Kurzgeschichte, online verfügbar
Sprache: Englisch
Erschienen in Chizone, Nr.37 July-September 2008
Über den Autor:
Richard Larson lebt in New York und arbeitet in der Film- und Verlagsindustrie.
Er hat mehrere Kurzgeschichten geschrieben.
Siehe seinen blog: http://rlarson.typepad.com.
Rezension:
Eine geheimniscolle, atmosphärische Geschichte voller Wehmut, die grö0tenteils aus einem Gespräch eines Paarres über ihren Sohn besteht. Dieser Sohn hat anscheinend Kinder ermordet, sein Aufenthalsort ist unbekannt, die Eltern erwarten seine Heimkehr zwischen Hoffnung und Furcht.
Die Atmosphäre der Geschichte ergibt sich aus den Stimmungen und Erinnerungen des Paares und der winterlichen Umgebung, bei der ein starker Wind gegen das einsam gelegene Haus schlägt. Das Paar lebt wahrscheinlich abgelegen in einem Dorf.
Es sind Wehmut und Schuldgefühle bei dem Paar vorhanden, die Frau ist sehr verzweifelt, der Mann hat sich fatalistisch in das Schicksal ergeben. Sie erinnern sich auch an ihren Sohn als er noch ein Kind war du sich Geschichten voller Magie ausdachte. Doch sein leerstehendes Kinderzimmer betreten sie nie.
Der Grund für die Morde liegt in der Andersartigkeit des Täters, für die sich die Eltern verantwortlich fühlen.
Die Geschichte ist für mich nicht vollständig zu entschlüsseln. Es gibt mehrere Interpretationsmöglichkeiten, so ging mir auch ein postmoderner Erklärungsansatz durch den Kopf, doch die Andeutungen sind nicht eindeutg genug.
Ich mag es sogar, wenn Geschichten geheimnisvoll und rätselhaft bleiben. Dazu ist aber wichtig, dass die Atmosphäre überzeugt. Und das kann eine Chance gerade in diesem Genre sein, um etwas Ungewöhnliches und Erinnerungswürdiges zu schreiben und auch ein schmerzhaftes Thema für den Leser erträglich zu machen.