Rezensionsform

  • über den autor will ich eigentlich weniger erfahren, das ist auch ein punkt den ich in meinen rezis immer unter den tisch fallen lasse. es gibt eine kurzbeschreibung meistens klappentext bzw. von amazon und dann meine persönliche meinung zu dem buch.


    edit: der werdegang des autors trägt nicht zur kaufentscheidung bei wenn man mehr über ihn erfahren möchte dann kann man immer noch google bemühen.

  • Zitat

    Original von Faraday
    [Mir ist das auch negativ aufgefallen, dass einige sich leider nicht sehr mühe geben bei einer Rezi, das ist schade. Die erste Seite einer Rezi sollte doch schon mit Sorgfalt gestaltet sein!


    Das möchte ich nun aber doch in aller Form zurückweisen. Und vor allem möchte ich einem sich aus diesen Worten naheliegenden Schluss entgegentreten der da lautet: Nur wer die vorgegebene Form nutzt, gibt sich Mühe.
    Dagegen sprechen so viele wunderbare und informative Rezensionen, die eine eigene Form nutzen und hinter denen wirklich mühe steckt. Jedenfalls mehr Mühe als aus 2 Seiten ein paar Zeilen zu kopieren und dann als eigene Meinung zu schreiben: "Das Buch hat mir gut gefallen ich kann es gern empfehlen." - Ich hab nix gegen solche Buchvorstellungen. Eine Rezension ist das keinesfalls, und in worin mehr Mühe und Arbeit steckt, mag jeder beurteilen, der Toms und Magalis ausführlichen und gut informierten Besprechungen gründlich liest.


    Ich finde es echt doof, dass da nun so ein Fass aufgemacht wird. Ich mag in diesem Forum die Vielfalt der Buchvorstellungen und Rezensionen und hatte mich gefreut, dass sie bisher unkritisiert nebeneinander stehen konnten und jeder so schreiben konnte, wie es ihm möglich war. Die Hinweise, wie die Besprechungen zu gliedern seien empfand ich als sinnvollen Hinweis für alle, die im Verfassen solcher Texte ungeübt sind und als Hilfe dazu, dass nicht nur da steht: "Ein empfehlenswertes Buch."

  • Meine kleinen Beiträge zu den gelesenen Büchern schreibe ich mal so oder so. Ich möchte mich da auch nicht in ein starres Korsett pressen lassen. Manchmal gliedere ich durchaus, manchmal vermische ich auch Inhalt, Meinung und Angaben zum Autor. Starre Richtlinien, die unbedingt eingehalten werden müssen, wären für mich nichts weiter als ein mich nervender Formalismus, in welchem ich zudem einen Sinn nicht zu erkennen vermag.


    Müssen Rezi-Richtlinien denn überhaupt sein? Gerade auch die Vielfalt der Reziarten machen doch das "Bunte" eines Bücherforums auf.


    Meines Erachtens sollte jeder eine Rezi so schreiben wie sie/er es möchte, dabei lediglich im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten auf Sprache und Rechtschreibung achten und immer den Gedanken im Hintergrund haben, dass man anderen Menschen etwas über ein Buch mitteilen möchte. Nur ob man diese Mitteilung gliedert, ob man überhaupt "schulmässig" gliedert oder ob man als "fließend" schreibt - das sollte wirklich jeder und jedem selbst überlassen bleiben.


    Zuviel Reglementierung schadet evtl. auch der Kreativität. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

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  • Zitat

    Original von licht


    Das möchte ich nun aber doch in aller Form zurückweisen. Und vor allem möchte ich einem sich aus diesen Worten naheliegenden Schluss entgegentreten der da lautet: Nur wer die vorgegebene Form nutzt, gibt sich Mühe.


    Ja, aber genau das meine ich doch ?( Wenn es schon eine solche "Vorlage" gibt, warum hält man sich denn nicht daran? Ich dachte, Rezis "müssten" so geschrieben werden, sorry wenn dem nicht der Fall ist, das wusste ich nicht.

  • Zitat

    Original von Tom
    ... höre ich eben damit auf, hier Rezensionen einzustellen.


    Ja, genau so führt man sinnvolle Diskussionen.


