Ich habe "Der Medicus" veschlungen! Man erfährt sehr viel über die Zeit damals, die Geschichte liest sich flüssig und ist spannend. Ich hoffe, ich komme bald dazu "Der Schamane" und "Die Erben des Medicus" zu lesen.
"Der Medicus" von Noah Gordon
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Der Schamane hat mir auch sehr gut gefallen, zumal es viel um Indianer geht und ich früher ein begeisterter Indianergeschichtenfan war. Die Erben des Medicus habe ich nicht gelesen, da es immer das gleiche sein soll.
Dafür steht der Medicus von Saragossa bei mir im Schrank.Gruß Spreequell70
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Habs auch vor ewigen Zeiten gelesen bzw.verschlungen und gehört zu meinen Lieblingsbücher.
Könnte ich eigendlich wiedermal lesen -
"Der Medicus" ist eines der wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe...und daraufhin verschenkt habe.
So was Schlechtes habe ich selten gelesen.
Wie die Geschmäcker doch verschieden sind! -
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Ich habe das Buch auch mal einer Freundin empfohlen und dann sogar verliehen. Sie war entsetzt, wie ich so etwas Schreckliches lesen kann. Sie spielte dabei auf die Geschichte an, bevor er auf den Bader trifft. Sie fand die Familientragödie total schockierend. Tja, das wiederum ist der Teil, den ich vergessen habe. Wahrscheinlich war das Judentum viel interessanter für mich.
Vielleicht wäre ich jetzt auch über den Anfang des Buches schockiert, da es wohl um Kindesmißhandlung ging (wie gesagt, ich weiß es nicht mehr), denn damals hatte ich noch keine Kinder und man wird mit eigenen Kindern viel empfindsamer für das Thema.Gruß Spreequell70
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Meine Meinung
Jahrelang habe ich mich geweigert „Der Medicus“ zu lesen, eigentlich ohne ersichtlichen Grund. Im Rahmen einer Leserunde habe ich mich erweichen lassen und den Roman endlich gelesen. Nur leider konnte er mich nicht vollkommen überzeugen.
„Der Medicus“ lässt sich gut und zügig lesen, allerdings gefiel mir nicht, dass der Autor den Gefühlen der Figuren kaum Beachtung schenkt. Einige Szenen sind viel zu kurz, andere zu lang, so dass es stellenweise langatmig wurde. Leider ist auch nicht alles in sich schlüssig und logisch, so dass man hin und wieder ins Grübeln kommt, ob der Autor eigentlich selbst weiß, was er dem Leser nun verkaufen möchte. Gerade im medizinischen Bereich widerspricht sich Noah Gordon häufig. Die Handlung selbst ist äußerst interessant, wenn auch nicht immer allzu spannend aufgebaut. Noah Gordon versucht sehr viele Facetten des Lebens im 11. Jahrhundert einzufangen. So lernt der Leser den Beruf des Baders und des Medicus‘ kennen, erfährt viel über die Reise von England nach Persien und auch der Kultur und Religion der Moslems und Juden wird viel Zeit geschenkt, was mir besonders gut gefallen hat. Nur fehlt bei sämtlichen Ereignissen die nötige Spannung. Sobald Rob z.B. in Schwierigkeiten gerät, ist er keine fünf Seiten später „gerettet“. Vieles ist vorhersehbar oder nicht schlüssig.
Die Figuren haben mir alle sehr gut gefallen. Sie sind äußerst lebendig und farbenfroh, mit viel Liebe zum Detail erschaffen. Noah Gordon bemüht sich sehr, auf Schwarz-Weiß-Malerei zu verzichten und meistens gelingt ihm das auch. Viele der Nebenfiguren haben sich in mein Herz geschlichen und sind zu guten Freunden geworden, allerdings zählte Rob nicht dazu. Nur leider können weder die Figuren noch die Handlung Gefühle transportieren. Ich habe sehr nah am Wasser gebaut und trotz wirklich tragischer Entwicklungen und Todesopfer blieben meine Augen während des gesamten Romans trocken. Ich muss sagen, das ist neben der Spannungslosigkeit mein größter Kritikpunkt.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Hier passte für mich einfach alles und es rundet das Buch perfekt ab. Ein Höhepunkt in dem doch manchmal auf recht wackeligen Beinen stehenden Roman.
