Danke für den Tipp, Mr. Potter. Das perfekte Geschenk zur heiligen Kommunion .

Wo bitte geht's zu Gott? Fragte das kleine Ferkel.
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interessanter artikel, weil er auch den autoren des buches beleuchtet: gottlose tiere aus der zeit.
ich werde es mir wohl nicht kaufen. auch nicht für mein kind.
bo
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Zitat
Original von arter
Danke für den Tipp, Mr. Potter. Das perfekte Geschenk zur heiligen Kommunion.
tztztztztztztztz......
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Prinzipiell finde ich dieses Buch ja sehr erfrischend und wunderbar politisch unkorrekt.
Leider ist aber die Umsetzung nur sehr bedingt gelungen. Mal abgesehen von meiner ganz persönlichen Abneigung gegen knuffelige Schweinchen und Igelchen finde ich diese Holzhammer-Pädagogik-Bilderbücher unerträglich; egal ob nun Klein-Lena den Schnuller der Schnullerfee geben soll, das Kackmonster dem renitenten Johannes beibringen soll, endlich mal aufs Töpfchen zu machen, oder eben das Schweinchen, und damit die Kinder, lernen sollen, dass Religion doof ist.
Mal ganz davon abgesehen, dass Kinder durchaus in der Lage sind, auch subtilere Botschaften und sogar Ironie zu verstehen, sind Kinderbücher, wenn sie denn unbedingt einen Zweck erfüllen müssen, nicht dazu da, Meinungen zu vermitteln, sondern Kindern Hilfen geben, eine eigene zu Meinung zu entwickeln.
Deshalb werde ich meinen (ungetauften) Kindern weder dieses Buch, noch eine Kinderbibel vorlesen. -
Hallo, SiCollier.
ZitatDa ich nicht an Stammtische gehe und somit keine Erfahrung mit diesen habe, könnte das Buch sogar unter diesem vielbeschworenen Niveau sein.
Etwas anderes als diese Behauptung enthält Deine Rezension nicht. Könntest Du den Versuch wagen, das wenigstens ansatzweise faktisch zu begründen? Und nicht vergessen: Wir reden über ein Kinderbuch.
ZitatWer Kinder zu Fanatikern und Demagogen erziehen will, mag ihnen dieses Buch schon ab 6 Jahren zu lesen geben.
Fanatiker? Wow.
Wenn man bei Amazon Kinderbücher zum Thema "Religion" sucht, zeigt der Warenbestand über 2.000 Treffer an. Durch die originelle Auswahl mag jeder selbst stöbern. Diejenigen Bücher, die religionskritischer Natur sind, stellen eine so kleine Minderheit dar, daß es eigentlich keine Auswahl gibt. Es wäre ein interessantes Experiment, all die bibeltreuen Titel zu lesen und auf ihre Stammtischniveaunähe zu untersuchen.
Ich verstehe natürlich, warum dieses Buch auf so großen Widerwillen gerade bei gläubigen Eltern stößt. Es ist davon abgesehen m.E. tatsächlich leichter, ein Kind "im Glauben" zu erziehen als ohne das Hilfskonstrukt der mythischen Welterklärung. Gott ist ein weitaus simpleres Konzept als Evolution, und leichter zu vermitteln, davon abgesehen ist ein allmächtiges und omnipräsentes Überwesen gut geeignet, Kinder zu disziplinieren. Ihr habt also mein Verständnis.
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Zitat
Original von Joan
tztztztztztztztz......
Ja vielleicht sollte ich mir diese Gemeinheit wirklich gönnen. Ich bin dereinst mit der Vorstellung aus der heidnischen ostelbischen Provinz in das überwiegend katholische Rheinland gekommen: "Die Kirche lässt mich in Ruhe, und ich lass sie es auch". Das hat leider nicht funktioniert. Inzwischen haben Weib und Kind auf gut gemeinten Rat Gott für sich entdeckt und ich begleite sie momentan zuweilen zum katholischen Gottesdienst, wohin die armen Kommunionskinder samt Eltern zwangsverpflichtet werden, wo man mich aber komisch anguckt, weil ich kein Kreuz schlage und mich auch nicht hinknie. Um des lieben Friedens Willen lass ich das gleichmütig über mich erehen.
Naja, vielleicht wäre das eine kleine Revanche. Aber ganz ehrlich, das Buch ist wirklich überflüssig. Die Kirche diskreditiert sich tagtäglich selbst. Da bedarf es keiner eifernden Antimission wie dieser. Viele der Kommunionskinder werden nach dem großen Ereignis nie wieder einen Gottesdienst besuchen. Mich erinnert diese groß angelegte Heuchelei nur an frühere Zeiten auf der anderen Seite des eisernen Vorhangs.
