Das neue Buch Genesis - Bernard Beckett (ab ca. 16 Jahre)

  • 172 Seiten
    Script5 Verlag
    Originaltitel: Genesis
    Übersetzt von Christine Gallus


    Kurzbeschreibung
    Dies ist unsere Geschichte, wie man sie uns gelehrt hat. Das ist unsere Genesis. Ein Land, abgeschottet vom Rest der Welt, am Ende des 21. Jahrhunderts: Anax steht vor der Prüfungskommission der Akademie. Fünf Stunden hat sie Zeit, um zu beweisen, dass sie würdig ist, in diese mächtige Institution aufgenommen zu werden. Ihr Prüfungsthema kennt sie so gut wie ihre eigene Geschichte: Adam Forde ist der Held ihrer Kindheit, der Mann, dessen Rebellion die Geschichte ihres Landes für immer prägte. Doch Anax weiß längst nicht alles über die Rolle, die Adam gespielt hat. Sie muss einsehen, dass die Geschichte, wie sie sie kennt, eine Lüge ist. Und dass die Akademie nicht ist, was sie scheint. Ein meisterhaft gestrickter Roman über das Wesen des Menschseins mit einer verstörenden Auflösung.


    Über den Autor
    Bernard Beckett, geboren 1967, ist einer der bekanntesten und profiliertesten neuseeländischen Autoren für junge Erwachsene. Seit 1999 hat er acht Romane veröffentlicht, von denen viele mit den wichtigsten Literaturpreisen Neuseelands ausgezeichnet wurden.
    Das neue Buch Genesis entstand, während Beckett als Stipendiat der Royal Society of New Zealand DNA-Mutationen im südpazifischen Raum erforschte. Der Roman wurde in Neuseeland mit mehreren Literaturpreisen in der Kategorie „Junge Erwachsene” ausgezeichnet.
    Beckett lebt mit seiner Frau Clare in Wellington. Er unterrichtet Mathematik und Englisch an einer Highschool.


    Meine Meinung
    Dieser Roman ist Science Fiction für Jugendliche - und nicht nur für diese, auch für Erwachsene sehr gut geeignet.
    Das Buch erzählt von Anax, welche vor der Prüfungskommission der Akademie steht und beweisen will, dass sie fähig genug ist, um aufgenommen zu werden. In den Dialog zwischen ihr und den Prüfern sind Berichte über die Entwicklung der Gesellschaft, in die sie lebt und die ihr selbstgewähltes Prüfungsthema ist. Es ist die Geschichte von Adam Forde, einem jungen Mann, der den Lauf der Geschichte entscheidend verändert hat. Je weiter die Prüfung fortschreitet, desto mehr erfährt man.


    Mehr sollte nicht erzählt werden, da es sonst den Zauber dieses Buches nimmt. Im weiteren Verlauf der Geschichte gibt es eine philosophische Diskussionen darüber, was einen Menschen zum Menschen macht und was ihn von Maschinen unterscheidet.
    Das Ende hat es in sich, daher sollte man insbesondere darauf verzichten, die letzte Seite vorschnell zu lesen. Ich war, als ich dieses eigentlich schmale Büchlein, zuklappte, verblüfft und beeindruckt. Der eine oder andere Leser wird die Wendung vielleicht vorschnell ahnen, aber ich hatte mich voll und ganz auf die Geschichte eingelassen und bin in ihr aufgegangen.
    Mir hat dieser Zukunftsroman sehr gut gefallen und werde ihn noch weiteres Mal lesen, diesmal mit anderen Augen! Auch hoffe ich, dass bald auch die weitere Bücher des Autors ins deutsche übersetzt werden.

  • Ich kann mich Wigglis Meinung nur anschließen. Ein sehr gut und schnell zu lesendes Buch mit einem interessanten Thema und einem kleinen Knalleffekt zum Schluß.
    Man merkt auch kaum, das es ein Jugendbuch ist und ist deswegen auch für reine Erwachsenenleser wie mich gut geeignet gewesen.

  • Ich habe das Buch im englischsprachigen Original gelesen. Ich finde das Cover sehr passend.


    Das Buch ist klasse, ich habe es an einem Tag verschlungen. Ich finde es jetzt nur schwierig, etwas darüber zu schreiben, ohne zuviel von der Auflösung zu verraten. :gruebel Ich selbst hatte schon allein aufgrund des Klappentextes eine Idee von der Auflösung, die sich dann bewahrheitet hat. Wobei das nicht so schlimm war, denn der Weg dahin ist sehr interessant und hat mich zum Denken angeregt.


    Besonders krass fand ich eine Stelle, als mir bewusst geworden ist, dass Art mir eine Idee in den Kopf gesetzt hat, die ich jetzt nicht mehr loswerde. :lache


    Die Ideen werden in dem Buch überwiegend mit Hilfe von sokratischen Dialogen vermittelt und es gibt auch sonst viele Anspielungen auf Platon ("The Republic", "The Academy", die ganzen Namen) und seine Ideenlehre. Und aber auch insbesondere auf die

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    Klasse Buch. Wird eins meiner Highlights in diesem Jahr.
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  • Ich bin recht arglos an dieses Buch herangegangen und habe den Schluss aus diesem Grund nicht einmal erahnt, meine Gedanken gingen in eine ganz andere Richtung. Ich habe mich entschlossen das Buch stellenweise für meinen späteren Ethik-Unterricht zu verwenden, vielleicht lässt es sich auch anderweitig einsetzen, ich weiß es noch nicht.
    Die Dialoge sind gut, das Ende wahrlich verstörend und überraschend. Es gibt eine Antwort die mir bisher als Eindeutigkeit fehlt, oder habe ich das schlicht überlesen, weils im Bus so wackelig war:

    Bücher sind eine höchst ergötzliche Gesellschaft. Wenn man einen Raum mit vielen Büchern betritt - man braucht sie gar nicht zur Hand zu nehmen - ist es, als würden sie zu einem sprechen, einen willkommen heißen.
    -William E. Gladstone-

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