf Templer, Assassinen und Freimaurer.
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