Dieser Film ist freilich nichts für Freunde actionreicher Handlungen.
Allen anderen kann ich ihn nur empfehlen:
kino.de:
Was bei uns täglich auf dem Esstisch landet, ob Brot, Fleisch, oder Gemüse, wird industriell fabriziert. Dennoch bleibt für gewöhnlich verborgen, wie diese Massenproduktion vonstatten geht. Es sind sterile Orte, die surreal wirken. Funktionelle Räume, die für Produktionsabläufe optimiert sind. Kühle Industrien, in denen Individuelles verloren geht. Es wird viel, schnell und einfach hergestellt: Schweineinnereien müssen sortiert, Rinder mit der Kettensäge halbiert werden; automatische Pflückanlagen rupfen Paprikastauden, Maschinen wickeln sie in Plastik.
Meditativer Denkanstoss über die Massenproduktion von Lebensmitteln. Nikolaus Geyrhalter ("Elsewhere") verzichtet auf jeden Kommentar - seine unvoreingenommenen Bilder sprechen für sich und schrauben sich mit ihrer Rhythmik ins Bewusstsein.
--------------------------------
Obwohl man bei einem solchen Thema gleich einen mahnend erhobenen Zeigefinger befürchten könnte, erscheint dieser Film doch sehr sachlich, eine "Dokumentation" im eigentlichen Sinne.
Mit teilweise ähnlich bildgewaltigen Szenen wie z.B. Koyaanisqatsi, verzichtet er doch ganz auf eine emotionale Einbindung. So bleiben die Bilder nicht nur kommentarlos stehen, auch auf Musik wird verzichtet, lediglich der Originalton ist zu hören.
Er prangert auch nicht an, sondern zeigt lediglich die Industrialisierung der Lebensmittelproduktion. Das ist teilweise sogar richtig lustig, etwa der traktorbetriebene Olivenbaumschüttler. Doch spätestens bei der vollautomatischen Kükensortiermaschine kommt man ins Grübeln.
Ich war nach diesem Film nicht schockiert, aber doch sehr nachdenklich.