Wo ist Fred?

  • Wo ist Fred?


    Inhalt (von amazon):
    Wie aus einer Notlüge ein unlösbares Dilemma wird: Til Schweiger in einem rasanten Rolli-Ulk


    Witze über Behinderte – geht das? Das geht sehr wohl. Jedenfalls, wenn man so offen und unverkrampft mit der Thematik umgeht wie die Macher dieser starbesetzten deutschen Verwechslungskomödie. Til Schweiger, Alexandra Maria Lara, Jürgen Vogel und der göttliche Christoph Maria Herbst spielen die Hauptrollen in „Wo ist Fred?“ – eine Frage, die sich im Verlauf des Films regelmäßig stellt und die zu immer neuen haarsträubenden Verwicklungen und Konfusionen führt.
    Schweiger verkörpert den Polier Fred, der sich in die allein erziehende Mutter Mara (Anja Kling) verliebt. Die hat leider eine Plage von Sohn mit Namen Linus. Um den lästigen Kleinen für sich zu gewinnen, geht Fred mit Basketball-Fan Linus einen verhängnisvollen Handel ein: Er verspricht, ihm den handsignierten Ball des besten Spielers von Alba Berlin zu besorgen. Um an diesen Ball heranzukommen, gibt Fred sich kurzfristig als Rollstuhlfahrer aus, Kumpel Alex (Vogel) mimt seinen fürsorglichen Pfleger. So stürmen sie die Behinderten-Tribüne des Stadions. Leider kommen Fred widrige Umstände dazwischen, die ihn zwingen, die Rolle des Rollifahrers weiterzuspielen. Als er sich auch noch in die süße Denise (Lara) verknallt, die ihn nur als Behinderten kennt, steckt er vollends im Schlamassel.


    Der von Anno Saul („Kebab Connection“) inszenierte Filmspaß macht sich an keiner Stelle über Behinderte lustig. Zielscheibe ist vielmehr die oft groteske Scheu und Ängstlichkeit, mit der Nichtbehinderte auf Behinderte reagieren.


    Ein Tipp: Wer beim Abspann sofort rausläuft, verpasst einen der besten Gags des Films.
    Originaltitel: D 2006
    Regie: Anno Saul
    Darsteller: Til Schweiger, Jürgen Vogel, Alexandra Maria Lara, Christoph Maria Herbst, Anja Kling, Pasquale Aleardi, Tanja Wenzel, Erwin Aljukic
    Länge: 111 Min., FSK: ab 12, Kinostart: 16.11.2006


    Meine Meinung:
    Witziger Film mit einigen Überzeichnungen und Klischees. Diese gehören aber zu der Geschichte und stören nicht. Die Schauspieler sind gut gewählt und überzeugen. Da ist alles vorhanden vom richtigen Ekelkind bis zur Übermutter, dem tollen Kumpel und der süssen Filmemacherin sowie vielen weiteren "Behinderten und Nichtbehinderten". :grin Ich habe den Film damals nicht im Kino gesehen - aber ich würde sagen, auf DVD reicht auch.
    Der Film bekommt von mir gute 7 von 10 Punkten.