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ASIN/ISBN: 357013427X |
Susan Wiliams schreibt Bücher für Kinder und Jugendliche, weil sie selbst als Kind nichts mehr liebte als Bücher. Sie lebt in der Wildnis mit ihrem Ehemann, ihren beiden Töchtern und vielen Tieren, unter anderem mehreren Pferden, im Staat New York. Laut ihrer homepage (www.susanwilliamsbeckhorn.com) hat sie mit diesem Buch in Amerika einige Preise gewonnen. Der amerikanische Titel lautet Wind Rider!
ab 12 Jahren (285 S.)
Kurzbeschreibung (lt. Buchrückseite):
In der kargen, harten Steppe Zentralasiens lebt die junge Fern mit ihrem Stamm. Als Mädchen an die Enge des Dorflebens gebunden, träumt sie davon, die atemberaubende Weite des Landes zu erkunden, und stiehlt sich immer öfter heimlich davon. Auf einem ihrer Streifzüge entdeckt sie ein verletztes Fohlen. Obwohl Pferde in dieser Welt nur Wild sind, das gejagt wird, pflegt Fern das Tier gesund und gibt ihm einen Namen: Thunder. Behutsam nähern sich die beiden einander an, bis Thunder eines Tages erlaubt, dass Fern sich auf seinen Rücken schwingt. Fasziniert erlebt sie ein nie geahntes Gefühl der Freiheit. Doch ihre Freundschaft wird von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt und plötzlich ist von Magie und Hexerei die Rede …
Meine Meinung:
Um es gleich vorweg zu nehmen - als absoluter Fan des Genres "prähist. Romane" hat mich dieses Buch hellauf begeistert.
Erzählt wird in klarer, schlichter aber guter Sprache in der Ich-Form; die Anzahl der handelnden Personen bleibt überschaubar; keine komplizierte Aufsplitterung der Handlungsstränge - ist ja schließlich empfohlen ab 12 Jahre. Das tut der Sache aber keinen Abbruch, eher im Gegenteil.
Der Leser befindet sich ohne Einleitung sofort mitten in der Geschichte und erlebt aus Sicht der jungen Fern den manchmal mühsamen und arbeitsreichen Alltag, Probleme und Freuden mit ihrer Familie und Freunden, das Reifen vom Kind zur Frau.
In einer Zeit, in der Tiere eigentlich ausschließlich als Nahrungsquelle zum Überleben betrachtet werden, gerät Fern durch ihre außergewöhnliche Tierliebe in den Augen ihres Stammes ins Abseits. Als sie eines Tages ihrer "Menagerie" ein Pferd hinzufügt, spitzt sich die Lage zu...
Für mich ist der Spannungsbogen wunderbar aufgebaut, die Geschichte wird zunehmend aufregender und endet in einem fulminanten Finale.
Man erfährt einiges über prähistorische Fähigkeiten wie z.B. Herstellung von Kleidung, Waffen etc. Ich gehe mal davon aus, dass diese Beschreibungen entsprechend recherchiert sind, im Anhang bedankt sich die Autorin bei einigen Wissenschaftlern für ihre Hilfe.
Vermisst habe ich anfangs eine genauere Zeit- und Ortsangabe, die findet man im Anhang
Fazit:
Für alle Fans von "Ayla" und spannenden prähist. Geschichten (auch und vor allem an Erwachsene!!!) gibt es von mir die absolute Leseempfehlung.
10 von 10 Punkten, wahrscheinlich wird es mein Monatshighligt.
edit: Geschafft, meine erste Rezi :-]. Für Anregungen und Aufdeckung von Fehlern bin ich dankbar! Man kann nur dadurch lernen.