geht an den polnischen Lyriker Adam Zagajewski sowie an den deutschen Durs Grünbein.
Ein Preis für Autoren, die sich für die sich laut Wikipedia um „Verständigung, Versöhnung und freundschaftliche Zuwendung zum jeweiligen Nachbarn“ verdient gemacht haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel-Bogumil-Linde-Preis
Ich bin über die Entscheidung erfreut, da Adam Zagajewski mich mit seinem Buch "Ich schwebe über Krakau: Erinnerungsbilder" ziemlich beeindruckt hat. Ich erinnere mich auch gut an seine Lesung aus seinem Gedichtband "Die Wiesen von Burgund" in Heidelberg.
Zagajewski hat wirklich ein Bild der Gefühle der Polen nach dem Krieg erzeugt, dass man auch als Deutscher verstehen kann.
Durs Grünbeins Werk kenne ich nicht so gut, aber er hat ein umfangreiches Werk vorgelegt.
Über die preisgekrönten Autoren
Adam Zagajewski wird am 21.6.1945 in Lemberg geboren. Seine Kindheit und Schulzeit verbringt er Gleiwitz, Schlesien, wohin die Familie nach dem Kriege übersiedelt.
Von 1963-68 studiert er Psychologie und Philosophie in Krakau. Sein literarisches Debüt hat er 1967 mit einigen Gedichten in einer Zeitschrift.
Erst in den siebziger Jahren tritt er auch als Romanautor und Essayist in Erscheinung. Ende der siebziger Jahre schließt er sich dem Kreis der Bürgerrechtsbewegung KOR an. Er erhält ein zeitweiliges Veröffentlichungsverbot von den Behörden, so daß er 1979 ins Ausland geht und sich 1982 in Paris niederläßt.
Seit 1988 lehrt er an der Universität von Houston, USA.
Zagajewski gehört zu den wichtigsten polnischen Dichtern der Gegenwart.
Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie den Kurt-Tucholsky-Preis oder den Prix de la Liberte.
Durs Grünbein, 1962 in Dresden geboren, der u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Dichter und Essayist, gehört zu den bedeutendsten Autoren seiner Generation. Der Dialog mit den Naturwissenschaften und den Künsten ist von Anbeginn Thema seines Schreibens. Durs Grünbein befasst sich mit Fotografen wie Jeff Wall, William Eggleston oder Sternfeld, mit Künstlern wie Francis Bacon, Chardin, Cezanne, Ilya Kabakow, Hermann Nitsch u. a., er befragt sie nach ihrem Verhältnis zur Zeit, zum Körper und zur Geschichte. 2005 erhielt er den "Friedrich Hölderlin-Preis" und 2006 wurde Durs Grünbein mit dem "Pier Paolo Pasolino Preis", dem internationalen Lyrikerpreis, ausgezeichnet.