Eine Karte von Robs Reiseweg hätte nicht geschadet, aber das Glossar war zumindest sehr ausführlich und hilfreich. Die Fortsetzung werde ich sicherlich nicht lesen. Es gibt zu viele gute Bücher, die gelesen werden wollen. Vielleicht hätte mich „Der Medicus“ vor 10 Jahren mehr begeistern können, als ich noch nicht so viele sehr gute historische Romane gelesen habe. Heute geht er in der Masse einfach unter und zählt für mich eher zu den durchschnittlichen historischen Romanen…Bewertung
6 von 10 Punkten
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der medicus ist eins meiner lieblingsbücher. ich glaub inzwischen hab ichs schon 3 oder 4x gelesen und irgendwann bestimmt wieder. ich weiß noch, als ichs vor 3 jahren das erste mal zuende gelesen hatte, war ich so traurig das es zu ende ist und die geschichte so umwerfend war. hatte kein buch seitdem mehr, was solche gefühle bei mir geweckt hat. liegt vielleicht auch dadran, das der medicus mir die augen fürs lesen geöffnet hat und ich seitdem eine leseratte bin
kann das buch nur empfehlen, "der schamane" war auch ganz ok, und die erben des medicus hab ich noch nie gelesen (soll ja nicht so toll sein?!)
leider finde ich, das es in der historischen büchersparte nur zwei gute bücher gibt: der medicus und die päpstin, der rest ist meiner meinung nach, immer das gleiche und ich entdecke immer wieder parallelen zu den eben genannten büchern
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Zitat
Original von Köhli
leider finde ich, das es in der historischen büchersparte nur zwei gute bücher gibt: der medicus und die päpstin, der rest ist meiner meinung nach, immer das gleiche und ich entdecke immer wieder parallelen zu den eben genannten büchern
Du liebe Güte! Was habt denn ihr für Buchhandlungen in Jena!Spaß beiseite:
Ich gebe ja zu dass es derzeit ein massives Übergewicht an rein unterhaltend erzählten Frauengeschichten im historischen Genre gibt und diese Bücher mit ihren einander gleichenden Covern stapelweise in den Buchhandlungen liegen. Das sieht dann so aus, als gäbe es gar nichts anderes und als sei das alles dasselbe.Allerdings trügt der Schein! Es gibt eine ganze Reihe historischer Romane, die nicht nur unterhaltsame Schmöker sind, sondern tatsächlich historische Hintergründe behandeln, stilistisch und erzählerische hochwertig sind und richtige Themen behandeln. Ganz so schmalspurig, wie es auf den ersten Blick in die Läden und das Angebot der online-Buchhändler erscheint, ist das Genre nicht.
Oder glaubst du, dass z.B. Umberto Eco, Lion Feuchtwanger, Daniel Kehlmann, Maarten 't Hart, Marcus Orths, um nur ein paar zu nennen, auch immer nur reproduzieren?
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genau diese ganzen frauenromane stören mich so, ich hab mal echt gerne historisches gelesen aber wenn ich schon in die buchandlung (jaha, wir haben welche in jena ) komme und mich titel wie "die erbsenzählerin, oder die blumenverkäuferin" oder was weiß ich für dumme titel anlachen, kann ich wirklich nur kopfschüttelnd weitergehen. sicherlich gibts einige die das gerne lesen, aber für mich ist es immer das gleiche. dadurch hab ich auch mein interesse an dem historischen genre verloren, und ich bezweifel ja auch nicht, dass es noch viele gute bücher gibt, aber im moment fehlt mir der mut, an die sachen ranzugehen
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Das kann ich verstehen, und es geht mir ebenso.