    Danke, Tom... :anbet


    EDIT:


    Hier auch nochmal, ich wollte keineswegs ausdrücken, daß nur die diesem Schema entsprechenden Rezensionen gut sind oder nur diese zeigen, daß sich jemand Mühe gegeben hat.
    Ich empfinde es aber als angenehmer zuerst einen kurzen Abriss über den Inhalt zu lesen (wer sich da in seiner Kreativität gebremst fühlt, kann diesen Abriss ja selbst verfassen und nicht von Amazon kopieren....gell Tom?)
    und dann zu entscheiden, ob mich die Rezi überhaupt interessiert oder nicht.


    Es gibt hier sehr gute Rezis, die nicht genau diesem Schema entsprechen und trotzdem alle für mich wichtigen Informationen enthalten, da spricht ja auch nichts gegen, aber Infos wären halt vorallem im ERSTEN Beitrag zu einem Buch sehr schön.
    So daß man eben nicht erst durch den Ganzen Thread scrollen muß, ob sich vielleicht irgendwoanders wer die Mühe gemacht hat.


    Die Infos zum Autor fehlen bei mir auch bei manchen Rezensionen oder sind lediglich durch einen Link zu dessen HP vertreten (oder Wikipedia) abhängig davon, wie viel oder wie wenig man zu diesem Autoren im Netz findet und wie gut ich das Buch fand und wieviel Mühe ich mir beim Suchen gemacht habe...

  • Leute, im Grunde ist diese Debatte völlig sinnlos, denn: wer lesen kann ist klar im Vorteil: In den von BJ genannten Regeln steht wörtlich:


    "Der Klappentext oder eine kurze eigene Zusammenfassung des Buches ist wichtiger Bestandteil einer Buchvorstellung/-rezension. Damit soll dem Leser die Möglichkeit gegeben werden, sich über den Inhalt des Buches zu informieren."
    Wenig später liest man, dass die Angaben zum Autor wünschenswert aber durchaus freiwillig sind.


    Also es gilt einmal mehr: Erst gründlich lesen, dann poltern.

  • Licht
    richtig, dies verstehe ich aber so, daß diese kurze eigene Zusammenfassung, eben von der Rezi abgetrennt ist, so daß man sich, wie ich in meinem Edit schon schrieb, erst einen Überblick verschaffen, kann ob das Buch überhaupt von Interesse ist oder nicht....

  • Ich habe aus dem Rezensionsthread die Beiträge zum Thema "Wie sollte eine Rezension aussehen" ausgeschnitten und in diesen Thread mit eingefügt. Leider sortiert das Board in solchen Fällen die Beiträge nach Datum, darum bitte ich BJ ihren Beitrag in den Eröffnungsbeitrag umzukopieren, damit der ganze Thread hier Sinn macht. :wave

  • 1. Die 'Regeln', die zur Abfassung von Meinungsäußerungen über Bücher hier aufgestellt wurden, habe ich bisher als mögliche Richtlinien und vor allem als Hilfestellung für Eulen gesehen, die nicht recht wissen, wie man etwas zu einem Buch schreibt.
    Viele machen das ja hier zum erstenmal.
    Das ist also eine wichtige Stütze.


    2. Die Meinungsäußerungen zu Büchern sollten vielfältig sein. Unterschiedliche Standpunkte, Einschätzungen und Herangehensweisen an ein Buch zum Ausdruck bringen. Für mich wichtig ist dabei der ganz eigene und ganz persönliche Standpunkt der Leserin und des Lesers.
    Dieser Anteil an der Meinungsäußerung kann für mich eigentlich gar nicht lang genug sein.


    3. Dementsprechend kurz sollten die 'äußeren' Angaben ausfallen. Ich bin versucht zu schreiben: die Äußerlichkeiten.
    Einen Klappentext abzutippen, halte ich nicht für die Aufgabe von Leuten, die sich zu einem Buch äußern wollen, ebensowenig das Abtippen eines Standardlebenslaufs von Autorin oder Autor.
    Da die überwiegende Mehrheit der Buchtitel zu amazon verlinkt wird, sind diese Angaben in meinen Augen doppelt überflüssig.
    Überdies werden hier mit äußerstem und höchst dankenwerten Fleiß von Seiten der ModeratorInnen und ihren HelferInnen die sog. Autorenporträts erstellt. Sie werden viel zu wenig beachtet.