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@ Tom
Ich lese aber in diesem Thread, dass gerade auch Eulen, die sich selbst als nicht gläubig bezeichnen, das Buch als schwach beurteilen. Ist die geringe Zahl der religionskritischen Kinderbücher denn eine Erklärung oder Entschuldigung für fehlende Qualität? Ich habe das Buch selbst noch nicht gelesen, aber nach all dem, was ich aufgrund der Besprechungen hier und der verlinkten Artikel erkenne, wäre eine Indizierung des Buches zuviel Ehre ...
@ arter
etwas off topic: Heuchler sind meiner Meinung nach diejenigen Eltern oder Großeltern, die sich dem bösen Kommunionunterricht und seinen Beigaben (wie Gottesdienstverpflichtungen) unterwerfen, nur damit ein Fest gefeiert werden kann, zu dem inhaltlich ja überhaupt kein Bezug besteht. Warum feiern sie nicht irgendein Fest und lassen den kirchlichen Rahmen weg?
Ich sage immer bereits beim ersten Elternabend, dass die Erstkommunion eine absolut freiwillige Sache ist, dass aber diejenigen, die sich dafür entscheiden, dann auch den Weg gemeinsam mitgehen ...
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Churchill, das war für mich die größte Überraschung, dass das Prinzip des freiwilligen Zwangs auch im freien Westen prima funktioniert.
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Hallo, Churchill.
Natürlich ist das in einem gewissen Sinn ein "schwaches" Buch, weil es - das hat SiCollier ganz richtig festgestellt - einen als überaus komplex erscheinenden Sachverhalt auf eine simple und durchaus oberflächliche (nichtsdestotrotz m.E. richtige) Betrachtung reduziert. Das Ferkelbuch ist kein Dawkins, Onfray oder Hitchens für Kinder, es widmet sich nur einem Teilaspekt, nämlich der intensiven Ritualisierung und Hierarchisierung des Glaubens, und stellt die Frage nach der Existenz Gottes tatsächlich nicht, weshalb es sie natürlich auch nicht beantworten kann. Und auch nicht will. In dieser Hinsicht hat es, umgekehrt betrachtet, viel mit der Mythenvermittlung gemein, die in religiöser Kinderliteratur vorgenommen wird (hier Vergleiche vorzunehmen wäre wirklich überaus interessant). Einfache Geschichtchen, mehr oder weniger locker an die Bibel angelehnt, sollen exemplarisch erklären, wie groß und mächtig und gütig und allwissend Gott ist. Auch diese Geschichten erklären nichts und gehen nicht in irgendeine Tiefe, was durchaus im Sinne der Zielgruppe ist, weil sie mit Ontologie, Gottesbeweisen, Kirchengeschichte und all dem auch gnadenlos überfordert würde. Solche Bücher haben einen einfachen Zweck, nämlich eine Weltsicht anhand simpler Beispiele in den Köpfen zu manifestieren; das Nachdenken kommt dann bestenfalls Jahre später. Diesen Weg allerdings geht das Ferkelbuch nicht. Nachdenken darüber, was all das (und das betrifft in erster Linie die Instanz Kirche) soll, steht bei diesem Büchlein tatsächlich im Vordergrund. Wie gesagt, wir reden über ein Kinderbuch. (Edit: Und wie bei jedem Kinderbuch sind die Eltern zur Herstellung des Kontextes nachgerade verpflichtet!)
Und das tun wir nur, weil es Schlagzeilen macht, fraglos. Warum aber macht dieses Buch Schlagzeilen? Weil die Diözese Stuttgart-Rottenburg einen Indizierungsantrag gestellt hat. Und das Bundesfamilienministierium ebenfalls über ein Verbot nachdenkt, unsere gute, kinderreiche und sehr gläubige Frau von der Leyen, ihres Zeichens u.a. Schirmherrin des "Christival"-Festivals. Das ist viel diskutierenswerter als der gerade mal sechs A4-Seiten umfassende Text des Ferkelbuchs. Warum tun sie das, die Herren aus Stuttgart und die Leute im Ministerium? Wovor haben sie Angst? Was sind die Gründe, die echten und nicht nur die vorgeschobenen - wie dieser haarsträubende Antisemitismus-Vorwurf?
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Hallo arter
nun habe ich eine etwas persönliche Frage an Dich, die Du mir aber auf gar keinen Fall beantworten sollst, wenn Du nicht magst.
Um welchen lieben Frieden willen machst Du das denn mit? Deiner Frau zuliebe? Oder Deinem Kind zuliebe, weil Du befürchtest, dass es eventl. ausgegrenzt werden könnte, wenn es bei dieser Erstkommunion nicht mit dabei ist?
Was meint denn Dein Kind dazu, wenn Du es frägst, ob es dabei sein möchte oder nicht?
