Sandra Dünschede - Friesenrache

  • Titel: Friesenrache
    Autorin: Sandra Dünschede
    Verlag: Gmeiner Verlag
    Erschienen: Februar 2009
    Seitenzahl: 373
    ISBN-10: 3899777921
    ISBN-13: 978-3899777925
    Preis: 11.90 EUR


    Sandra Dünschede wurde 1972 in Niebüll in Nordfriesland geboren. Schon mit ihrem ersten Krimi „Deichgrab“ ließ sie aufhorchen. Auch der Nachfolger „Nordmord“ stand seinem Vorgänger in nichts nach. „Friesenrache“ ist nun der dritte Krimi mit ihren bewährten Hobbyermittlern Marlene, Tom und Haie.


    Und ehe sich die drei Freunde versehen, sind sie schon wieder drinnen in einem aufregenden Mordfall. Kalli Carstensens Leben endet in einer Mähmaschine – meint man. Allerdings war er schon vorher tot, bevor er in die scharfen Messer der Maschine geriet. Wer war dieser Kalli Carstensen? Beliebt war er weder in Dorf noch bei seiner Familie. Mit seinem Bruder Friedhelm verband ihn alles, aber sicher keine geschwisterliche Liebe. Aber dann gibt es eine weitere Leiche. Der Fall wird immer rätselhafter. Aber auch zwischen Marlene und Tom kommt es zu Verstimmungen. Werden sie sich trennen?


    Kommissar Thamsen, alleinerziehender Vater von zwei Kindern, versucht die oder den Täter zu ermitteln, immer wieder bemüht, beim Balanceakt zwischen Dienst und Kinderbetreuung nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten.


    Auch in diesem Krimi schafft es Sandra Dünschede wieder die besondere nordfriesische Atmosphäre einzufangen. Ihre Zuneigung zu diesem wortkargen aber auch liebenswerten Menschenschlag kann sie nur schlecht verleugnen. Ihr Schreibstil ist klar und flüssig, irgendwelche überflüssigen Wortspielereien sucht man bei ihr vergeblich. Gerade auch die klare Sprache, das Konzentrieren auf das Wesentliche zeichnen diesen Regionalkrimi unter anderem aus. Dieser Buch macht Lust auf mehr „Nordseeklima“ und auf weitere Krimis von Sandra Dünschede.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Haach Voltaire, Du bist immer noch meine sicherste Gmeiner Quelle :grin
    Vielen Dank, Du weißt ich stehe auf diese nordischen Krimis..



    Wunschlisten Grüße von Elbereth :wave

    “In my opinion, we don't devote nearly enough scientific research to finding a cure for jerks.”

    ― Bill Watterson

  • Na Voltaire, da warst Du aber in der ersten Reihe, denn das Buch ist ja eben erst rausgekommen. Ich habe auch schon ein Auge drauf geworfen :chen und nach der Rezi ist sowieso alles klar.


    Edit: Was ich mich allerdings frage, weshalb haben die Gmeiner das durchgängige Cover ab jetzt geändert?

  • Gmeiner hat nach zehn erfolgreichen Krimijahren und mehr als 180 veröffentlichten Kriminalromanen beschlossen, das "Gmeiner" Logo senkrecht stehen zu lassen und die Covergestaltung zu ändern..



    infogrüße von Elbereth :wave

    “In my opinion, we don't devote nearly enough scientific research to finding a cure for jerks.”

    ― Bill Watterson

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Elbereth ()

  • OK, ich habe den Verlag erst im letzten Jahr kennengelernt und mir gefallen diese Krimis ausgesprochen gut.


    Einziges Manko ist für mich das schlechte Lektorat - Tippfehler sind in größerer Zahl eigentlich in jedem Buch.


    Es hält mich aber trotzdem nicht vom Kauf ab, ich weiß ja wie man es auch noch schreiben kann :chen

  • Zitat

    Original von Elbereth
    Gmeiner hat nach zehn erfolgreichen Krimijahren und mehr als 180 veröffentlichten Kriminalromanen beschlossen, das "Gmeiner" Logo senkrecht stehen zu lassen und die Covergestaltung zu ändern..



    infogrüße von Elbereth :wave


    Hauptsache die Buchrücken bleiben so schön bunt :-)

  • :yikes Warum habe ich noch nichts aus diesem Verlag gelesen? Wie die Autorin, so mag auch ich diesen Menschenschlag und so werde ich nachher mal stöbern gehen...
    P.S.: Kennt jemand von uns Nordlichtern "Neues aus Büttenwarder"?


    Edit: Danke Voltaire für deine Rezi. :wave

  • Zitat

    Original von Eskalina


    P.S.: Kennt jemand von uns Nordlichtern "Neues aus Büttenwarder"?


    Das kennen sogar die Südlichter! :lache



    Ich war ja vom ersten Buch Sandra Dünschedes nicht begeistert und habe es sogar abgebrochen. Vielleicht gebe ich ihr aber nochmal eine Chance und versuche es mal mit dem zweiten oder dritten... Denn eigentlich passen diese Bücher zu gut in mein Beuteschema um sie in Zukunft gänzlich zu ignorieren.

  • Merkwürdigerweise fange ich Krimiserien immer mit dem 3.Teil an, hier war es auch so :-)
    Es war ganz witzig, von den friesischen Nachbardörfern und Kögen in einem Buch zu lesen, das hatte ich so noch nicht.
    Die Eigenarten der Leute, die hier leben, hat Sandra Dünschede sehr gut beschrieben, wortkarg und in sich gekehrt, aber wenn es was zu Tratschen gibt auch immer dabei ;-) Das mag allerdings auf fast alle Dörfer zutreffen...
    Kommissar Thamsen hat mir als Person gut gefallen, aber ich habe mich doch gewundert, warum er die selbsternannten Hobbydetektive Haie, Marlene und Tom in der Form gewähren ließ?! Normal ist das doch nicht :gruebel


    Die Geschichte um die Carstensens hat mich berührt, weil sie so klassich war. Alle im Dorf haben es gewußt und alle haben weggesehen. Zwischendurch gab es viele Verdächtige, von denen es jeder hätte gewesen sein können.
    Die Auflösung am Ende war für mich stimmig. Ein guter, solide erzählter Krimi!

  • Kalli Carstensen wird tot in der Mähmaschine gefunden. Ein sehr unbeliebter Dorfbewohner hat so sein Ende gefunden. Mit seinem Bruder war er schon lange zerstritten und seiner Frau gegenüber war er auch nicht gerade zimperlich. Dann stellt sich heraus, daß er nicht erst auf dem Feld umgekommen ist, sondern schon vorher tot war. Und dann gibt es noch eine weitere Leiche.


    Wessen Interesse war so groß, Kalli tatsächlich umzubringen und warum kommt es zu dem Selbstmord?


    Es ermittelt wieder Kommissar Thamsen und Unterstützung bekommt er von den schon bekannten Freunden Marlene, Tom und Haie. Es ist wieder spannend mit ihnen gemeinsam den Fall zu lösen und das Finale ist schon eine Überraschung.


    Auf alt bewährte Weise nimmt uns Sandra Dünschede mit nach Friesland. Sie beschreibt die Gegend so präzise, daß sich selbst ein Süddeutscher mittendrin fühlt. Ihre Sprache ist wie immer klar, ohne irgendwelche Schnörksel oder poetische Auswüchse.


    Von mir 8 Punkte