Dieser britische Film lief eigentlich schon Anfang diesen Jahres in den Kinos.
Glücklicherweise habe ich manchmal noch die Möglichkeit "verpasste" Filme in einem tollen Kino in der Nähe zu sehen.
Gestern sah ich also "Kalendergirls" und dieser Film hielt genau das, was die Werbung mir versprochen hatte: Gutes Kino mit glaubhaften Emotionen, Witze ohne Plattheiten, Schauspieler ohne "Bügelfalten in ihrem Spiel" - einfach Klasse.
Eine Gruppe "reifer" Frauen lässt sich nackelig für einen Kalender ablichten. Dies ist keine Schnapsidee gelangweilter Hausfrauen, sondern soll helfen, endlich mal genug der alljährlichen Club-Kalenders zu verkaufen. Sonst gab es Kirchen oder Blumen auf den 12 Seiten, nun ist eine dörfliche Revolution im Gange.
Diese Idee hat einen ganz besonderen Hintergrund - der Angehörigenraum im Krankenhaus soll eine neue Couch erhalten, damit die Wartenden zusätzlich zum vorhandenen seelischen Leid nicht noch körperliche Qualen erdulden müssen. Annie und Crissie wissen, wie das ist - sie haben Annies Mann in seinen letzten Wochen seiner Chemotherapie begleitet.
Turbulent geht es zu, als der Vorschlag für die neuen Kalendermotive gemacht wird. In Aufruhr geraten die Frauen des Clubs, ihre Männer und der ganze Ort. Die Frauen finden Unterstützung, wo sie es nicht erwartet hätten aber auch massive Ablehnung.
Klasse sind die Szenen, in denen die Fotos gemacht werden - die zwar mutigen aber eigentlich prüden Frauen sollen von einem Mann fotografiert werden ...
Im Endeffekt wird der Kalender ein riesiger Erfolg mit entsprechendem Medienrummel. Das war auch total spannend, wie die Frauen damit umgegangen sind, bzw. inwieweit sie sich davon haben beeinflussen lassen.
Ich könnte hier noch eine Weile schwärmen - aber wer kann, sollte sich diesen Film selbst ansehen.
Weitere Infos gibt es [URL=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/7/0,1872,2088583,00.html]hier[/URL] und hier.
Nachtrag: Der Film basiert auf einer tatsächlichen Begebenheit.