Kurzbeschreibung
Die Schmetterlingswelt ist voller Wunder Trunkenbolde, Taucher und Tarnkünstler gehören ebenso dazu wie Hochstapler. Zu den größten Wundern gehört jedoch die Reise der Monarchfalter: Sie fliegen vom Nordosten der USA bis in das über 4000 Kilometer entfernte Winterquartier in Zentralmexiko. Ingo Arndt hat diese und andere Rekorde in spektakulären Aufnahmen festgehalten.01Claus-Peter Lieckfeld, geboren 1948 und aufgewachsen in der Lüneburger Heide, ist Gründungsmitglied von Horst Sterns Umweltmagazin "natur". Seit 1989 freier Autor, schrieb er für das "SZ-Magazin", "GEO", "Merian", "Die Zeit" und "Die Woche". Außerdem arbeitete er an mehreren Kabarett-Programmen mit, unter anderem für "Scheibenwischer" und für die "Münchner Lachund Schießgesellschaft".01Ingo Arndt, Jahrgang 1968, ist einer der renommiertesten und erfolgreichsten deutschen Naturfotografen. Seine Reportagereisen führten ihn in alle Welt, er veröffentlicht regelmäßig in GEO und anderen Magazinen.
In der Hauptsache wird in diesem Bildband das Leben und die Reise des Monarchfalters erzählt und mit faszinierenden Bildern erklärt.
Der Monarchfalter ist der Wandervogel unter den Schmetterlingen. Zwischen Sommer- und Winterquartier liegen gut 4000 Kilometer, die sie mindestens täglichen 70 Kilometern (bei Rückenwind schneller ) überwinden.
Für Vögel sind sie kein schmackhafter und lohnenswerter Leckerbissen, denn sie nehmen schon in frühestem Stadium Giftstoffe mit der Nahrung auf.
Ihr Zug führt sie von Milwaukee nach Morefia in Mexico und wieder zurück. Durch blühende Landschaften, wo sie ihre "Trunksucht" am Nektar stillen, durch trockenheiße Halbwüsten, in denen sie scheinbar ziellos dahin schaukeln, bis ins Mexikanische Hochland, wo sie wie Trauben in Wäldern an Bäumen und Ästen sitzen.
Die Autoren haben wunderbare Bilder zu ihren Reiseberichten hinzu gefügt. Zum Teil sogar aus der Luft mittels einem Leichtflugzeug fotografiert.
Aber auch andere Falter werden hier ins Kamera-Visier genommen.
Schon mal den kleinsten Falter, ein Zwergminierfalter aus Kroation mit einer Flügelspanne von kaum 3 Millimeter aus der Nähe betrachtet? Oder das Wiener Nachtpfauenauge mit gigantischen 15 cm Flügelspannweite?
Oder die Flügel eines bunten Schmetterlings so nahe betrachet, dass man schon fast den Eindruck bekommt man sähe gerade auf eine bunte indianische Stickerei?
Einen Zitronenfalter in Schnee und Eis, der sogar bei 20 Grad Minus überwintern kann?
Oder von sprechenden Schmetterlingen gehört, die mit einem klickenden Fliebesgeflüster ihre Weibchen anlocken, aber die Ohren nicht an den Fühlern, sondern den Flügeln zu sitzen haben?
Bizarre Formen und Farben der Raupen, seltsame Gebilder verpuppter Larven. Den Trunkenbolden, den Tarnkünstlern, den Hochstaplern, den Wanderextremisten ..... dieser geflügelten Schönheiten?
Man kann glatt ins Schwärmen kommen und nicht aufhören.
Meiner Meinung ein Muss für Interessierte der Leichtflügler.