Henryk Bereska - Kolberger Hefte

  • Titel: Kolberger Hefte
    Autor: Henryk Bereska
    Verlag: Büchergilde Gutenberg
    Erschienen: September 2007
    Seitenzahl: 260
    ISBN-10: 3940111392
    ISBN-13: 978-3940111395
    Preis: 19.90 EUR


    Henryk Bereskas „Kolberger Hefte“ ist in der Reihe „Die verschwiegende Bibliothek“ der Büchergilde Gutenberg im September 2007 erschienen.


    Wer ist nun dieser Henryk Bereska? Geboren wurde er am 17. Mai 1926 bei Kattowitz, gestorben ist er am 11. September 2005 in Berlin. Nach dem 2. Weltkrieg lebte er in der DDR. Aufgewachsen ist er in einer zweisprachigen Familie in Oberschlesien. An der Humboldt-Universität studierte der Germanistik und Slawistik und war dann bis 1955 Redakteur des Aufbau-Verlags.
    Bereska wird als der wichtigste Übersetzer polnischer Literatur neben Karl Dedecius bezeichnet.
    2000 erhielt er den Hans-Sahl-Preis,
    2001 den Samuel-Bogumil-Linde-Preis
    2005 den Transatlantyk-Preis des polnischen Buchinstituts.


    Die „Kolberger Hefte“ sind Teile seiner Tagebücher aus den Jahren 1967 bis 1990. Bereska hat diese Tagebücher offensichtlich nicht im Geiste einer späteren Veröffentlichung geschrieben. Alltägliches ist dort genauso vertreten wie Ausflüge in die „große“ Politik, und man ist schon ein klein wenig verwundert, dass die literarischen Gedanken keine Tagebuch-Spitzenposition einnehmen. Der DDR steht Bereska zwar kritisch aber nicht ablehnen gegenüber. Er sieht die Schwächen dieses „Arbeiter- und Bauernstaates“, stellt die DDR grundsätzlich aber nicht in Frage.


    Henryk Bereska hat wirklich etwas zu sagen. Er ist beileibe kein Schwätzer, vielmehr ist die Tiefe seiner Gedanken beeindruckend. Und gerade auch sein Tagebuch ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Entwicklung. Immer wieder ist er bereit seine Meinungen auf den Prüfstand zu stellen und sie ggf. auch zu ändern.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.