Nefer der Schweigsame (Der Stein des Lichts1) – Christian Jacq(La Pierre de Lumière. Néfer le Silencieux)
Blanvalet, 414 Seiten
Es handelt sich hier um eine vierbändige Buchreihe. Die Haupthandlung erstreckt sich über vier Bücher, diese bauen natürlich aufeinander auf. Hier die vier Bücher in der richtigen Rei-henfolge.
1. Nefer der Schweigsame
2. Die weise Frau
3. Paneb der Feurige
4. Die Stätte der Wahrheit
Inhaltsangabe:
In der geheimnisvollen Stadt set Maat – der „Stätte der Wahrheit“ (auch unter dem Namen Deir el-Medina bekannt) tief in der Wüste Oberägyptens wacht ein kleine Gemeinschaft von Künstlern und Handwerkern über eines der kostbaren Geheimnisse der Pharaonen: den sagenumwogenen Stein des Lichts. Der Stein verleiht der Gemeinde außergewöhnliche Fähig-keiten, mit denen sie sich ganz dem Glanz und dem Schutz des Pharaos im Jenseits widmen können. Sie sind die Handwerker und Erbauer im Tal der Könige sowie im Tal der Königinnen. Nefer der Schweigsame hat den Ruf der Götter noch nicht vernommen und beschließt daher die Welt zu bereisen. Auf seinem Weg trifft er den Bauernjungen Paneb, welcher von dem Wunsch beseelt ist Zeichner zu werden. Auch er hat den Ruf noch nicht vernommen, wird aber von seinem Willen und seiner Kraft angetrieben sein Ziel zu erreichen. Nur ein Handwerker, der den Ruf der Göttin Maat vernommen hat darf sich in den Dienst des Pharaos und der Gemeinschaft stellen. Auf seinen Reisen ereilt Nefer der Ruf und ihm obliegt es nun das Leben und den Thron des Pharao – Ramses II - zu beschützen. Ramses und die Bruderschaft haben viele Feinde. Ihr größter aber unerkannter Feind ist General Mehi. Mehi ist ein ehrgeiziger Offizier aus Theben, seit es ihm gelang einen flüchtigen Blick auf den Stein des Lichts zu werfen, verfolgt er nur noch das Ziel diesen an sich zu bringen und selbst als Pharao über Ägypten zu herrschen.
Über den Autor: (von Amazon)
Christian Jacq, 1947 in der Nähe von Paris geboren, promovierte an der Sorbonne in Ägyptologie. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit schrieb er außerordentlich erfolgreiche belletristische Werke. Weltberühmt wurde er mit seinem Romanzyklus „Ramses“, der ein Millionenpublikum begeisterte und die internationalen Bestsellerlisten im Sturm eroberte. In seinen Romanen erzählt er auf der Basis historischer Fakten fesselnde Geschichten, die sich so oder ähnlich tatsächlich ereignet haben.
Meine Meinung:
Ich war von dieser Buchreihe von Anfang an gefesselt. Über den ersten Band bin ich damals eher durch Zufall auf dem Wühltisch gestolpert. Als ich aber einmal damit angefangen hatte, habe ich mir so nach und nach auch die anderen Bücher zugelegt.
Was mich noch zusätzlich an der Reihe fasziniert hat, ist der Umstand, dass ich bei meinen Nachforschungen in Sachbüchern festgestellt habe, dass es diese Gemeinschaft von Handwerkern tatsächlich gegeben hat. Deir el-Medina ist eine Handwerkersiedlung am Westufer von Theben. Man hat die Grundmauern der Siedlung gefunden, ebenso wie zahlreiche Papy-rusfragmente in denen das Leben der Menschen in der Siedlung geschildert wird. Fast wie in einem Tagebuch. Einige Personen aus den Romanen, (z.B.Paneb, Nefer, Wahbet) haben laut diesem Tagebuch wirklich gelebt. Man kann dort auch das Regelwerk und die Bräuche der Gemeinschaft nachvollziehen
Vom Erzählstil ist es ein typischer Jacq. Er kann den Dingen wirklich Leben einhauchen und alles so gut beschreiben, dass man es sich wirklich vorstellen kann. An manchen Stellen wirkte sich diese beschreiben aber auch nachteilig aus, wenn Sachen zum Beispiel ständig wiederholt werden, oder es so bis ins Detail beschrieben wird, dass es schon wieder lang-weilig wirkt. Ob es sich genauso abgespielt hat mag dahingestellt sein. Jacq hat manchmal leider die Eigenschaft sich die Tatsachen so hinzubiegen wie sie im passen. Im Sachbuch, das ich zu Deir –el Medina gelesen habe kommen die oben genannten Personen bei weitem nicht so positiv weg wie im Roman beschrieben.
Im großen und ganzen, hat mir das Buch und die Reihe aber sehr gut gefallen. Wenn man sich für Ägypten interessiert oder einen Einstieg in historische Romane sucht, die nicht bis ins letzte Detail stimmen, der ist hier genau an der richtigen Adresse.
Das Sachbuch das ich dazu gelesen habe war:
„Wie sie damals lebten im alten Ägypten“ – Redaktion der Time-Life-Bücher