Century - Der Ring des Feuers - P. D. Baccalario

  • Century – Der Ring des Feuers
    P.D. Baccalario
    Übersetzerin: Nicola Bardola
    Baumhaus Verlag
    ISBN: 978-3-8339-3201-4
    325 Seiten, 17,99 Euro


    Über den Autor: Pierdomenico Baccalario wurde 1974 in Aqui Terme in Italien geboren. Schon früh begeisterte er sich fürs Lesen und durchstöberte die riesige Bibliothek seiner Familie nach abenteuerlichen Geschichten. Nach der Schule studierte er zunächst Jura, bevor er sich dem Journalismus und dem Schreiben zuwandte. Leich für seinen ersten Fantasyroman wurde er ausgezeichnet. Seine Bücher werden weltweit in über 20 Sprachen übersetzt. Bekannt ist er auch unter dem Pseudonym Ulysses Moore.


    Klappentext: Rom, 29.Dezember: Atemlos rennt ein Mann durch die nächtliche Finsternis am Tiber. Einen kleinen Koffer drückt er fest umschlungen an seine Brust. Er ist auf der Suche nach vier Jugendlichen. Zur selben Zeit verlassen Elettra, Sheng, Harvey und Mistral heimlich ihr Hotel, um die tief verschneite Stadt zu erkunden. Vor wenigen Stunden noch haben sich die vier aus aller Welt nicht einmal gekannt. Nun aber wissen sie, dass sie eine ganz besondere Gemeinsamkeit haben: Sie wurden alle am selben Tag, dem 29. Februar geboren. Als der Mann die jungen Leute erblickt, hat er keinen Zweifel: Das sind sie! Er vertraut ihnen seinen kostbaren Koffer an und verschwindet. Im Koffer ist eine seltsame Karte aus Holz…


    Meine Meinung: Bei diesem Buch hat mich die schöne Aufmachung zum Lesen verleitet. Neben dem leicht geprägten Umschlag, ist auch der normale Einband darunter liebevoll bedruckt. Im Vorsatz sowie im Mittelteil befinden sich jede Menge Bilder, die zu der Geschichte passen. Stadtpläne von Rom, Fotos von Gebäuden, die eine wichtige Rolle spielen, Abbildungen von Fahrplänen, Fahrkarten, Kassenbons – nur ein Lesebändchen hätte noch gefehlt, um das Ganze perfekt zu machen.
    Durch die Bilder kann man sich die Orte der Handlung noch besser vorstellen und bekommt ein Gefühl für die Stimmung der Geschichte.


    Die vier Jugendlichen treffen sich nicht zufällig, wie sich später herausstellt in dem Hotel von Elettras Familie. Bei einem Stromausfall, der scheinbar von Elettra verursacht wurde und der das ganze Stadtviertel in Dunkelheit hüllt, verlassen sie heimlich das Hotel, um sich Rom bei Nacht anzusehen. Die Begegnung mit einem geheimnisvollen Fremden auf einer Tiberbrücke ist zugleich der Beginn eines spannenden Abenteuers und einer seit Jahrhunderten vorherbestimmten Suche, in deren Verlauf sie in viele gefährliche Situationen geraten.


    Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass dieses Buch für Kinder und Jugendliche geschrieben worden ist. Die Sätze sind kurz und einfach formuliert und die Charaktere oberflächlich beschrieben. Viele unnatürliche Vorkommnisse und Verhaltensweisen werden nicht hinterfragt oder erklärt. Dennoch springt die ganz besondere Stimmung, mit der der Autor die Stadt darstellen will, auf den Leser über. Dunkel, geheimnisvoll und rätselhaft sind Straßen, Gassen und Häuser, mysteriös die Geschehnisse, auf die sich zuerst weder die Jugendlichen, noch der Leser einen Reim machen kann. Auch im Laufe der Geschichte lösen sich nicht alle Rätsel, und alles weist auf eine Fortsetzung hin.


    Die Idee des Buches hat mir gut gefallen - nicht gefallen hat mir allerdings, dass die Geschichte im Präsens geschrieben wurde und die Übersetzung teilweise recht hakelig klingt (bis jetzt frage ich mich, was es bedeutet, wenn sich jemand umzieht und seine „Finken“ vergessen hat), sowie die nervige Darstellung des Jungen Sheng, der auf jeder Seite mindestens ein oder zwei Mal „Hao“ ausruft, was soviel wie „cool“ bedeuten soll… Insgesamt kann man aber sagen, dass es ein spannendes Fantasy-Abenteuer für Kinder und Jugendliche (ich würde sagen, ab 12) ist, und durch seine Handlung und die schöne Aufmachung des Buches zum Lesen verleitet.

  • Herzlichen Dank für diese sehr informative Rezi. Bücher im Präsens geschrieben können aber auch durchaus ihren Reiz haben. Mal schauen - in jedem Falle kommt es auf die erweiterte Wunschliste, also die Kandidatenliste für "echte" Wunschliste. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.