'Unter dem Safranmond' - Seiten 497 - Ende

  • @ Sigrid2110


    Zitat

    Original von Sigrid 2110
    Es war für mich genau das richtige Buch zur richtigen Zeit :-)


    Super, dass das genau gepasst hat! :-]
    Freu' mich riesig, dass Dir Buch, Leserunde und Website gefallen haben :wave


    @ WaterPixie


    das macht mich natürlich glücklich, dass das Buch bei Dir so viel ausgelöst hat! :-)


    Vielleicht muss das auch gar nicht sein, dass Du alles aufschreibst, was Dich dazu noch beschäftigt - aber falls Du doch noch das Bedürfnis haben solltest: jederzeit! :zwinker


    Zitat

    Original von WaterPixie
    ...zum Schluß hat Maya Richard „überholt“ und gesiegt – wie Richard selber zugibt..., das was er ihr damals in der Jugend emotional abgetan hat, wurde ihm sozusagen „zurückgegeben“ (unabsichtlich und ohne Wissen seitens Mayas)...


    Das ist ein interessanter Punkt: dass Richard Ähnliches zurückbekommt, wie er sich damals Maya gegenüber verhalten hat. Daran habe ich beim Schreiben so bewußt nicht daran gedacht - aber da ist was dran, dass das Schicksal auf diese Weise ausgleichend gewirkt hat.


    Zitat

    Original von WaterPixie
    Meiner Meinung nach war das Kismet: denke mal jemand da Draußen wollte, daß du diesen Roman schreibst – und ich bin froh darum!



    @ Lumos


    Zitat

    Original von Lumos
    Wie immer, wenn mir ein Buch richtig gut gefällt kann ich es kaum erwarten bis ich es ausgelesen habe. Und wenn es dann soweit ist bin ich total traurig, dass ich jetzt fertig bin und nichts mehr kommt....


    :knuddel1


    Zitat

    Original von Lumos
    Dass Maya von Rashad schwanger wurde hat mich nicht wirklich überrascht, irgendwie habe ich darauf gewartet - Bauchgefühl.


    Wahrscheinlich ist schon was dran, dass wir Frauen dafür einfach ein Gespür haben! :lache


    Zitat

    Original von Lumos
    Erst als Maya nach Cairo ging keimte bei mir ein Pflänzchen der Hoffnung und ich dachte mir, das könnte die Lösung sein - Nicole zum Glück auch :grin


    Das Bemerkenswerte beim Schreiben ist immer, wie wenig ich aktiv in das Leben der Charaktere eingreifen kann (abgesehen von Recherche und Aufschreiben). Als ich mir Gedanken über die Zeit nach Mayas Arabien-Reise machte, hatte ich das Gefühl, sie rufe mir zu "aber in England kann ich nicht bleiben, nicht auf Dauer!". Worauf ich antwortete: "super... kannst mir vielleicht einen Tipp geben, wo du gerne leben möchtest?"
    Der Tipp kam :grin
    Und erst, als ich soweit war, sie nach Cairo gehen zu lassen, habe ich ganz weit entfernt, am Horizont, Rashad gesehen... :-)
    (Zu meiner großen Erleichterung, muss ich schon anmerken :lache )
    Ich bin Richard sehr dankbar, dass er - trotz allem - im entscheidenden Moment seine Finger mit ihm Spiel hatte :anbet


    Zitat

    Original von Lumos
    Das Buch werde ich nun in der kleinen Gemeindebücherei einstellen, in der ich ehrenamtlich tätig bin. Ich bin sicher, unsere Leser werden begeistert sein.


    Das finde ja nett :schuechtern Falls Du Rückmeldungen kriegst, würde ich mich freuen, davon zu erfahren, gleich ob Lob oder Kritik.


    Zitat

    Original von Lumos
    Wir haben gerade auch "das Haus der Spione" für die Bücherei bestellt :-], das werde ich demnächst lesen.


    Oh, Kontrastprogramm! :lache Ich wünsch' Dir viel Spaß mit den Abenteuern von Nicholas und Leonora! :wave


    @ all


    vielen Dank für's Lesen und Posten! Es war wie immer eine tolle und interessante Erfahrung zu sehen, wie es euch Lesern mit einem Buch von mir geht, was ihr dabei denkt und fühlt, was euch nahegeht und gefällt, was euch ärgert oder stört.
    Dankeschön dafür! :unschuld

  • Ich bin jetzt auch durch und ganz ehrlich- immer noch etwas gefangen. Ich werde das Ganze jetzt erst einmal sacken lassen und dann eine abschließende Rezi schreiben.