    4. Kommen wir nun zu dem, was gemeinhin 'Rezension' genannt wird. Im Unterschied zur 'Meinungsäußerung'.


    Das ist im Großen und Ganzen das, was Tom in seinem Beitrag beschreibt. Eine Mischung von Inhalt, Bedeutung und eigener Einschätzung des jeweiligen Buchs.
    Es sind 'geschlossene' Texte, die für sich stehen, und, ich erlaube mir, das hier zu bemerken, die für sich schon wieder ein Stück 'Literatur' sein können.
    Sie gehören zudem direkt zu dem betreffenden Buch, eine Art Erweiterung, Zusatz, Ergänzung. Buch und (echte) Rezension sind eins.


    Für mich ist es wichtig, daß es hier alle Formen gibt. Meinungsäußerungen von 'fand ich schön' über standardisierte Stellungnahmen, freiere Meinungsäußerungen, längere Betrachtungen, Kritiken, Hinweise, Rezensionen und Auseinandersetzungen mit Texten. Individualität.


    Das macht für mich die Rezensions-Threads lebendig.



    :wave


    magali

    Ich und meine Öffentlichkeit verstehen uns sehr gut: sie hört nicht, was ich sage und ich sage nicht, was sie hören will.
    K. Kraus

  • Ich empfinde die Rezi von keinkomma oberhalb des editierten Textes als komplett (einschließlich Hinweisen zum Inhalt und Autor; ich muss nicht mehr wissen als dass es sein erster Roman ist, sonst gehe ich googeln) und angenehm zu lesen.


    Selbst richte ich mich meistens nach dem vorgegebenen Schema, weil die Rezi dann einfacher zu schreiben ist. Aber die Eulen, die das nicht tun, liefern hier meinem Eindruck nach mindestens so gute Rezis ab wie diejenigen, die das Schema einhalten.


    Und dass jetzt bloß nicht wieder Eulen meinen, sie trauen sich nicht ans Rezischreiben, weil die Ansprüche so hoch sind! Schlecht geschriebene oder unvollständige Rezis begegnen mir hier nur noch sehr selten; ich finde, das Niveau ist richtig gut geworden.


    Klappentext und Autoreninfo wünsche ich mir hier eigentlich nur, wenn ich sie bei Amazon und/oder Wikipedia nicht finde, sonst finde ich sie eher doppelt gemoppelt. Aber wie gesagt - es ist praktisch, wenn man keine eigene Komplettrezi (wie die genannte von keinkomma) zustandebringt.


    Also - BJ, danke für deine Meinung; ich teile sie nicht. ;-)

    Surround yourself with human beings, my dear James. They are easier to fight for than principles. (Ian Fleming, Casino Royale)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von MaryRead ()

  • Hallo, alle zusammen,
    es ist schon toll, wie sich die Rezensionen im Laufe der letzten Jahre hier verändert haben. Mei-o-mei, wenn ich an meine ersten denke *grusel*.


    Wir haben für alle, die nicht wissen, was in eine Rezension gehören sollte, einen "Leitfaden" erstellt, ob nun aber Inhalt und Renzension wie z.B. bei Tom erstellt werden oder so, wie BJ es am liebsten sieht, ist mir relativ egal, hauptsache alles was wichtig ist, ist nachzulesen. :wave

  • Zitat

    Original von Babyjane
    Es stört mich mittlerweile ziemlich, wenn der ERSTE Beitrag zu einem Buch NUR aus der Rezi besteht, wenn ich nirgendwo eine klar von der Rezi oder der eigenen Meinung abgetrennte Inhaltsangabe oder gar Angaben zum Autor finde.


    Ich habe gerade mal bei Wikipedia geguckt, was dort unter "Rezension" verstanden wird, und siehe da:


    Zitat

    Als knapp erörternde Inhaltsbeschreibung neben kritischer Bewertung von kulturellen oder wissenschaftlichen Schöpfungen wie Büchern, Filmen, Kunstwerken, Konzerten, Bild- und Tonträgern ...

    Quelle
    Will sagen: Inhaltsangabe ist ohnehin Teil der "Rezi". Bei Rezis wie der von kleinkomma fehlt also nix.

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  • @ Mary
    Wie gesagt, mir war es ein bißchen zu wenig Info zur Handlung.
    Aber wir dürfen ja glücklicherweise unterschiedliche Meinungen haben, bloß lasse ich mir ganz bestimmt nicht verbieten, meine auch zu sagen.
    Das hab ich hier getan und anscheinend empfinden ja auch andere, daß es angenehmer ist, wenn eine vorabgehende kurze Zusammenfassung da steht, bzw. das Ding klar gegliedert ist.


