Landeplatz der Engel - Frank M. Reifenberg (ab 12)

  • Klappentext


    "Wo sind wir überhaupt?"
    "Keine Ahnung!"
    "Verarsch mich nicht. Ich denk, du weißt wo wir hinwollen?"
    "Woher soll ich das wissen? Wir fahren. Das reicht."
    Zwei Jungs on the road. Ziel offen. Ärger vorprogrammiert.


    Beschreibung


    "Scheiß was drauf." Das ist der Satz, mit dem Mirco in Fabians Leben platzt. Mirco, der coole Jungganster, der gerne die Nerven kitzelt. Fabian, Sohn aus gutem Hause, dem die Nerven einen Streich spielen. Zwei, die nicht zusammenpassen. Zwei, die sich die Lippen blutig schlagen. Zwei, die nicht wissen, wohin. Aber das mit Vollgas. Eine rasante Spritztour beginnt. Durch den Kopf. Durch das Herz. Durch die Stadt. Und weiter. Zum Landeplatz der Engel. Vielleicht.


    Informationen über den Autor


    Frank M. Reifenberg, 1962 in der Nähe von Siegen geboren, lebt in Köln. Er wurde zunächst Buchhändler und arbeitete dann als Texter in einer Agentur für Public Relations. Im Jahr 2000 ließ er sich an der Internationalen Filmschule Köln zum Drehbuchautor ausbilden und schreibt seitdem Drehbücher für Film und Fernsehen, Romane und Bühnenstücke.


    Meine Meinung


    Ich persönlich fand das Buch gut. Ich fand es gut, aber es hat mich nicht vom Hocker gehauen.
    Die Geschichte wird abwechselnd von den beiden Protagonisten Fabian und Mirco in der Ich-Form erzählt, wodurch sie anschaulicher wird und man viele Dinge besser versteht.
    Da Fabian am Tourette-Syndrom leidet (dies wird zwar erklärt, aber vorher googlen kann trotzdem nichts schaden), ergeben sich einige tragisch-komische Szenen, die "Landeplatz der Engel" meiner Meinung nach zu etwas Besonderem machen.
    Es ist nicht unbedingt ein Buch, das man in einem Rutsch durchließt (obwohl das bei einer Länge von knapp 250 Seiten keine große Herausforderung wäre), aber doch eines, bei dem man sich aufs Weiterlesen freut.
    Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war der übertriebene "Ghetto-Slang", mit dem vorallem Mirco spricht. Einerseits, macht der Autor damit deutlich, dass Mirco gerne mal "einen auf cool macht", andererseits geht das Getue dem Leser spätestens nach den ersten hundert Seiten gewaltig auf den Keks.
    Alles in allem ist "Landeplatz der Engel" ein wirklich gut geschriebenes, modernes Jugendbuch das eine ungewöhnliche Idee in eine altbekannte Geschichte verpackt.
    Es ist auch für ältere Jugendliche spannend (ich habe es mit 16 gelesen).
    Meine Empfehlung: Einmal genießen und dann weiterverschenken!

    Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe/lese/(hoffentlich) noch lesen werde:


    :lesend Dan Brown: Das verlorene Symbol
    :lesend Alison Goodman: Eona - Drachentochter