    Ich bin wirklich positiv überrascht, daß ich dieses Mal gar nix zum Meckern habe (im Gegensatz zu "Südwinde" und "HüD") :-].
    Vielleicht sollte ich mir noch ein paar Kritikpunkte einfallen lassen, damit es nicht heißt die abschließende Rezi sei nicht authentisch genug, sondern ich wolle der Autorin nur um den Bart streichen... im übertragenen Sinne natürlich :grin

    Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben.
    Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz. (Voltaire)

  • @ grottenolm


    schön, dass es Dir gefallen hat! :-]


    Zitat

    Original von grottenolm
    Vielleicht sollte ich mir noch ein paar Kritikpunkte einfallen lassen, damit es nicht heißt die abschließende Rezi sei nicht authentisch genug, sondern ich wolle der Autorin nur um den Bart streichen... im übertragenen Sinne natürlich :grin


    :lache

  • Zitat

    Original von Herr Palomar



    Kapitel 9 endet mit Geralds Tod, mit dem sich aber sein Schicksal auch irgendwie erfüllt. Es konnte wohl nicht anders kommen.


    Das war Ralph :-( - für mich die tragische Person im Roman. Niemand hat mir so Leid getan wie er.


    Ein wenig gestört hat mich bei der Annäherung an seinen Todeszeitpunkt die Duplizität zum Tode von Jonathan ( angefangener Brief ).


    Ansonsten bis zum Schluß wunderbare Beschreibungen. :anbet Wirklich sehr schön gemacht.


    Maya war für mich zum Ende des Buches hin nicht mehr die Sympathieträgerin, teilweise hat sie mich echt genervt.
    Gefreut hat mich, dass Richard nochmal aufgetaucht ist und die Erwähnung seines Gedichtes.


    Ob Maya überhaupt klar war, wieviele Männer ihr quasi verfallen waren? :gruebel


    Das Happy End zwischen Maya und Rashad - ich hatte es erwartet aber nicht gewünscht. Ich weiss auch nicht genau, weshalb........ :gruebel

  • Zitat

    Original von Rosenstolz


    Ein wenig gestört hat mich bei der Annäherung an seinen Todeszeitpunkt die Duplizität zum Tode von Jonathan ( angefangener Brief ).


    - ja stimmt, hatte bei dieser passage auch ein déjà vu...

  • @ Rosenstolz


    Zitat

    Original von Rosenstolz
    Das war Ralph :-( - für mich die tragische Person im Roman. Niemand hat mir so Leid getan wie er.


    Das freut mich sehr, dass Du so empfindest :knuddel1 - mir ging es ganz genauso. Ich habe die Stelle mit dem Sturm auf das Kashmir-Gate in der Nacht auf den 31. Dezember letzten Jahres geschrieben und hatte bis zum Schluß gehofft, er käme doch noch heil davon - aber irgendwann war mir klar, dass dem nicht so sein wird. Ich habe doppelt gelitten, weil Ralph am Anfang der Idee zum Buch stand : obwohl ich Maya schon länger im Kopf hatte, kam sie erst danach dazu; mit Ralph fing es aber an.
    Silvester habe ich in ziemlich gedrückter Stimmung verbracht und die Tage danach immer wieder Tränen in den Augen gehabt, wenn ich an Ralph denken musste. Trotz all seiner Fehler und Schwächen habe ich ihn unheimlich lieb gehabt.

  • Nun bin auch ich durch, und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich zum vorigen Abschnitt gar nichts mehr geschrieben habe, weil ich einfach nur weiter lesen wollte.


    In diesen beiden Abschnitten haben sich die Charaktere unheimlich weiterentwickelt, besonders schön fand ich die nun viel engere Beziehung zwischen Martha und Maya, toll, wie sie ihrer Tochter bei der Geburt besteht.


    Und auch Angelina ist viel liebenswürdiger als noch am Anfang des Buches, die beiden Schwestern haben ein viel engeres Verhältnis.


