Titel: Ein letztes Mal, Marie
Herausgeber: Ilona Bubeck und Sarah Schnier
Verlag: Orlanda Frauenverlag
Erschienen: 1995
Seitenzahl: 160
ISBN-10: 3929823241
ISBN-13: 978-3929823240
Preis: ab 3.78 EUR bei Amazon Marketplace
Auf den 160 Seiten dieses Buches findet man Short-Stories von Isabel Miller, Dorothy Allison, Madelyn Arnold, Becky Birtha, Rebecca Brown und Sapphire. Das besondere an dieser Anthologie ist, dass es sich um Stories der bekanntesten und vielleicht auch aufregendsten lesbischen Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur handelt. Aber ist das wirklich so besonders? Wirken die Stories nur weil sie von lesbischen Frauen geschrieben wurden?
Nein!
Auf gar keinen Fall. Es sind Geschichten die das Leben beschreiben, die einen Blick auf den Alltag unserer Zeit werfen. „Lesbisch sein“ ist Normalität, „Lesbisch sein“ ist eben kein exotisches oder „unnormales“ Verhalten. Gerade diese Short-Stories malen ein Bild gelebter Normalität. Diese kleinen Geschichten sind – sorry meine lieben Voyeure – nichts für Euch. Wer schon vor lüsternder Vorfreude das Buch nicht aufgeschlagen bekommt, der wird sicher unendlich von diesen Geschichten enttäuscht sein. Denn liebe Voyeursgemeinde, in diesem Buch wird das Leben so geschildert wie es ist.
Ganz schlimm leider das Vorwort der Herausgeberinnen. Anstatt kraftvoll und optimistisch auf die potentielle Leserschaft zuzugehen, ist dieses Vorwort leider, leider nur „schüchtern, mäuschenhaft“ geschrieben worden. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die Herausgeberinnen entschuldigen sich für dieses Buch.
Aber man kann dieses Vorwort ja auch überspringen und gleich voll in die Geschichten einsteigen.
Für denjenigen, der generell Short-Stories mag, durchaus lesenswert. Derjenige, der keine Short-Stories mag, wird durch diese Geschichten in diesem Buch sicher nicht bekehrt werden.