Wie Sonne und Mond von Floortje Zwigtman

  • Mit vierzehn heiratet Marjorie von Weißenburg den zwei Jahre älteren Ritter Allard von Goldberg. Schon am Hochzeitstag steht fest: Allard ist nicht der Prinz, von dem Marjorie geträumt hat, und Marjorie ist keine zierliche Prinzessin.
    Ihre Eltern haben die Ehe beschlossen, als Marjorie und Allard noch Kinder waren, und seither haben sie sich nicht gesehen. Nun sollen sie wie Sonne und Mond für immer zusammengehören. "Sei anmutig", hat ihre Mutter gemahnt. "Klag nicht und tu, was er sagt." Aber Marjorie will dieses Spiel von Mann und Frau nicht spielen. In Gilbert, dem Haushofmeister, findet sie einen Verbündeten und Lehrer. Als die Dörfer von Goldberg überfallen werden und die Ritter aus Angst vor der Pest den Bauern die Hilfe verweigern, muss Marjorie handeln. Aber kann sie so mächtige Feinde wie Aberglaube und Pest besiegen?



    Floortje Zwitman wurde 1974 in Terneuzen, Niederlande, geboren. Für ihren ersten Roman Wie Sonne und Mond ging sie in ale Burgen und Bibliotheken, um zu recherchieren und sich inspirieren zu lassen. Sie studierte an der Pädagogischen Akademie, gründete ein Textbüro und hat soeben ihren zweiten Roman beendet.


    Spoiler:
    Ich habe das Buch (knapp 172 Seiten) gestern abend begonnen und auch gleich beendet. An manchen Stellen beißen sich für meinen Geschmack die Tempi, aber ansonsten lässt es sich recht flüssig lesen.


    Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Zum einen aus der Sicht von Marjorie und zum anderen aus Allards Sicht.


    Ich hatte mir bei dem Buch ein wenig mehr Tiefgang vorgestellt und auch ein wenig mehr Beschreibung der zeitlichen und räumlichen Gegebenheiten. Leider wurde ich diesbezüglich enttäuscht.


    Das Buch beginnt bei der Reise von Marjorie zu ihrem künftigen Ehemann. Es wird sehr viel über die Festivitäten erzählt .


    Marjorie findet sich zu jung und auch nicht zu Allard zugehörig. Hat aber immer die mahnenden Worte ihrer Mutter im Ohr ... Sei anmutig, klage nicht und tu, was er sagt.


    So fügt sie sich allem, auch wenn sie brutal von ihm geschlagen wird.


    Einzigster "Freund" ist der Haushofmeister, der sich ihrer ein wenig annimmt.


    Allard hingegen fühlt sich immer im Schatten seine verstorbenen Bruders stehend.
    Sein älterer Bruder starb drei Jahre zuvor an Pest. Seit dem kämpft Allard, aber auch seine Familie und die Leute in und um der Burg, mit der Angst vor der Pest.


    Aber mehr will ich nun nicht verraten. Es lässt sich leicht lesen -- bis auf diese Stolperer, aber da ich gesehen habe, dass es übersetzt wurde, kann es auch ein Übersetzungsfehler sein (?) - und ist sicherlich ein netter Zeitvertreib für die Abendstunden, da es auch nicht sehr anspruchsvoll ist.