Heinz Rühmann: Das wars

  • Heinz Rühmann: Das wars


    isbn: 3550085001


    autor: * 7. 3. 1902 in essen; † 3. 10. 1994 in aufkirchen, bayern; eigentlich heinrich wilhelm rühmann, bekannter bühnen-, film- und TV-künstler


    klappentext: nicht (mehr?) vorhanden


    eigene meinung:
    in nettem plauderton berichtet r. aus seinem leben, sowohl privat als auch beruflich, erinnert an bekannte, großteils ebenfalls schon länger verstorbene kollegen und räumt auch mit den immer noch kursierenden gerüchten hinsichtlich seiner verbindungen zu den "großen" des dritten reiches auf. viele schöne fotos und erinnerungen an
    die feuerzangenbowle
    der hauptmann von köpenick
    der brave soldat schwejk
    der eiserne gustav
    der pauker
    oh jonathan
    der kapitän
    die 3 von der tankstelle
    der mustergatte
    etc etc etc.
    7/10

    "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben." (A. Lincoln)

  • Oh, Heinz Rühmann habe ich immer sehr gerne gesehen. Rein schon aus nostalgischen Gründen wäre seine Biografie für mich lesenswert.
    Gibt es eigentlich den Ullstein-Verlag noch? Mir ist aufgefallen, dass ich diesen Namen hauptsächlich bei älteren Ausgaben lese :gruebel.

  • Dieses Buch habe ich kurz nach dem Erscheinen gelesen, es war höchst umstriten, weil Rühmanns Erinnerungslücken über den Einsatz von Zwangsarbeitern in seinen Filmen und seine Nähe zu den Größen des Nazionalsozialistischen Kunstschaffens letztlich nur aus Respekt vor der Lebensleistung und seines hohen Alters wegen tolerierbar waren. Das was drehbuch als "aufräumen" bezeichnet, wäre wohl korrekter "unter den Teppich kehren".

  • Zitat

    Original von beowulf
    Dieses Buch habe ich kurz nach dem Erscheinen gelesen, es war höchst umstriten, weil Rühmanns Erinnerungslücken über den Einsatz von Zwangsarbeitern in seinen Filmen und seine Nähe zu den Größen des Nazionalsozialistischen Kunstschaffens letztlich nur aus Respekt vor der Lebensleistung und seines hohen Alters wegen tolerierbar waren. Das was drehbuch als "aufräumen" bezeichnet, wäre wohl korrekter "unter den Teppich kehren".


    über das, was er NICHT gesagt hat, kann ich hier schlecht rezensieren :grin
    mein "aufräumen" bezog sich u. a. auf
    a) gerüchte über seine scheidung von einer jüdin
    er ließ sich nicht deshalb scheiden, um keine nachteile zu haben, sondern, damit sie durch die heirat mit einem "neutralen ausländer" einer verfolgung entgehen konnte
    b) div. anschuldigungen wie zB in russland kriegsdienst geleistet zu haben
    dass fast alle damaligen stars sich irgendwie arrangieren mussten, ist unbestritten. fakt ist aber auch, dass filmproduktionen bewusst hinausgezögert wurden, um einige menschen vor einem kriegseinsatz kurz vor kriegsende zu bewahren.

    "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben." (A. Lincoln)