Faye Kellerman: Becca

  • Faye Kellerman: Becca


    isbn: 3442451833


    autorin:
    schreibt nicht nur, sondern ist auch zahnärztin, musikerin und gitarrenbauerin; lebt mit ihrem ebenfalls schreibenden mann, dem psychologen jonathan, und 4 kindern in kalifornien.


    rückseitentext:
    london im jahre 1593: verkleidet als mann durchstreift die unternehmungslustige becca jene dunklen viertel der stadt, die eigentlich nur männern vorbehalten sind. eines tages lernt sie den ungestümen poeten und schauspieler william shakespeare kennen. ihre begegnung ist der beginn einer leidenschaftlichen liebe und einer reihe gefährlicher abenteuer. denn beide hüten ein geheimnis, das sie ihren kopf kosten kann.


    meinung:
    eine bekannte hat mir die lektüre dieses buches mit glühenden worten ans herz gelegt und es auch gleich geliehen. schon die verkleidung (re)beccas als mann, die auf dem rückseitentext angekündigt wird, stimmte mich nicht unbedingt freundlich ein, denn davon hab ich in den letzten jahren reichlich lesen können. massenhaft personen treten auf, so dass ich ein personenregister mehrmals stark vermisste. darüber hinaus wurde mir in diesem buch zuviel "herumgeh*rt", "gev*gelt" und "gef*ckt", sogar die alte königin elisabeth nimmt sich becca ins bett. und diese ihre cousins.
    an dieser stelle erholte(!) ich mich erstmal bei iris kammerers "varus".
    da ich nur ungern ein buch abbreche, quälte ich mich jetzt durch die restlichen seiten, zumal ich wissen wollte, wer denn nun wirklich shakespeares freund ermordet hatte, und warum. die lösung fand ich geradezu an den haaren herbeigezogen (achja, shakespeares früher haarschwund wird dem leser bei jeder passenden und unpassenden gelegenheit in erinnerung gerufen - so oft, dass man ihn wirklich nicht hätte rufen müssen!).
    weil ich nun so total von der beurteilung besagter bekannten abweiche, schaute ich eben mal bei amazon und fand dort zwei positive rezis.
    trotzdem: mir gefiel es nicht, corina bomann und charlotte lyne können das mE wesentlich besser.

    "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben." (A. Lincoln)