Whole Train


  • Inhalt und Infos:
    Graffiti bedeutet mehr als bunte Buchstaben in Sprühdosen-Technik. Viel mehr. Für David (Mike Adler), Tino (Florian Renner) und Elyas (Elyas M`Barek) – zusammen die "Keep Steel Burning"- oder KSB– Crew ist das Sprühen längst zu einer Leidenschaft geworden, einer Manie, die ihr gesamtes Leben bestimmt. Um Anerkennung in der Szene zu erlangen, müssen sie sich täglich aufs Neue beweisen. Dafür sind sie bereit alles zu riskieren: Das Wohlwollen ihrer Familien, ihren Arbeitsplatz, ja selbst die eigene Freiheit.



    David ist gerade zu einer Jugendstrafe von sechs Monaten zur Bewährung verurteilt worden. Wegen Sachbeschädigung. Sein Bewährungshelfer bemüht sich, den "Writer" auf die rechte Bahn zu bringen, möchte ihm ein Studium an der Kunstakademie vermitteln. Doch David kann es nicht lassen. Er lebt weiterhin den Traum jedes Graffitiwriters, zeichnet manisch an Vorlagen für neue "Objekte", hilft seinen Kumpels David und Tino im Baumarkt Sprühdosen zu klauen und hinterlässt mit ihnen auf Zugfenstern und Bänken die Tags oder Kürzel ihrer Crew.



    Als Konkurrenz in ihrer Stadt auftaucht, geht es ums Ganze. Eine andere Crew hat einen Wholecar oder Zugwaggon besprüht und die KSB-Crew in ihrer Ehre herausgefordert: "Euer Style war schon vor zwei Jahren alt". Dass die ATL-Crew es auch noch wagt, die alten Kunstwerke von Tino zu übermalen, kommt einer Kriegserklärung gleich: Die Emotionen kochen hoch, die Fäuste fliegen – doch letztendlich zählt das bessere Werk. Gewinnen kann, nur, wer den Gegner an Kunstfertigkeit und Originalität mit der Sprühdose übertrifft.




    Zusammen mit Davids Zögling Achim beschließt die KSB-Crew zurückzuschlagen: Einen ganzen Zug zu bemalen. Einen Wholetrain - und so die Krone der Writer für sich zu gewinnen. Dazu müssen sie sich aber nicht nur den Fängen der Zivilfahnder entziehen, die die Graffitiwriter am Bahnhof abpassen, kontrollieren und notfalls mit physischer Gewalt durchsuchen…


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    Trailer


    Meine Meinung:
    Sehr guter und authentischer Film.
    Ich war ziemlich bewegt und mitgenommen am Ende. Kann natürlich sein, daß ich einfach privat ziemlich betroffen war, denn Klein Jane hat sich im zarten Jugendalter auch bei den Sprayern herumgetrieben und hat noch ein Blackbook eines Exfreundes hier irgendwo im Schrank liegen.
    Die Kameraführung ging mir hier und da mordsmäßig auf den Pinsel, weil ich solche heftigen Bewegungen einfach nicht mag. Ansonsten war es jedoch nach langer Zeit noch mal ein wirklich guter DEUTSCHER Film. (Der sogar in Amiland gut angekommen ist.)
    Der Jemand und ich waren uns zwar über die Aussage des Films nicht ganz einig, fanden ihn aber beide wirklich gut.

    Ich war tot müde und hatte eigentlich Null Lust auf Kino, der Film hat mich wieder wach gemacht und das will einiges heißen.
    Was in der Zusammenfassung nicht so rüber kommt, ist das tragische Ende auf das man sich einstellen sollte, sonst hauts einen um.
    Die Schlußszenen waren einfach nur super bewegend und die Musikuntermalung erstklassig... dabei steh ich gar nicht so auf Hiphop.




    Übrigens fand ich einen der Hauptdarsteller enorm lecker... ich sag aber nicht welchen. :lache