"Mordsverkehr" von Wolfgang Burger

  • Kurzbeschreibung von amazon.de:
    Ein Krimi um den fanatischen Autohasser, eine im Dunkeln tappende Sonderkommission, alles herunterspielende Stadtpolitiker und eine Schlagzeilen jagende Presse. Anfangs sieht alles mehr nach grobem Unfug aus als nach einem Verbrechen. Die ungeliebten Radarfallen an der Stadtautobahn wurden ja schon häufiger demoliert - aber noch nie durch einen Bombenanschlag. Als dann aber ein Bekennerschreiben auftaucht und der nächste Anschlag einen verheerenden Unfall mit mehreren Todesopfern verursacht, wird es ernst für Kriminaloberkommissar Petzold und seine Kollegen. Es beginnt eine nervenzerfetzende Jagd, bei der die Polizei zwischen alle Fronten gerät. Aber zum Glück gibt's ja noch Schilling. Der tut in seiner Freizeit seltsame Dinge. Und der hat gar kein Auto ... Aber Kommissar Petzold hat eins, sogar einen Porsche - und ohne den wäre ihm der Attentäter entwischt. Aber was ist der Preis? Ein mitreißender Krimi, an den Sie noch oft zurückdenken werden, wenn Sie den Zündschlüssel drehen!


    Meine Meinung:
    Das war Wolfgang Burgers erstes Buch. Und es ist einfach Klasse. Seine Polizistentruppe um Kommissar Petzold gibt sich wie im wirklichen Leben, die Story ist gut aufgebaut - vor allem glaubhaft und logisch.
    Wirklich empfehlenswert.
    Mittlerweile habe ich auch die Folgeromane um Kommissar Petzold gelesen und bin von jedem begeistert.
    www.wolfgang-burger.com

  • Zitat

    Original von Caren
    Von dem Autor habe ich bereits 2 Bücher gelesen, und beide haben mir gut gefallen.


    In einer Neuauflage ist in diesem Jahr im Emons-Verlag "Flächenbrand" herausgegeben worden.


    LG
    Caren


    Wobei man sagen muss, dass "Flächenbrand" in seiner Erstauflage "Projekt Dark Eye" hieß. Es war das dritte Buch um Kommissar Petzold.

  • Da ich Wolfgang Burgers Gerlach-Reihe mit Vergnügen gelesen hatte, wollte ich sehen, ob seine früheren Werke auch schon so gut waren.


    Um es gleich vorwegzunehmen: sie sind es nicht. Zumindest Mordsverkehr erfüllte meine Erwartungen nur zu einem kleinen Teil.
    Schon das Format und die Schriftart des Taschenbuchs sind gewöhnungsbedürftig. Auch dass die Zeilen bis fast an den Rand der Seiten reichen, stört mich.


    Der Schreibstil ist auch noch lange nicht so ausgefeilt wie in späteren Werken, die Dialoge sind austauschbar und die Charaktere wenig beeindruckend. Die Geschichte ist gut aufgebaut, spannend erzählt, aber schwächelt sehr am Schluss. Nach langem Hin und Her und Rätselraten wird abrupt eine nicht ganz schlüssige Auflösung präsentiert, die mich ein wenig unzufrieden zurückgelassen hat. Da frage ich mich: Und das wars?


    Schön fand ich allerdings, dass auch Alexander Gerlach eine - wenn auch kleine - Rolle spielt. Kurz wird auf seine persönliche Situation eingegangen, und er ist auch in die Ermittlungen eingebunden. Ich mag solche Querbezüge.

    Kinder lieben zunächst ihre Eltern blind, später fangen sie an, diese zu beurteilen, manchmal verzeihen sie ihnen sogar. Oscar Wilde