Mit 14 war ich zum ersten Mal betrunken von Nick Johnstone

  • Klappentext:
    Als 14-Jähriger zum ersten mal betrunken, endeckt Nick im Alkohol das Gegenmittel für das Summen in seinem Kopf, das ihn seit seiner Kindheit plagt.
    Während der nächsten zehn Jahre bestimmen Alkoholexzesse, Selbstverstümmelung, Blackouts, Depressionen, schließlich Krankenhäuser, Ärzte und Tabletten sein Leben. Mit 24 Jahren ist er zwar trocken und heiratet seine große Liebe Anna, aber die Abhängigkeit und Ängste werden ihn ein Leben lang als Schatten begleiten.
    Nick Johnstone liefert ganz nebenbei die Beschreibung einer "normalen" britischen Jugend in den späten achziger und frühen neunziger Jahren mit der Musik von Joy Division, den Filmen von Roman Polanski und der Gedichte von Sylvia Plath.


    Meine Meinung:
    Ich fand das Buch als ME und der Klappentext machte mich neugierig und versprach eine interessante Biographie.
    Leider entäuschte mich das Buch. Was mich störte war aber nicht die Geschichte von Nick an sich, sondern vor allem der Aufbau des Buches.
    Sehr kurze, meist in sich abgeschlossene Kapitel, die fast immer nur eine halbe Seite lang sind, lassen keinen Lesefluss aufkommen. Dauernd wird von einer Szene in die nächste gehüpft. Zu selten hängen mal ein paar dieser kurzen Kapitel zusammen und ein Kapitel geht über anderthalb Seiten.
    Anderen Lesern mag dieser Schreibstil vielleicht liegen, mir leider überhaupt nicht.
    Nachdem ich gestern so davon genervt war, dass ich ein anderes Buch dazwischengeschoben hatte, habe ich es heute zu Ende gelesen.


    Versuche ich aber nur die reine Geschichte von Nick zu betrachten, was mir nicht ganz leicht fällt, ist das Buch eine ehrliche, erschreckende und authentische Dokumentation zum Thema Depressionen, Panikattaken und v.a. Alkoholsucht und deren Entwicklung mit Beginn im frühen Kindes-/Jugendalter. Sehr ehrlich und ohne was unter den Teppich zu kehren geschrieben.
    Schade, aus dieser eigentlich interessanten Lebensgeschichte hätte man sicher, v.a. im Dienste an jüngeren Lesern, mehr machen können.


    Aufgrund des nervigen Aufbaus wie oben beschrieben bekommt das Buch von mir nur 6 Punkte! :wave

    Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Froschi ()