Titel: Elfriede Jelinek. Ein Portrait
Autoren: Verena Mayer/Roland Koberg
Verlag: Rowohlt
Erschienen: September 2007
Seitenzahl: 320
ISBN-10: 3499620995
ISBN-13: 978-3499620997
Preis: 9.90 EUR
Elfriede Jelinek polarisiert, sie provoziert, sie eckt an – aber sie lässt sich von nichts und niemanden verbiegen. Verena Mayer und Roland Koberg haben ein einfühlsames Portrait dieser außergewöhnlichen Frau geschrieben. Es ist auch eine Beschreibung eines sicher nicht einfachen Lebens. Elfriede Jelinek stand sehr unter dem Bann ihrer dominanten Mutter, so dass sie ohne diese Mutter nachher einfach nicht mehr auskam. Viele Ängste und Zwänge resultieren aus dieser nicht gerade alltäglichen Mutter-Tochter-Beziehung.
Elfriede Jelinek ist mehr als eine Schriftstellerin und auch mehr als eine „normale“ Nobelpreisträgerin. Sie ist auch der lebende Beweis dafür, dass es in Österreich so etwas wie eine eigene Literaturszene gibt. Sollte man gar nicht glauben. Es ist schon erstaunlich, dass gerade dieses Land, dieses Anschauungsmodell für Kleinbürgertum, Spießbürgerlichkeit und kleingeistige Weltanschauungen eine solche Schriftstellerin hervorgebracht hat. Elfriede Jelinek musste sich nicht nur gegen ihre Kritiker behaupten, sondern sie musste auch dem österreichischen Rechtsaußen-Politgemisch aus Waldheim/Haider Paroli bieten. Angefeindet nicht durch die Wiener Kronenzeitung, sondern auch von der österreichischen Öffentlichkeit ließ sie sich nicht irritieren und ging unbeirrt ihren Weg.
Sie lässt sich in keine Schublade packen und ihre Bücher werden immer wieder sehr viel Stoff für kontroverse Diskussionen bieten.