Sturm über Charleston von John Jakes
OT: Charleston
Inhalt
Charleston, am Zusammenfluss von Ashley und Cooper gelegen, die den Atlantik füllen, wie man hier nicht ohne Stolz vermerkt, bietet genau die richtige Zukunft für das junge Pärchen, das im Jahre 1720 eintrifft. Europäische Kultiviertheit durchweht Straßen und Häuser der Stadt, die vor 50 Jahren von reichen Engländern als Zentrum der Privatkolonie Carolina gegründet wurde. Carolina, here I come! In einem Anfall von Hybris beschließen Sydney Greech, der 20-jährige Auswanderer aus Bristol und seine schwangere Braut Bess, sich den bedeutender klingenden Namen Bell zuzulegen. Der Grundstein für eine Generationen überspannende Saga ist gelegt!
Charlestons ungeheurer Reichtum gründet sich auf ein bitteres Unrecht. Der massenhafte Anbau von Indigo, Reis und Baumwolle kann nur durch den Einsatz von Sklaven bewältigt werden. Ihre unmenschliche Fron bildet den Grundstein des Reichtums einer weißen Elite. Entlang der Bell-Dynastie durchmisst Jakes nun ein ganzes Jahrhundert, beginnend mit Edward Bell, einem glühenden Gegner der Sklaverei, der seine Überzeugung mit dem Tod bezahlen muss. Seine Fackel wird weiter getragen von Enkelin Alex, die sich allerdings wenig Freunde macht, als sie eine langjährige Beziehung mit Henry, einem Schwarzen eingeht.
Alexandra Bell muss miterleben, wie das einst so liberale und tolerante Charleston in beständiger Furcht vor Sklavenaufständen zu einer misstrauischen und paranoiden Überwachungsgesellschaft mutiert. Am Ende des Weges wartet ein blutiger Bürgerkrieg, prägend für das Antlitz der Vereinigten Staaten bis auf den heutigen Tag.
Autor
John Jakes wurde 1932 in Chicago geboren und lebt heute in South Carolina. Nach dem Studium der amerikanischen Literatur arbeitete er lange Jahre in verschiedenen Public- Relations- Agenturen, bevor er mit seiner Trilogie über den amerikanischen Bürgerkrieg, die als „Fackeln im Sturm“ verfilmt wurde, Weltberühmtheit erlangte.
Meine Meinung
Dieses Mal beginnt der Roman weit vor dem Sezessionskrieg im Jahre 1720. Wie oben erwähnt geht’s um die Familie Bell. Neid, Hass, allerdings auch Wagemut, Freundschaft, Liebe, es ist wieder alles enthalten was einen Südstaatenroman so ausmacht. Ich finde auch die einzelnen Todesarten der Familie sehr bemerkenswert.
Und wer Bücher von John Jakes kennt weiß was ich meine. Allerdings schwelgt er auch wieder in den Details der Beschreibung des Krieges, und das schmälert diesen Roman ein wenig.
Bis auf dieses kleine Manko fand ich den Roman gut, er las sich flüssig und war spannend.