Sorry....heute scheint mein "Tag der Fragereien" zu sein
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Hallo Joan,
ich fürchte wir sind jetzt extrem Off topic. Deshalb mache ich mal gleich mit dem Thema und den Antworten einen Fred in der Plauderecke auf
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Zitat
Original von arter
Hallo Joan,ich fürchte wir sind jetzt extrem Off topic. Deshalb mache ich mal gleich mit dem Thema und den Antworten einen Fred in der Plauderecke auf
Meinst Du wirklich, sowas gehöre in die Plauderecke? Ich würde solche Themen eigentlich eher in der Ecke "Weltgeschehen.....Religion etc. pp" platzieren....
Oder?....was meinst Du?
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Ich fürchte, das gehört in die Rappelkiste...
Buch gelesen...
Selten so etwas Schwaches gelesen. Klar kann man Pappkameraden aufbauen und abschießen. Sie fallen auch um. Wen man damit wirklich trifft, ist eine zweite Frage. Eine Dritte, was man damit erreichen will - Aufklärung geschieht in keiner Weise, denn es wird grob verzeichnet, was dargestellt werden soll.
Statt dessen wird eine einfache Botschaft transportiert: Wer an Gott glaubt, der ist bescheuert.
Ob das humanistisch - also menschlich - ist, lasse ich offen.Ernst zu nehmen ist das nicht. Man braucht so etwas nicht verbieten - in der Tat, zuviel Ehre. Antisemitismus steckt da wahrlich auch nicht drin, dafür jede Menge Dummheit.
Ich empfinde es als Armutszeugnis sogenannter Humanisten, wenn man - statt eigene kluge Gedanken zu äußeren - lediglich darauf aus ist, andere Meinungen und Positionen schlecht machen. -
Zitat
Original von licht
@ Tom: den ton in dem Du über Deine Mitmenschen anderer Meinung redest finde ich beschämend und eines intelligenten Menschen unwürdig!ZitatOriginal von licht
Ich fürchte, das gehört in die Rappelkiste... -
Zitat
Tom
Könntest Du den Versuch wagen, das wenigstens ansatzweise faktisch zu begründen?
Ich hatte gerade begonnen, darüber nachzudenken, als ich das las:ZitatTom
einen als überaus komplex erscheinenden Sachverhalt auf eine simple und durchaus oberflächliche (nichtsdestotrotz m.E. richtige) Betrachtung reduziert.
Nein, ich werde es nicht versuchen. Eine Diskussion ist absolut sinnlos (das haben etliche Freds im Laufe der letzten zwölf Monate bewiesen), wenn eine Seite von vorneherein nicht bereit ist, die andere ernst zu nehmen. Unter solchen Voraussetzungen ist mir - offen gesagt - meine Zeit zu schade.Thema Fanatiker: *Bemerkung von mir selbst zensiert. Hat doch keinen Sinn.*
Ich habe diesem Buchtext schon mehr Zeit und Gedanken gewidmet, als er verdient hat. Das reicht jetzt. Jetzt kümmere ich mich wieder um gute Bücher. Drum - was mich betrifft - hier ist es genug.
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Zitat
Original von DraperDoyle
Mal abgesehen von meiner ganz persönlichen Abneigung gegen knuffelige Schweinchen und IgelchenBingoooooo.....
Edit....die Igelchen vergessen!
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Meine Meinung zum Buch:
Als Kinderbuch furchtbar ungeeignet, meiner Meinung nach.
Ich persönlich würde meinem Kind eher konstruktive Botschaften mit auf den Weg geben, als ein Buch, in dem alles schlecht gemacht wird, aber letztlich doch keine wirkliche Alternative geboten wird.
Wenn man einem Kind was gutes tun will und es unbeeinflusst einen Weg im Religionswirrwarr finden will, warum nicht versuchen alle Religionen versuchen ein bißchen objektiver darzustellen, ohne das negative hier zuforderst zu kehren und auch einen atheistischen Gegenentwurf... und dann das Kind im Erwachsenwerden selbst für einen Weg entscheiden lassen.Die Stammtischmanier in der hier mit verniedlichenden Darstellungen über die drei größten Religionen hergezogen wird, finde ich für Kinder absolut unangemessen und pädagogisch höchst fragwürdig.
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@ churchill:
ZitatIch sage immer bereits beim ersten Elternabend, dass die Erstkommunion eine absolut freiwillige Sache ist, dass aber diejenigen, die sich dafür entscheiden, dann auch den Weg gemeinsam mitgehen ...
Ich dachte, dass Dein Dienstherr die evangelisch-lutherische Kirche wäre :gruebel. Inwieweit kommst Du dann mit der Erstkommunion in Berührung?
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@ löwin: das ist mein dienstgeber
... aber ich handhabe es mit der Konfirmation adäquat.
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@ licht: Bei Dir war mir das klar, aber ich habe ein Eulentreffengespräch mit churchill im Kopf, wonach er (churchill) ev./luth. wäre. Ich muss mich wohl irren :gruebel.