Damals in Paris (nach F.Scott Fitzgerald)

  • OT: The last time I saw Paris
    von 1954
    Mit Van heflin, Elizabeth Taylor, Donna Reed
    Regie: Richard Brooks


    Es handelt sich um eine Verfilmung der Kurzgeschichte “Auf Wiedersehen in Babylon” von F. Scott Fitzgerald.
    Hinweis: Ich gebe unten die ISBN des Buches und nicht des Films an.


    Handlung der Kurzgeschichte laut Amazon:
    Charlie Wales ist ein Börsenspekulant, der in dem lebhaften Auf und Ab der zwanziger Jahre ein Vermögen erworben, es jedoch ebenso schnell wieder verloren hat. Nach dem Börsenkrach 1929 kehrt Wales nach Paris zurück, das ihm jetzt jedoch fremd und leer erscheint. Plötzlich tauchen da zwei Freunde aus der alten wilden Zeit auf ...


    Diese Kurzgeschichte ist nicht frei von Klischees und Melodramatik, aber sie hat eine Aussage über das Zeitgefühl der roaring twenties, die sie dauerhaft wirksam macht. Ich schätze sie deshalb sehr.


    Meine Meinung zu der Literaturverfilmung:
    Der Film verlegt die Handlung in die Zeit Paris nach der Befreiung 1945 bis 1954.
    Er ist nicht schlechter oder besser als die üblichen Hollwoodfilme dieser Zeit.
    Van Heflin als Charlie und Liz Taylor als Elen sind sicherlich gute Darsteller für diese Rollen.


    Doch als ich den Film schon einmal vor ein paar Jahren sah, war ich enttäuscht, wie wenig von der Story übrig bleibt.


    Immerhin wird eine Vorgeschichte erfunden, die F.Scott Fitzgerald würdig ist.
    Die Spannungen und Probleme zwischen Charie und Ellen erinnern an F. Scott Fitzgerald und seiner schizophrenen Frau Zelda. Auch die Sauftouren und die Enttäuschung über Ablehnung seiner Manuskripte wecken Assoziationen an den großen amerikanischen Autor der zwanziger Jahre.


    Abgesehen von Hollywoodtypischen Happy End endet der Film auch tatsächlich der Short Story gemäß und ist somit keine schlechte Literaturverfilmung.


    Ich mag es, wenn Literaturverfilmungen mit dem Soff spielen und arbeiten und nicht nur sklavisch and er Vorlage hängen. Eine textgetreue Verfilmung kann nur langweilig sein.


    Mich würde interessieren, welche Form der Literaturverfilmung von euch bevorzugt wird.