Andererseits werden Buchtitel in den seltensten Fällen vom Autor gemacht; die Aufmachung eines Buches bestimmt üblicherweise der Verlag. Und wenn dort die Überzeugung vorherrscht, dass Decolletés auf dem Cover und Zuckerschmalz im Klappen- oder Rückseitentext den Absatz erhöhen, dann ziehen die das gelegentlich sogar bei Büchern durch, die eigentlich gar keine Frauengeschichten beschreiben.
Andererseits ist auch nicht jede Frauengeschichte anachronistischer, trivialer Zuckerschmalz.
Aber ich verstehe durchaus, dass die ewig gleich gestalteten Cover einem die Lust nehmen, Zeit und Müher darauf zu verwenden, die Perlen aus dem Haufen Styroporkugeln herauszuwühlen.
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das hast du aber schön gesagt
vielleicht begeb ich mich irgendwann nochma auf die suche nach so einer perle, aber im moment mach ich doch lieber einen großen bogen um das historische
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Schade, ich könnte mir vorstellen, dass wir Freunde werden.
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@ Köhli
Ich habe auch erst durch die Eulen den historischen Roman (wieder)entdeckt, weil ich es faszinierend fand, ein Buch in einer Leserunde mit dem Autor (also direktem Feedback von dem, ders geschrieben hat) zu lesen. Und das waren ein paar historische Romane - so kam ich nach über 20 Jahren wieder dazu. Wenn Du Dich hier im Forum umsiehst, kannst Du eine Menge Perlen finden, z. B. auch im Leserundenplan für Herbst!@ Iris
Vielleicht werden wir ja noch "Freunde" - gewisse historische Romane einer gewissen Autorin aus Marburg stehen auf meiner Liste sehr weit oben (das muß ich nur noch mit den vielen Leserunden in Einklang bringen) und Eisenach ist auch nicht sehr weit von hier! -
Zitat
Original von SiCollier
Vielleicht werden wir ja noch "Freunde" - gewisse historische Romane einer gewissen Autorin aus Marburg stehen auf meiner Liste sehr weit oben
Dann bin ich ja mal gespannt.Zitatund Eisenach ist auch nicht sehr weit von hier!
Das wird sicherlich eine schöne Lesung (14. 10., 15:00 Uhr, Predigerkirche Eisenach). Ich muss mal sehen, ob ich danach noch Zeit habe, weil ich anderntags während des verkaufsoffenen Sonntags in Marburg eine Signierstunde bestreite.Klingt nach Eschwege ...
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Zitat
Iris
Klingt nach Eschwege ...
Nicht ganz, ein kleineres Dorf, ca. 10 km südlich von Bad Hersfeld, mit der Fulda hinter dem Haus, und Blick auf das Amazon-Logistikzentrum (wenn man die Bäume, die in der Landschaft so rumstehen, fällen würde :grin)! -
Zitat
Original von SiCollier
Nicht ganz, ein kleineres Dorf, ca. 10 km südlich von Bad Hersfeld, mit der Fulda hinter dem Haus, und Blick auf das Amazon-Logistikzentrum (wenn man die Bäume, die in der Landschaft so rumstehen, fällen würde :grin)!
... und über alles spannt sich eine riesige ICE-Brücke, außerdem ist die Autobahn nicht weit ... Ich kenne die Gegend. Das ist gar nicht so weit von hier. -
Buch steht bei mir auch noch ungelesen im Regal. Mal schauen wie der ist
Mal schauen wann ich es mal schaff ihn zu lesen... Wird aber wohl noch ne weile dauern -
Ich habe den Medicus vor längerer Zeit gelesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Recherche zu diesem Buch recht oberflächlich verlaufen sein soll, aber das hat mich nicht davon abgehalten es zu lesen. Ist mir auch nirgends im Text bewusst geworden.
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Ich fand dieses Buch sehr interessant, ebenso mein Mann so das wir auch alle Nachfolger verschlungen haben, welche aber nicht unbedingt an den Medicus heranreichen. (Unser Empfinden)