    Dann ist da natürlich Ralph zu erwähnen, wie schon in den vorigen Threats gesagt, hatte ich anfangs mit ihm meine Probleme, doch wie er sich nun Maya gegenüber verhalten hat, verdient Hochachtung. Er hätte sie zerstören können, hätte er verraten, dass Jonah nicht sein Sohn ist, aber das tat er nicht, sondern versuchte im Gegenteil, die Ehe zu retten. Ob ihm dies gelungen wäre, konnten wir leider nicht erfahren. Schade, dass Maya nicht mehr erfahren wird, wie sehr er sie liebte...oder ist es letztendlich besser so, weil sie sich nur noch schuldiger gefühlt hätte, dass sie diese Liebe nicht in gleichem Maß erwidern konnte?


    Dass Maya und Rashad sich letztendlich durch Richard wiederfinden, fand ich stimmig und habe es keineswegs als rosarotes Happy-End empfunden. Dafür sind einfach zu viele der liebgewonnenen Menschen gestorben: Ralph, Mayas Eltern, Elizabeth (auch wenn die drei Letztgenannten alt geworden sind) ...und schließlich auch Richard, zu dessen Beisetzung Maya es nicht rechtzeitig geschafft hat.


    Überrascht war ich, dass die letzten Seiten Isabell Burton gehörten, und ihrem Schmerz darüber, dass Richards Herz wohl immer einer anderen gehörte. Ein gelungenes Ende, dass mir spätestens im Nachwort eine Gänsehaut bereitet hat, denn auch im wahren Leben des Richard Burton scheint es eine "Maya" gegeben zu haben. Wer sie wohl war?


    @ Nicole: Vielen Dank für dieses tolle Leseerlebnis und natürlich für die Begleitung der Leserunde.

  • @ Bookworm


    Zitat

    Original von Bookworm
    Nun bin auch ich durch, und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich zum vorigen Abschnitt gar nichts mehr geschrieben habe, weil ich einfach nur weiter lesen wollte.


    Das ist doch der schönste aller Gründe, nicht zu posten! :-]


    Zitat

    Original von Bookworm
    Schade, dass Maya nicht mehr erfahren wird, wie sehr er sie liebte...oder ist es letztendlich besser so, weil sie sich nur noch schuldiger gefühlt hätte, dass sie diese Liebe nicht in gleichem Maß erwidern konnte?


    Das habe ich mich selbst beim Schreiben (und danach noch mehrere Male) auch gefragt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht; ich glaube, das ist eine jener Situationen, in denen es keine Alternative gibt bzw. jede andere mögliche nicht weniger schlimm und schmerzhaft wäre.


    Zitat

    Original von Bookworm
    @ Nicole: Vielen Dank für dieses tolle Leseerlebnis und natürlich für die Begleitung der Leserunde.


    Es freut mich sehr, dass Dir das Buch gefallen hat - und die Leserunde habe ich sehr gerne begleitet! :wave

  • Das erst mal zum restlichen inhaltlichen Teil. Zum Buch selbst folgt später noch was nach.


    Na Gott sei Dank - Rashad lebt noch. Ich hatte schon befürchtet, der würde einfach so sang- und klanglos verschwinden.


    Seite 505. Neuer Name - neues Leben. Wenn es bisweilen doch so einfach wäre.


    Seite 513: So, so, eine Modelleisenbahn. Da waren die Greenwoods aber sehr fortschrittlich, denn allzulange gab es die damals noch nicht. Und im übrigen ist das eine recht, hm, gefährliche Sache. ;-) Die durch den virus mibanicus verursachte „Krankheit“ ist unheilbar. Einmal infiziert, wird man das ein Leben lang nicht mehr los. Ich weiß, wovon ich spreche. :rolleyes :grin


    Seite 516. Doch manchmal stellt Gott sich taub für unsere Bitten, weil er anderes mit uns im Sinn hat. Oder er lässt traurigen Blickes des Menschen Unvernunft ihren blinden Willen.
    Eine zu diesem Zeitpunkt sehr rätselhafte, scheinbar widersprüchliche Stelle.


    Seite 518. Als das Wort „sepoy“ fiel, war alles klar bzw. klar, was mir Ralph passieren würde.


