• Der erste Weltkrieg ist voll im Gange, die USA haben sich noch nicht zum Kriegseintritt entschlossen. Die Erfindung des Flugzeugs ist erst wenige Jahre her, doch hat es sich schnell zu einer wertvollen Kriegsmaschine entwickelt. Eine handvoll junger Amerikaner meldet sich freiwillig in das französische Kriegsgebiet, um sich als Jagdflieger ausbilden zu lassen und Einsätze für die Alliierten zu fliegen.


    Soviel zum Hintergrund des rund zwei Stunden dauernden Streifens, der von einer damals tatsächlich existierenden Staffel amerikanischer Freiwilliger inspiriert wurde.


    Die erzählte Geschichte ist dünn, wird aber von ganz ordentlich dargestellten Charakteren und natürlich sehr vielen computergenerierten Special Effects gut unterfüttert. Natürlich darf eine kleine Romanze zwischen einem amerikanischen Cowboyflieger und einer französischen Dorfschönheit (selbstverständlich hat die eine tragische Vergangenheit) nicht fehlen. Eine kleine Psychologiestudie der amerikanischen Piloten, z. B. der vom Vater Verstoßene, der Religiöse, der ehemalige Kriminelle, etc. etc. runden das Ganze inklusive einem französischen Ausbilder mit Herz (Jean Reno) dann ab.


    Wohltuend wurde auf allzuviel amerikanisierten Heldenpathos (a´la Pearl Harbor) verzichtet. Auch die "bösen" Deutschen werden nicht wirklich als die Bösen dargestellt, sondern eben als Kriegsgegner (Zitat: "Keiner wird diesen Krieg gewinnen. Er wird irgendwann einfach enden."). Alle Charaktere sind mehr Menschen mit Schwächen, als Helden.


    Alles in allem gelungene Popcorn-Unterhaltung, auch für die Nicht-nur-Krawumm-Fraktion.



    Gruss,


    Doc