Originaltitel: Strega, 352 Seiten
2.Fall Privatdetektiv Burke
Autor:
Andrew Vachss wurde 1944 in New York geboren. Er hat als Ermittler für die Gesundheitsbehörde und diverse Sozialämter gearbeitet und war während des Krieges in Biafra auf einer Irrsinnsmission, hat eine Hochsicherheitsstrafanstalt für gewalttätige Jugendliche geleitet und mit ehemaligen Strafgefangenen gearbeitet.
Nach dem Jurastudium vertrat er als Anwalt ab 1976 ausschließlich Kinder, die sexuell mißbraucht und mißhandelt wurden. Da er bei den Fachleuten und Medien nicht ankam, begann er Thriller zu schreiben, weil: "Wenn ich die Sachen so darstellen würde, wie man es vor Gericht tun muß, wären sie unlesbar. Die graphische Gewalt würde alles so sehr dominieren, das wäre kein Buch mehr, das wäre eine Aneinanderreihung von Autopsieberichten".
Vachss erhielt 1989 auf Anhieb für diesen ersten Roman den Deutschen Krimi-Preis.
Inhalt:
Ihr Wesen ist eisige Glut und ihr Wille zwingend: Die Mafiaprinzessin verlangt Hilfe. Für einen kleinen Jungen, dessen Seelenheil durch ein Foto bedroht ist. Wer könnte dieses Foto in einem Meer von Schmutz, in den geheimen Stätten der New Yorker Seelenverkäufer finden, wenn nicht Burke, Privatdetektiv, Abgreifkünstler, Überlebensspezialist?
Er, Kind der finsteren Straßen des Müllplaneten Erde, kennt den Sumpf der Stadt wie kein zweiter. Immer in seiner Nähe, listig und mit dem Charme der Geächteten, sein treues Freundes-Team: Der stumme tibetanische Krieger Max der Stille, das Schrottplatzgenie Maulwurf, der weise Prof (Prophet), die bezaubernde Hure Michelle und Burkes schwergewichtige Mastiffhündin Pansy.
Gemeinsam lehren sie den Menschenmaden das Fürchten. Doch dieser Fall beschwört die Vergangenheit herauf. Ihren dunklen Schatten muß Burke sich allein stellen. Und wenn die Karten auf den Tisch gelegt sind, bleibt da immer noch eine kalte Hand auf seinem Herzen - der Fluch der Frau, für die er arbeitet. Ihr Name ist Strega - die Hexe.
Meine Meinung:
Strega, die Mafiaprinzessin beauftragt Burke, ein Foto von einem Jungen zu finden, der mißbraucht wurde. Burke muß sich in die Abgründe von New York begeben, wird dabei aber auch mit der Vergangenheit konfrontiert. Da muß er aber durch, weil Strega hat ihm sehr viel Geld für das Foto von Scotty gegeben und er kann nicht mehr zurück.
Auch dieser zweite Fall ist sehr derb und offen geschrieben. Die erste Hälfte schleppt sich etwas dahin, aber dann beginnt es spannender zu werden. Die Personen sind, wie immer, sehr eigenwillig und krass gezeichnet und man muß sich an den Schreibstil gewöhnen, aber mir hat auch diese Geschichte wieder gut gefallen.