    Als Ralph dann gefallen war, mußte ich erst mal eine Pause einlegen. Auf der anderen Seite der Mauer lagen vermutlich Sitara und Emily unter den Trümmern ...



    Seite 537: Als in London an einem wunderbar glänzenden Frühlingstag Ende März 1858 (...) ... Mit anderen Worten: vermutlich auf den Tag genau hundert Jahre, bevor ich die zweifelhafte Ehre hatte, das Licht dieser ebenfalls zweifelhaften Welt zu erblicken. ;-)


    Und dann endlich, nach so vielen Jahren, so vielen Erlebnissen, sehen sie sich wieder. Und alles wird gut. Soweit etwas nach so langer Zeit überhaupt noch gut werden kann.


    Ein Reisender ist letztlich immer auf dem Weg zurück nach Hause. (Seite 574.)


    Oder, wie es Velma Wallis in „Das Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte“ schrieb:
    Die wesentliche Aussage dieser Geschichte ist, daß wir alle unser Zuhause aus verschiedenen Gründen verlassen, um doch eines Tages wieder dorthin zurückzukehren. Und das gilt für beinahe jeden Menschen.(Seite 210.)


    Man muß nur wissen, wo zuhause ist.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Zitat

    nomadenseelchen
    Wobei mir das Ende zu glatt war. Ohne das die beiden sich wieder gefunden hätten, wäre es stimmiger gewesen.
    So kam es mir ein bißchen märchenhaft nach dem Motto *Alles wird gut* vor.


    Zitat

    nomadenseelchen
    Wäre es anders ein trauriges Ende gewesen?
    (...)
    Mir hat das ein bißchen den Roman kaputt gemacht, weil es zu glücksselig war.


    So glatt habe ich das gar nicht empfunden. Es liegen bald 15 Jahre zwischen Trennung und Wiederfinden - das muß man sich vergegenwärtigen. „Umgerechnet“ etwa von 1993 bis heute. Eine lange (Lebens-)Zeit. Angesichts dieser „Lücke“ in der gemeinsamen Biographie ist das Ende für mich durchaus melancholisch durchwachsen. Das ist eine Wunde, eine Narbe, die den beiden bleiben wird. Egal, wie lange sie noch zusammenbleiben können.


    Nachdem Rashad wieder aufgetaucht war, dachte ich mir schon, daß die beiden sich wieder begegnen, es ging eigentlich nur noch um das wie. Und das fand ich in sich stimmig. Die Welt ist klein, und bisweilen mehr ein Dorf, als man es sich vergegenwärtigt. Das Zusammentreffen mit Richard war geradezu zwangsläufig, auch auf Grund von Yusufs guter „Vorarbeit“ (der taucht zwar nur wenig auf, gehört aber eindeutig zu meinen Lieblingscharakteren im Buch :-) ).


    Für mich wäre ein anderes Ende ein (sehr) trauriges gewesen. „Glückselig“ hat mich das Buch mit Sicherheit nicht zurückgelassen; wie es mich zurückgelassen hat, kann ich derzeit noch gar nicht so genau beschreiben. Das hier kommt ihm vielleicht am nächsten:
    “Vertrau auf Gott, Mann. Die Welt ist wieder in Ordnung.“
    „Wer kann das wissen!“
    Er lachte traurig und fügte hinzu: „Hofft das Beste ... Niemand sieht in die Zukunft.“
    (Abdalrachman Munif „Salzstädte“, S. 554)

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • @ SiCollier


    Zitat

    Original von SiCollier
    Und im übrigen ist das eine recht, hm, gefährliche Sache. ;-) Die durch den virus mibanicus verursachte „Krankheit“ ist unheilbar.


    "virus mibanicus" ist ja mal klasse! :lache


    Zitat

    SiCollier
    Einmal infiziert, wird man das ein Leben lang nicht mehr los. Ich weiß, wovon ich spreche. :rolleyes :grin


    Da kann man jetzt natürlich mutmaßen, welche Auswirkungen das auf Jonah gehabt haben könnte -


    Zitat

    Original von SiCollier
    Als Ralph dann gefallen war, mußte ich erst mal eine Pause einlegen. Auf der anderen Seite der Mauer lagen vermutlich Sitara und Emily unter den Trümmern ...


    zwischen den beiden Ereignissen lagen zwar fast vier Monate - aber grundsätzlich hast Du recht mit Deiner Vermutung.


