Josef Winkler erhält den Georg-Büchner-Preis 2008

  • Der österreichische Schriftsteller Josef Winkler erhält den Georg-Büchner-Preis 2008. Diese angesehenste deutsche Literaturauszeichnung ist mit 40.000 EUR dotiert.


    Winkler wurde 1953 als das sechste Kind einer katholischen Bauernfamilie in Kärnten geboren. Er orientiert sich in seinem Schreiben an den internationalen Traditionen eines Pier Paolo Pasolini und eines Hanns Henny Jahnn. Gerade Jahnn hat den wichtigsten Einfluss auf sein Schreiben.


    In einem Interview mit der FRANKFURTER RUNDSCHAU sagte Winkler einmal: "Ich bin nicht auf der Suche nach Lösungen. Es wird keine Lösungen und keine Erlösung geben, das würde ja bedeuten, dass ich nicht mehr schreiben kann. Das wäre mein Ende."


    Lesenswert sind seine autobiographischen Bücher
    - Menschenkind (1979)
    - Der Ackermann aus Kärnten (1980)
    - Muttersprache (1982)


    Am bekanntesten dürfte aber wohl sein vielgerühmter Süditalien-Roman "Friedhof der bitteren Orangen" sein.


    Der Georg-Büchner-Preis wird am 1. November in Darmstadt übergeben.


    Nach der Kritik des letzten Jahres an dem Preisträger Martin Mosebach wird die Wahl von Josef Winkler als eine "schöne, überzeugende Wahl" bezeichnet.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.