Gestern las Tanja Heitmann im "Küsters Hof" in Wunstorf aus ihrem Roman, dem Überraschungserfog "Morgenrot". Dieses Buch hat es sicher nicht leicht, es berichtet von der Liebe zwischen einem Mädchen und einem Vampir, und der Vergleich mit anderen populären Büchern dieser Art drängt sich geradezu auf, wobei man anmerken muß, das dieses Buch vor den Stephenie-Meyer-Werken geschrieben wurde. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lea, eine junge Studentin, die sich in den mysteriösen Adam verliebt.
Dieser Adam ist nicht ohne, die Autorin selbst wurde von ihm während eine Autofahrt "überfallen" und gezwungen, diese seine Geschichte aufzuschreiben. Der Rest der Story etwickelte sich fast von selbst, ein Plan oder Entwurf wurde nicht gebraucht.
Drei Passagen las die Autorin, mit einer etwas eigenwilligen Betonung und einer Stimme, der ich sogar dann gebannt lauschen würde, wenn sie aus einem Kochbuch vegetarische Rezepte vorläse. Sie las ruhig und mit Bedacht, ohne jedoch langweilig oder monoton zu klingen. Die anschließenden Fragen aus dem Publikum beantwortet sie mit einem fröhlichen Lächeln und sehr ausführlich, man merkt wie viel Spaß ihr die Sache macht.
Auch ihre Arbeitsweise entspricht wohl nicht der normalen Art ein Buch zu schreiben. Die Autorin arbeitet in einer Literaturagentur, sie ist verheiratet und hat ein kleines Kind....schreiben konnte sie nur wenn der kleine Schreihals mal schlief, und wenn das auch Kind ruhig war.
Später standen wir noch zusammen am Tresen und plauderten über das Buch und ihren überraschenden Erfolg, welchen sie selbst noch nicht ganz zu erfassen scheint. Wenn sie davon erzählte leuchteten ihre Augen wie die eines Kindes, das zum ersten mal einen Weihnachtsbaum sieht.
Die ganze Sache ist für sie keine Routine, keine Pflicht, die das Vermarkten erfordert sondern ein wargewordener Traum, ihre eigene märchenhafte Geschichte.