Kennt ihr FRUST?

  • Hi Forenmitglieder....


    ...ich hoffe, dass meine Schreibkollegen mich deswegen nicht lynchen. Keine Angst, ich werde nicht jammern.
    Aber es gibt ne ganze Menge von wissbegierigen Mitgliedern und noch viel mehr Besserwisser (Wer sich getroffen fühlt, kann sich persönlich bei mir beschweren)
    Nein, es geht mir darum mal ehrlich zu sein, dass auch Autoren, die davon leben wollen, müssen, können so einiges passieren kann, was für die, die Schreiben wollen, von Interesse sein kann.....


    Es ist nirgendwo Gold, was glänzt. Gerade im Verlagswesen.
    Gut, ich gehöre zu den Autoren, die es irgendwie geschafft haben.
    Trotzdem ist mir folgendes passiert....


    Ich bin Stammautor in meinem Verlag...und recht zufrieden mit den Ergebnissen, aber....da lauern auch Termine hinter.
    Ich bin da ner story auf der Spur (Dyke kriegt wieder die Kriese), die so noch nie geschrieben wurde.
    Bin fast fertig...und stelle fest....das Ding funktioniert so nie. Du warst einfach zu schlampig in deinen Recherchen. 400 Seiten....löschen. Alles von vorne. Nur die Protagonisten sind geblieben. Neue Recherchen und das Veto des Verlages....hi Dyke...nicht schon wieder Ärger...machen so mal kurz ein paar Monate kaputt und bringen mich jetzt in arge Zeitnot.


    Auch das sollten Jungautoren/innen mal wissen


    Gibt es da ähnliche Beispiele? Ich höre und sehe im Forum nach


    euer hefl

  • Nicht dem Frust hingeben! Durchhalten! Weitermachen! :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Hallo, hef,


    ich durfte bei einem Roman mal einen ganzen Handlungsstrang ändern, weil ich bei meinen Recherchen auf einen Zahlendreher in einem Sachbuch hereingefallen ist. Zum Glück habe ich ihn noch rechtzeitig bemerkt. Es war zwar ärgerlich, aber Frust empfand ich deshalb nicht, eher die Erleichterung, diesen Fehler vermieden zu haben.


    Ich habe allerdings noch keinen Block von vierhundert Seiten weggeworfen, sondern alles mit intensiven Überarbeiten geschafft. Dies bringt mir persönlich mehr als wenn ich alles neu schreiben müsste.


    Liebe Grüße
    Gheron :wave

  • Huhu, hef.


    Dann nochmal gaaaanz laaaaangsam und ausführlicher.
    Hier folgt Dein Zitat. Danach antworte ich auf eben jenes.


    Zitat

    Original von hef
    Gut, ich gehöre zu den Autoren, die es irgendwie geschafft haben.


    Was genau, im Detail, hast Du denn irgendwie geschafft?




    Neun Wörter. Ich hab nachgezählt. Drei können mitten in der Nacht natürlich schwierig werden. Verstehe ich.


    Gruss,


    Doc

  • Ich mal jetzt ein paar Sachen mit Buntstift an, vielleicht geht's dann.


    Hef, auf meine Frage ...


    Was jetzt genau?


    ... kam von Dir


    Zitat


    was soll ich jetzt mit den drei Wörtern und nem Fragezeichen anfangen?


    Darauf ich ...


    Was genau, im Detail, hast Du denn irgendwie geschafft?


    ... und das sind statt drei nun mal neun Wörter.


    Wo habe ich also Zählprobleme?
    Außerdem wäre es ja sehr freundlich von Dir, wenn Du außer auf Formalitäten zu achten noch meine ursprüngliche Frage beantworten würdest. Ich wiederhole, jetzt zum dritten Male:


    Zitat


    Original von hef
    Gut, ich gehöre zu den Autoren, die es irgendwie geschafft haben.


    Was genau, im Detail, hast Du denn irgendwie geschafft?


    Neugierige Grüße,


    Doc

  • Hi Doc....bevor das hier zur "Erbsenklauberei" wird....Antwort:


    ich habe an verschiedenen Stellen auf die Probleme aufmerksam gemacht, als "newcomer" und der bin ich trotz vier Buchverträgen, immer noch....als Stammautor einen Verlag zu finden, der es mir ermöglicht regelmässig pro Jahr einen Roman zu veröffentlichen.
    Natürlich stehen da ein paar Ansprüche des Verlages hinter. Z.B. den Protagonisten meines ersten Buches "Erbe der Loge" zum Serienhelden zu machen, was von mir so nicht vorgesehen war. Aber was soll es? Ich muss diesen versoffenen Journalisten Peter Stösser lieben lernen.
    Langsam gefällt er mir sogar und die Forderung des Verlages war vielleicht, unter Marketing betrachtet, gar nicht so übel.
    Jetzt spreche ich schon meine Frau mit "Peter" an. Wie ein Schauspieler, der sich in seine Rolle einarbeitet....
    genügt die Erklärung?


    dein hef

  • hi Gheron.....war mal auf deiner homepage....und siehe da....


    unsere jüngste Tochter, die sich sonst H. Potter nur als Hörbuch reingezogen hat, liest gerade die "Pilgerin" von dir. Ich glaube, da muss ich auch mal reigucken, sonst kann ich bald nicht mehr mitreden und bin in der Familie out.


    dein hef

  • Zitat

    Original von hef
    Ich muss diesen versoffenen Journalisten Peter Stösser lieben lernen.
    Langsam gefällt er mir sogar und die Forderung des Verlages war vielleicht, unter Marketing betrachtet, gar nicht so übel.


    Lieber Hef,


    ich mag Deinen Protagonisten Peter Stösser. Gerade er hat mir an Deinem Buch gut gefallen, weil er eben nicht so glatt und perfekt ist.


    Mich hast du als Käufer jedenfalls sicher, wenn er wieder zum Zuge kommt :grin


    Viele Grüße


    Anke

  • Hi Bouq....


    ja es wird den Peter Stösser weiter geben. Bin mit dem Verlag klar gekommen.
    Da gibt es, für mich, nur ein paar Probleme, die bestehenden Manuskripte auf den Typen umzuschreiben.
    Aber versprochen. Stösser bleibt...
    dein hef

  • Nein, Frust kenne ich nicht, jedenfalls nicht beim Schreiben. Putzen ist mitunter frustrierend, weil Staub sich immer wieder neu bildet (gilt auch für sämtliche andere leider nötige Arbeiten im Haushalt). Aber schreiben niemals.


    Wenn ich schreibe, tauche ich in die Geschichte ab, ich werde zu meinen Figuren, schlüpfe in ihre Haut und genieße es.


    Und wenn man nach Auftrag schreibt, ist das doch noch schöner; man weiß doch dann sogar, dass es veröffentlicht wird. Das ist doch enorm motivierend.