Catherine Clément: Die Senyora

  • Catherine Clément: Die Senyora
    isbn: 3499138565


    tb-rückseitentext:
    in die geschichte ging die stolze beatriz de la luna aus lissabon unter dem namen la senyora ein. die frau, die rom und der krone trotzte, wurde im 16. jahrhundert zur retterin vieler juden, die während der inquisition aus portugal vertrieben wurden.
    jung, verführerisch und geschäftstüchtige erbin eines immensen vermögens, verfügte die senyora über ein netz von verbindungen in ganz europa. an den glanzvollen renaissancehöfen von antwerpen, ferrera, venedig findet sie zwar zeitweise schutz, aber immer wieder gerät sie zwischen die mühlsteine von affären, politischen machtspielen und theologischen kontroversen, bis ihr schliesslich in istanbul süleiman der prächtige schutz gewährt...
    CC läßt sich von dem abenteuerlichen leben der senyora inspirieren, von glanz und elend, politischen und religiösen intrigen einer großen europäischen epoche zu erzählen, was ihr meisterhaft gelingt.


    "ein roman, den die einen als fesselnde liebes- und abenteuergeschichte lesen werden, die anderen als facettenreiches porträt eines ganzen jahrhunderts." (le monde)


    zur autorin:
    CC, *1939 in paris, studierte an der philosophischen fakultät und war dozentin für geschichte an der sorbonne. später trat sie in den diplomatischen dienst ein.seit 1991 ist sie botschafterin frankreichs in wien.
    mehrere ihrer bücher wurden ins deutsche übersetzt, zuletzt "der heilige und die verrückte" (1993)


    eigene meinung:
    ein schwer einzuordnendes buch!
    biographie? liebesroman? historischer roman?
    quer durch europa führt uns die abenteuerliche odyssee der senyora.
    erzählt wird uns ihre geschichte von josef nasi, herzog von naxos, der sich am ende seines lebens an seine begegnungen mit ihr erinnert.
    am ende des buches werden im "epilog 1579-1991" interessante fakten nachgereicht: jener herzog diente christopher marlowe als inspiration zu seinem theaterstück "der jude von malta" und dieses wiederum william shakespeare zu seinem shylock, kaufmann von venedig.
    eine zeittafel von 1478-1599 sowie ausführliche bibliographische hinweise runden das buch ab.
    manchmal war das buch "zu schnell", einiges am handeln der protagonistin schwer nachvollziehbar. aber es war auf jeden fall ein "sattes" buch, welches viel interessantes über die damalige zeit vermitteln konnte.
    die vergebenen 10 punkte sind allerdings ein verklicker - sollten 8 werden...

    "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben." (A. Lincoln)

  • Zitat

    Original von beowulf
    Die anderen Bücher dieser Autorin sind teilweise unter Kinder- und Jugendbuch einsortiert, kann man dieses Buch auch so nennen?


    guten tag, beowulf und danke für deinen besuch :wave
    was deine frage betrifft: auf GAR keinen fall!
    im gegenteil, CC war zuerst verfasserin historischer bzw biografischer romane.
    (der sich um kaiserin elisabeth von österreich drehende "der unvollendete walzer" wurde hier unter belletristik rezensiert, gehört aber mE eher in historische romane, wenn nicht sogar unter biografien.)
    nur mit ihren bisher 2 theo-büchern begab sie sich dann in den bereich philosophie und sprach damit auch jugendliche an.
    :wave

    "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben." (A. Lincoln)

  • ich stand gerade zweifelnd vor meinem Bücherregal und fragte mich "hab ich's nun oder hab ich's nicht... gelesen oder nicht?" :gruebel
    Doch, ich habe es gelesen, vor etlichen Jahren, und selbst die Rezi hat keinerlei Erinnerungseffekt gehabt, ausser an Autor / Titel - vom Roman selbst ist rein gar nichts bei mir hängen geblieben. Ich erinnere mich nur dunkel daran, dass ich es absolut langweilig fand und enttäuscht war, weil ich mir über Aufmachung und Klappentext weitaus mehr versprochen hatte. :-(

  • guten tag, nicole, und danke für deinen besuch :wave


    ist doch interessant (und gut!), wie verschieden bücher auf uns wirken, nicht wahr? aber ich gebe dir insofern recht, als dass zB der unvollendete walzer auch in meiner familie mehr anklang fand als die senyora (oben ist ja bereits erklärt, dass es statt 10 nur 8 punkte werden sollten).


    :wave

    "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben." (A. Lincoln)