    Ich staune immer wieder darüber, welche Eigendynamik ein Buch teilweise hat.
    Im Traum hätte ich nicht daran gedacht, nochmal auf den Aufstand einzugehen. Ich war glücklich, dass Ralph wieder nach Indien konnte - erst als ich auf meinem Zeitplan das Datum für seinen Aufenthalt nach dem Abenteuer in Arabien sah, wurde mir mulmig. Und tatsächlich spielte sein Regiment eine große Rolle im Sturm auf die Stadt. Zunächst war ich erleichtert, als ich las, dass nicht alle Offiziere mitmussten, dass es welche gab, die sich freiwillig gemeldet hatten - sprich: ich musste ihn nicht zwangsäufig hinschicken. Aber sogleich war mir auch klar: er würde gehen, auf jeden Fall, das würde er sich nicht nehmen lassen. :-(


    Zitat

    Original von SiCollier
    Seite 537: Als in London an einem wunderbar glänzenden Frühlingstag Ende März 1858 (...) ... Mit anderen Worten: vermutlich auf den Tag genau hundert Jahre, bevor ich die zweifelhafte Ehre hatte, das Licht dieser ebenfalls zweifelhaften Welt zu erblicken. ;-)


    :zwinker


    Zitat

    Original von SiCollier
    auch auf Grund von Yusufs guter „Vorarbeit“ (der taucht zwar nur wenig auf, gehört aber eindeutig zu meinen Lieblingscharakteren im Buch :-) ).


    das freut mich riesig! Yusuf gehört zu dem Kreis zahlreicher Nebenfiguren in meinen Büchern, deren Existenz anfangs gar nicht fest eingeplant ist, denen ich aber gleichzeitig mit den Protagonisten dann noch irgendwann im Laufe der Geschichte begegne - und an denen ich selbst irgendwie richtige Freude habe :grin


    Danke, SiCollier, für die beiden Zitate aus "Vogelmädchen" und "Salzstädte" - sie sind wunderschön und passen perfekt! :anbet

  • Ich habe übrigens noch ein paar Links gefunden (habe jetzt allerdings nicht kontrolliert, ob die schon in der LR genannt wurden):


    - < Klick > Umfangreiche deutsche Webseite „Das Fenster zum Jemen“, von einem Vorstandsmitglied der Deutsch-Jemenitischen Gesellschaft. e. V. verantwortet.
    - < Klick > Deutschsprachige Seite über das Sultanat Oman. Das liegt zwar neben dem Jemen, aber auf der Website ist doch so manch interessantes zu finden. U. a. auch über die im Buch genannte „Weihrauchstraße“.
    - < Klick > Hier noch die Wikipedia-Seite zum Jemen, mit weiteren Links)



    Um mich jetzt nicht mit fremden Federn zu schmücken: der Begriff „virus mibanicus“ stammt nicht von mir und ist uralt. Er wurde früher oft, heute etwas seltener, in der Zeitschrift „MIBA - Miniaturbahnen“ verwendet, einer Modellbahnzeitschrift, die jetzt im 60. Jahrgang erscheint. In den "guten alten Zeiten", als die MIBA noch inhabergeführt war, gab es auch immer mal wieder Cartoons, die das Modellbahnerdasein auf witzige Art "auf die Schippe" nahmen. Tempi passati. Selbst das Hobby ist zu einer ernsten Angelegenheit geworden.



    Bevor ich es wieder vergesse: wie kommt man eigentlich auf die Idee, eine historische Persönlichkeit - hier Richard Burton - in einem Roman, der nicht dessen Leben behandelt, auftreten zu lassen? In Sabine Wassermanns "Das gläserne Tor" trat in einer Szene Theodor Fontane als Nebenfigur auf. Die Protragonistin wohnte in der gleichen Stadt wie er und war eben zufällig zum gleichen Zeitpunkt wie Fontane am gleichen Ort. Das ergab sich einfach so, bei dieser einen Szene blieb es. Aber hier spielt Burton ja eine wesentliche handlungstragende Rolle, ohne daß es eben um ihn geht.



