VideoWoche
Ed Pekurny wird vom Fernsehsender TrueTV als Star eines Programms auserkoren, das seinen Hauptdarsteller rund um die Uhr beobachtet. Anfangs findet Ed seine neue Situation noch durchaus witzig. Doch nachdem er seinem Bruder vor laufender Kamera die Freundin ausgespannt hat und sich plötzlich jede Menge publicitysüchtige Frauen in Eds Leben und damit auf die Mattscheibe drängen, wandelt sich der anfängliche Segen zum Alptraum. Zu spät erkennt Pekurny, daß er einen teuflischen Deal abgeschlossen hat. Nach 'Die Truman Show' und 'Pleasantville' liefert nun Erfolgsregisseur Ron Howard ('Apollo 13', 'Kopfgeld') seinen Beitrag über die in der modernen Medienwelt lauernden Gefahren ab. Seine bittersüße Satire um die Fußfallen der Berühmtheit entpuppt sich jedoch schon bald als bissiges Porträt einer ganz normalen amerikanischen Familie. Mit Stars wie Matthew McConaughey, Woody Harrelson oder Dennis Hopper bis in die Nebenrollen hinein exzellent besetzt, sollte dieses Mainstream-Produkt, das zudem mit durchaus kritischen Fragen aufwartet, beim breiten Publikum großen Anklang finden.
Meine Meinung:
Dieser Film behandelt dasselbe Thema wie die "Truman Show": die Rundumübertragung eines Menschenlebens auf der Glotze - aber die Voraussetzungen sind anders, denn hier ist es ein erwachsener Mensch, der sich für Kohle darauf einläßt und erst zu spät die ganze Tragweite erfasst und erkennt, daß er sich auf eine Art von Pakt mit dem Teufel eingelassen hat, der ihn nun nicht mehr aus seinen (Medien-)Klauen entlassen will.
Dieser Film ist leichter gemacht, lockerer und auch lustiger. Dennoch hat auch er seine ernsten Momente, vor allem, wenn die Leichen zutage treten, die wohl jede Familie irgendwo im Keller liegen hat.
Es ist eine Sache, um diese Leichen zu wissen - und eine ganz andere, diese vor einem Millionenpublikum ausgebreitet zu wissen.
Auch diesen Film kann ich nur wärmstens empfehlen.