MAAS Verlag, Berlin
OT: The Burnt Orange Hersey
Über den Inhalt:
Kurzbeschreibung (von amazon):
Einbruch, Diebstahl, Brandstiftung: Dem selbstgefälligen Kunstkritiker James Figueras ist schier jedes Mittel recht, um seinen Namen als Koryphäe des Kunstbe- triebes verewigen zu können. Als ihm der wohlhabende amerikanische Kunstsammler Cassidy ein Interview mit dem verscholle- nen, weltberühmten französischen Künstler Jacques Debierue in Aussicht stellt, der plötzlich im sumpfigen Süden Floridas wieder aufgetaucht sein soll, kann er der Versuchung nicht widerstehen, mit einem Handstreich zu unsterblichem Ruhm zu gelangen. Doch Cassidy vermittelt ihm diese Gelegenheit nicht aus reiner Nächstenliebe. Als Gegenleistung will er ein Gemälde von Debierue für seine Sammlung, und James Figueras soll es für ihn stehlen ... und wenn er dafür über Leichen gehen muss!
Über den Autor: (von amazon)
Der Amerikaner Charles Willeford (1919-1988) verlor schon als Kind beide Eltern. Anschließend wuchs er bei seiner Großmutter auf, bevor er 1935 in die US-Armee eintrat. Er diente ihr unter anderem auf den Philippinen und, während des Zweiten Weltkriegs, in Europa. Nach dem Krieg endete sein Kunststudium an einer peruanischen Universität abrupt, als bekannt wurde, dass er über keinen Schulabschluss verfügte. Willeford arbeitete anschließend wieder im Dienste der Armee, zunächst in Japan, dann in Kalifornien. 1953 veröffentlichte er mit „Der Hohepriester“ seinen ersten Roman. Ihm folgte eine ganze Reihe von Kriminalromanen, bevor Willeford schließlich 1984 mit „Miami Blues“ der späte Durchbruch als Schriftsteller gelang. Der Roman, der den Auftakt einer Krimiserie mit dem Polizisten Hoke Moseley als Protagonisten bildete, wurde nach Willefords Tod verfilmt.
Meine Meinung:
Tja, was soll ich sagen? Ich habe das Buch als Wanderbuch gelesen, es ist der Januar-Volltreffer 2006 der Krimi-Couch.
Der Autor war mir bis jetzt unbekannt.
Die Geschichte des Kunstkritikers James Figueras, der die Chance seines Lebens sieht, um beruflich quasi "unsterblich" zu werden, wird ziemlich unspektakulär erzählt. Nur manchmal bekommt man eine kleine Ahnung davon, wie weit Figueras gehen wird, um dieses zu erreichen.
Es gibt längere Abschnitte in denen er regelrechte Monologe über Kunst, Kunstrichtungen, Künstler usw. hält. Diese sind zudem auch noch mit Fremdwörtern gespickt.
Daran könnte mancher, der sich auf einen Krimi eingestellt hat, verzweifeln.
Denn ein Mord passiert erst auf den letzten Seiten und fast noch nebenbei ( obwohl unvermeidbar ).
Das Buch ist nur 219 Seiten lang - aber die haben es schon in sich. Nur darf man die üblichen Krimimerkmale wie Spannung oder Kurzweiligkeit nicht erwarten.
Ich habe es jedenfalls nicht bereut, dieses Buch zu lesen.
8 Punkte.