Klappentext:
Ein ganzes Dorf in Aufruhr und Heinrich Gerhard mittendrin
In Heinrich Gerhards Dorf laufen Naturschützer Sturm gegen eine geplante Industrieansiedlung. Die Bauern des Ortes hingegen wollen ihre Ländereien für teures Geld veräußern. Der Streit der Parteien wird immer erbitterter, bis einer der Umweltschützer ermordet aufgefunden wird. Im Dorf eskaliert die Lage. Grund genug für Gerhard, sich auf die Suche nach dem Täter zu machen. Denn schon bald geht ein Bauernhof in Flammen auf...
Wieder einmal begegnet der sympathische Held bei seinen Nachforschungen skurillen Charakteren, denen er mit Charme und Beharrlichkeit Stück für Stück die Wahrheit entlockt. Seine Ermitllungen führen ihn in das tiefste Waldhessen nach Rotenburg, Bebra und Bad Hersfeld bis in die Universitätsstädte Marburg und Witzenhausen.
Autor:
Henning Schäfer, Jahrgang 1942, pensionierter Arzt lebt mit seiner Familie auf einem Gutshof in der Nähe von Eschwege. ,,Froschkönig" ist der dritte Krimi aus seiner Feder nach ,,Schwälmer Tanz" und ,,Die Spur des Mädchens".
Meine Meinung:
Henning Schäfer ist ein lesenswerter klassischer Krimi gelungen. Wer einen Krimi im Stile von ,,Pater Brown" in nordhessischer Kulisse sucht, der wird bei diesem Krimi fündig. ,,Der Froschkönig" ist jedoch nicht nur ein Krimi. Viel mehr schätzt Henning Schäfer die kleinen und amüsanten Episoden am Rande der Handlung. Das beweist schon der Beginn des ,,Froschkönigs", als es im Oberhöner Dorfkrug zu einer handfesten Wirtshausschlägerei kommt. Man hat des öfteren das Gefühl, dass man die Protagonisten persönlich kennt. Was mir sehr positiv aufgefallen ist, dass Henning Schäfer sprachlich bemüht ist, nicht nur in Hauptsätzen zu schreiben.
Positiv ist noch anzumerken, dass er in der Örtlichkeit Rotenburg keinen ,,Kannibalen" angesiedelt hat!