    Laut Wolke bleibt das ja jedem selbst überlassen, so lange alle Infos drin sind und Mir fehlten da eben ein paar Dinge....

  • Zitat

    Original von Babyjane
    @ Mary
    Wie gesagt, mir war es ein bißchen zu wenig Info zur Handlung.


    Kommt auch aufs Buch an, ich weiß nicht, ob es hier so ist... aber ich habe mich gestern (bisher vergeblich) an einer Rezi versucht, bei der ich schon im zweiten Satz hätte anfangen müssen zu spoilern, um nicht zu viel zu verraten.


    Manchmal ist das mit der Inhaltsbeschreibung also auch gar nicht so einfach (und der Klappentext ist ja, wie wir wissen, dann auch nicht immer eine Hilfe, weil er entweder zu viel verrät oder eigentlich gar nicht aufs Buch passts).

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  • Zitat

    Babyjane
    daß diese kurze eigene Zusammenfassung, eben von der Rezi abgetrennt ist, so daß man sich, wie ich in meinem Edit schon schrieb, erst einen Überblick verschaffen, kann ob das Buch überhaupt von Interesse ist oder nicht....


    Genau darum geht es. Ich sehe in (fast) alle neuen Rezis hinein. Als erstes auf den Kurzinhalt/Klappentext, damit ich weiß, ob mich das Buch überhaupt interessiert. Dann auf Angaben zum Autor, und erst danach - wenn ich sicher bin, daß mich das Buch reizen könnte, auf die eigene Meinung.


    Rezensionen, in denen diese Angaben nicht getrennt sind, überfliege ich i. d. R. erst mal auf der Suche nach diesen. Finde ich selbige dabei nicht, oder fesselt mich der Text nicht, heißt das schlicht und einfach „Leseabbruch“.


    Ich zähle eher zu denen, welche diese Regelungs- und Gesetzgebungswut allüberall in unserem Land „auf den Geist“ geht. Dennoch, als ich meine erste Rezi schrieb, war ich heilfroh, ein paar Richtlinien dazu vorzufinden. Ich hatte solches nämlich noch nie zuvor getan und hätte ohne diese nicht gewußt, wie ich anfangen soll. :rolleyes (magalis Punkt 1 trifft auf mich also in vollem Umfang zu. Wenn ich da an meine ersten Versuche denke ... oh je. Die würden den von mir weiter unten genannten Zweck bei mir vermutlich nicht erfüllen können. Zum Glück bin ich noch lernfähig.) Inzwischen habe ich mir meine eigenen „Regeln“ gegeben, indem ich mir eine Dokumentvorlage in meiner Textverarbeitung erstellt habe, die ich für jedes Buch, das ich hier vorstellen will, verwende. Zudem erstelle ich mir für Autoren, wenn absehbar ist, daß ich von denen mehrere Bücher vorstellen will, separate „Autorenbiographien“, die ich dann jeweils einkopiere.


    Für mich persönlich ist eine Rezi ein guter Abschluß eines Buches. Es nochmals Revue passieren zu lassen, ggf. Zusatzinformationen herauszusuchen (selbst zu Fantasybüchern lassen sich „historische Anmerkungen“ hinzufügen, wenn historisch belegte Figuren und Begebenheiten auftauchen), sich mit dem Autor kurz befassen. Mir hilft das bisweilen beim „Loslassen“, wenn das Buch, sagen wir, emotional anstrengend war. Und bei der Festigung des Gelesenen im Gedächtnis.


    Letztlich sollte jeder selbst entscheiden dürfen, wie er seine Rezis schreibt. Für mich zählt, daß das Buch so vorgestellt wird, daß ich entscheiden kann: das ist was für mich oder nicht. Insofern bin auch ich über lange eigene Meinungsäußerungen dankbar. Wenn ich zu dieser Entscheidung kommen kann, hat die Rezi ihren Zweck für mich erfüllt.



