Klappentext
Die Stadt leidet unter einer Hitzewelle, als ein tödlicher Hagelsturm über das Land zieht und die Ernte vernichtet. Die abergläubischen Tübinger suchen einen Schuldigen und finden ihn im Nachtwächter Martin Wecker. Er wird als Hexer in den Stadtkerker geworfen. Seine Tochter Anne, die im Spital als Krankenschwester arbeitet, kämpft um das Leben ihres Vaters. Der Rat ist geneigt, ihr zu glauben, doch dann wird die Leiche einer Dirne gefunden. In ihrer Zunge steckt ein Hexenstab. Der Nachtwächtergehilfe bringt Anne unter Mordverdacht. Kann ihr Lukas, der schmucke Gehilfe des Obervogts, jetzt noch helfen?
Autor
Kay Cordes, geboren 1960, hat Musikwissenschaften in Tübingen studiert und darin auch promoviert. Kay Cordes lebt mit der Familie in Lüneburg.
Es war am ersten Sonntag im Montag August des Jahres 1562, dem heißesten Tag in Tübingens fünfhundertjähriger Geschichte.
So beginnt die spannende Geschichte um Anne und ihren Vater Martin. Die abergläubigen Tübinger wollen nach einem Unwetter unbedingt einen Schuldigen sehen und wer käme ihnen da gelegener als der Sohn einer verbrannten Hexe und seine Tochter? Gerade noch mal dem Tod entrungen, werden Leichen in Tübingen gefunden und wieder landen beide im Kerker.
Anders als bei den anderen Romanen um diese Thematik, haben die beiden Beschuldigten Freunde und Leumunde, die zu ihnen stehen. Dadurch kommen sie immer wieder mit dem Schrecken davon. Leider haben sie aber auch Feinde und der Mörder ist nach wie vor nicht gefasst.
Der Autor baut hier einen Spannungsbogen auf, der es einem schwer macht, das Buch zur Seite zu legen. Durch schlüssige Argumente fordert er den Leser bei den Verhören zum Mitdenken auf.
Ich habe das Buch binnen kürzester Zeit gelesen und warte nun auf Nachschub.