Ilkka Remes - Ewige Nacht

  • Ilkka Remes: Ewige Nacht


    Klappentext:
    Im Herzen der Finsternis, an der Wiege der Menschheit, lauert die Hölle …
    Die Nachricht von einer noch nie da gewesenen Bedrohung erschüttert Europa. Für den Sicherheitsexperten Timo Nortamo beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.


    Der Autor
    Ilkka Remes ist – laut dtv und amazon und so weiter – der meistgelesene Autor in Finnland. Sein erster Roman erschien 1997 und wurde auf Anhieb ein Bestseller, seither setzen sich seine Bücher regelmäßig sofort nach Erscheinen an die Spitze der Bestsellerliste.


    Meine Meinung
    "Ewige Nacht" war das siebte Buch des Autors und das erste Buch, das auf deutsch erschien, und ist tatsächlich eines der besseren des Autors.
    Es beginnt mit einigen Überfällen auf Geldtransporter, einer davon findet in Finnland statt und erscheint den ermittelnden Behörden äußerst merkwürdig. Timo Nortamo, der finnische Ermittler der bei TERA, der europäischen Anti-Terror-Behörde in Brüssel arbeitet, hat sich derweil mit seinem Sohn Aaro auseinanderzusetzen, der auch schon einen gewissen Spürsinn an den Tag legt und den Computer seines Vaters ausspäht. Bald jedoch ist Nortamo mitten in den Fall verwickelt und von da an entwickelt sich zwischen Brüssel, Finnland, Rom und dem Kongo eine spannende Handlung, die eine gewaltige Bedrohung aufbaut. Nortamo jagt bald Ralf Denk nach, einem ehemals erfolgreichen Molekularanthropologen, der unter die Globalisierungsgegner gegangen ist und dem besonders die rasant ansteigende Erdbevölkerung ein Dorn im Auge ist.


    Abgesehen davon, dass die Charaktere trotz Hintergrundgeschichte reichlich platt bleiben und einem nicht nahe kommen, ist es doch etwas ärgerlich, dass sich besonders die Spezialisten von TERA teilweise reichlich dämlich verhalten. TERA soll eine Behörde sein, gegründet für den Kampf gegen Terrorismus, organisiertes Verbrechen und radikale Organisationen, und man würde sich doch wünschen, dass Nortamo und etwa seine deutsche Kollegin etwas mehr Professionalität und Kompetenz an den Tag legen, wenn sie Verdächtigen nachspüren. Statt dessen lassen sie sich ganz simpel übertölpeln, und das auch noch mehr als einmal.


    Spannend finde ich bei Remes aber doch, wie es ihm immer wieder gelingt, aktuelle Bedrohungen und kontroverse Themen miteinander zu verknüpfen. Insgesamt ein Buch, das man lesen kann, aber nicht gelesen haben muss.