    Das mutmaßen läßt sich nur auf eine Art beantworten: ein Folgeband. :grin



    Zu Dehli: ich hatte mir den Zeitstrahl nicht vergegenwärtigt, die Stichworte „Sepoy-Aufstand“, „Explosion“ und „Dehli“ ergaben sofort und automatisch diese Assoziation.



    Zitat

    Nicole
    Aber sogleich war mir auch klar: er würde gehen, auf jeden Fall, das würde er sich nicht nehmen lassen.


    Stimmt, das sehe ich genauso. Etwas anderes hätte überhaupt nicht zu ihm gepaßt.



    Die „Salzstädte“ habe ich letztes Jahr etwa zur Hälfte gelesen, dann wegen Leserunden unterbrochen, und weil deren zu viele kamen, bis jetzt nicht fertig. Allerdings hat mich das jetzt so daran erinnert, daß ich das Buch jetzt - in Umschmeißung meiner eigentlichen Lesepläne - sofort lesen werde. Ich habe leider die TB-Ausgabe, die sich (wegen zu viel Text auf der Seite) etwas schwer liest. Allerdings habe ich gesehen, daß der zweite Band der Trilogie dieses Jahr als HC erschienen ist, den werde ich mir wohl bald zulegen (und bei der Gelegenheit die „Salzstädte“ auch gegen das HC „austauschen“).



    Vielen Dank Nicole für die Leserundenbegleitung und das Eingehen auf meine etwas verspäteten Anmerkungen. Das hat zum Verständnis des Buches ungemein geholfen. :anbet :wave


    Edit. Vergessenes ergänzt.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

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  • @ SiCollier


    diese Websiten wurden bislang noch nicht in der LR verlinkt. Danke dafür! :wave


    Zitat

    Original von SiCollier
    Um mich jetzt nicht mit fremden Federn zu schmücken: der Begriff „virus mibanicus“ stammt nicht von mir und ist uralt.


    trotzdem ist er klasse! :lache


    Zitat

    Original von SiCollier
    Das mutmaßen läßt sich nur auf eine Art beantworten: ein Folgeband. :grin


    :grin


    Zitat

    Original von SiCollier
    Bevor ich es wieder vergesse: wie kommt man eigentlich auf die Idee, eine historische Persönlichkeit - hier Richard Burton - in einem Roman, der nicht dessen Leben behandelt, auftreten zu lassen?


    oh, das ist eine etwas längere Geschichte :lache


    Ich wollte seit 1993 über Burton schreiben, und mir schwebte all die Zeit ein Roman über ihn alleine vor. IRGENDWANN halt einmal, wie das eben so ist mit Romanideen. :zwinker


    Eigentlich fing alles mit Ralph an. Er tauchte eines Tages vor meinem inneren Auge auf, und Maya, die mir schon lange im Hinterkopf herumgeschwirrt war, gesellte sich sogleich zu ihm. Nur trug Ralph die Uniform der britischen Armee in Indien - was ihm zweifellos gut stand, mich aber eher nervte, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch unter dem "Himmel über Darjeeling" weilte und nicht schon wieder nach Indien wollte.


    Aber das britische Empire war ja groß, und beim Blättern im historischen Atlas stieß ich auf Aden - in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts britisch besetzt, dahinter arabisch, und in der Mitte der Halbinsel noch ein riesiger weißer Fleck auf der Karte. YESSS, genau was für mich! So bekam auch Rashad, den ich immer zusammen mit Maya im Kopf gehabt hatte, seinen Platz.


    Irgendwas fehlte mir aber noch, und es hatte mit Aden zu tun. Etwas, worüber ich erst kurz zuvor gelesen hatte: Burton nämlich, der mehrere Male in Aden gewesen war. Auf fast schon unheimliche Weise passten Burtons Lebenslauf und derjenige Mayas zueinander, wie ineinandergreifende Zahnräder, und endlich hatte ich den richtigen Dreh, um Mayas Geschichte zu erzählen und über Burton zu schreiben. :-)


    Zitat

    Original von SiCollier
    Vielen Dank Nicole für die Leserundenbegleitung und das Eingehen auf meine etwas verspäteten Anmerkungen. Das hat zum Verständnis des Buches ungemein geholfen. :anbet :wave


    Gern geschehen :wave Danke, dass Du mit dabei warst - und danke für Deine tollen Beiträge! :anbet