    * * * * * * * *


    Noch eine Begriffsdefinition, um Mißverständnisse gleich auszuschließen: „Rezi“ und „Rezension“ verwende ich hier als synonyme Begriffe, die schlicht und einfach eine „Buchvorstellung“ als ersten Beitrag eines neuen Threads bezeichnen.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Mmh. Eine "Buchvorstellung" ist keine Rezension. Aber BJ hat diesen Thread hier u.a. mit "Rezensionsform" betitelt. Eine Rezension ist das, was man auch im Feuilleton zu lesen bekommt: Ein Mensch (in diesem Fall: ein Redakteur) schreibt über ein Buch, er schreibt seine Meinung, ein Werturteil dazu. Er erklärt, was in diesem Buch geschieht, mehr oder weniger (abhängig davon, was man über den Inhalt wissen muss, um die Rezension zu verstehen). Zuweilen lässt er sich ein wenig über die Autorenpersönlichkeit aus. Das hängt auch davon ab, wie bekannt der Autor und sein Oeuvre schon sind. Aber es geht in erster Linie darum, ein Buch zu bewerten. Wer sich nach diesem geschmacklichen Urteil für das Buch interessiert, und die Rezension sollte ausreichen, um diese Entscheidung zu treffen, erfährt alles weitere irgendwo. Mehr als Preis, ISBN, Verlag und manchmal ein Coverfoto findet man im Feuilleton ansonsten nicht.


    Die meisten Rezensenten gestalten etwaige Inhaltsangaben so, dass man nicht zu viel über das Buch weiß, wenn man es denn anschließend lesen will. Zuweilen teilen sie sogar weit weniger mit, als das der Verlag tut, der manchmal das Ende verrät, meistens aber totalen Bullshit über das Buch schreibt, weil Klappentexte Werbetexte sind.


    Anders gesagt: Ich habe keine Lust, Abstracts über ein Buch zu verfassen, also den Inhalt in meinen Worten wiederzugeben, jedenfalls über das hinaus, was ich innerhalb einer Rezension sowieso mache. Der Klappentext ist Bestandteil des Amazon-Eintrags, auf den man sowieso automatisch verlinkt. Wer eine Maus bedienen kann und von diesem Buch noch nichts gehört hat (was ja keinesfalls für alle gilt), findet den Text also mit einem einzigen Klick. Und sonst noch? Natürlich könnte man auf Autorenhomepages und Wikipedia-Einträge verlinken, aber das hat Wolke alles schon im ganz wunderbaren Verzeichnis gemacht.


    Ich will hier Meinungen zu einem Buch hören, nicht wiedergekäute Werbetexte, die häufig von Leuten geschrieben wurden, die die Bücher nicht einmal (vollständig) lesen. Diese und alle weiteren Informationen findet ich hier wie andernorts ziemlich schnell, sollte die Rezension (!) mein Interesse für das Buch geweckt haben.

  • Aber ich bin gerade wirklich etwas verwirrt ?( Ich dachte wenn ich hier eine Rezi lesen, dann kann ich alles erwarten, Klappentext, ein paar Sätze zum Autor, zur Autorin... Dann ist das nicht so? Dann soll ich bei meinen Rezis das auch nicht mehr machen? Dann soll ich wenn ich mehr erfahren will, zu Amazon gehen? Finde ich rigendwie schade, dass hier nicht das auch zu einer Buch-Rezi gehört...

  • Mir ist es schön öfter mal passiert, dass ich mir eine Rezi anschauen wollte und im ersten Post war dann nur die Meinung und keine weiteren Infos. Das ärgert mich dann schon, weil gerade bei Büchern die ich nicht kenne und worüber ich mich erkundigen wollte, hätte ich doch schon ganz gerne gewusst worum es überhaupt geht. Erst nach Amazon zu gehen und mir da die Inhaltsangabe durchzulesen ist ja nicht Sinn der Sache, oder?


    Deswegen finde ich es sehr sinnvoll, wenn im ersten Beitrag eine kurze Inhaltsangabe oder/und der Klappentext enthalten wäre. Die restlichen Beiträge, die müssen meiner Meinung nach nicht immer wieder den Inhalt wieder geben, da würde dann die Meinung reichen, denn hundert Mal den selben Buchinhalt lesen ist ja auch nicht Sinn der Sache.

  • Ehrlich gesagt bin ich eher bequem und mag es, wenn hier in der ersten Rezi ganz kurz etwas zum Autor und über den Klappentext, bzw die Handlung geschrieben wird, auch wenn es sich dabei wie Tom sagt, um "wiedergekäute Werbetexte, die häufig von Leuten geschrieben wurden, die die Bücher nicht einmal (vollständig) lesen" handelt - Die lese ich ja auch im Buchladen, wenn ich ein Buch zur Hand nehme und oft helfen sie mir, eine Kaufentscheidung zu treffen...
    Warum also sollte man extra zu amazon gehen, wenn die Möglichkeit besteht, alles hier zu finden? :gruebel