24.02.2006, Hamburg: "Dichter an der Flasche"

  • Hallo Leute!


    Falls irgendwer von Euch am 24.02. in oder in der Nähe von Hamburg ist, habe ich hier folgenden Termin:


    Dichter an der Flasche


    Schriftsteller haben zu allen Zeiten eine enge Beziehung zur Flasche.
    Die Reihe der durch Alkohol zu Tode gekommenen Autoren ist kaum zu zählen. Auch vortragen können Autoren oft nur, wenn Sie sich vorher ein wenig „in Stimmung“ bringen. Dies hat an diesem Abend Methode.
    12 Hamburger Autoren treffen sich im St.-Pauli-Clubheim:
    Sven Amtsberg, Robert Cohn, Lars Dahms, Jan Deichner, Dierk Hagedorn, Wiebke Lorenz, Benjamin Maack, Stevan Paul, Alexander Posch, Tina Uebel, Michael Weins, Markus Wiese. Ab 20 Uhr wird im Fünf-Minuten-Takt vorgetragen und getrunken, so lange es geht. Der Promillegehalt wird laufend gemessen. Die Autoren verzichten auf ihr Honorar. Alles geschieht zu einem guten Zweck. Der Erlös der Veranstaltung geht an den St.-Pauli-Kurverein für die Unterstützung sozialer und kultureller Projekte.
    Und vielleicht, so hoffen wir, ist die beste Methode, vom Alkohol los zu kommen, ihn zugleich im Übermaß zu konsumieren. Es führt animierend und warnend durch den Abend: Gunter Gerlach.


    Freitag, 24.02.2006, 20.00 Uhr
    St.-Pauli-Clubheim, direkt neben dem Millerntor-Stadion/Hamburg
    Eintritt: 5 Euro

  • Wiebke,


    mal ernsthaft, ist das durchdacht?


    Klar gab es Schriftsteller, die Alkoholiker waren (und Opiumsüchtig, Kokainsüchtig, you name it)
    Es gab sogar Schriftstellerinnen, die tranken (und etc.) :grin


    Offengestanden glaube ich nicht, daß Drogenabhängigkeit in Künstlerkreisen virulenter ist als anderswo. Für mich ist die Behauptung eher ein Ergebnis der kleinbürgerlichen Projektion eines vermeintlich wilden, sprich ungeregelten Lebens auf Kunstschaffende.


    Abegsehen davon hätte ich Probleme, Zuschauerin zu sein, wenn sich vorne Leute so langsam betrinken. Ich meine, WAS IST DER SINN?


    Ich hoffe, Du liest einen Text, das wenig Zungenbrecher enthält. Und daß Du Alka Seltzer griffbereit hast.



    Magali (die eine Menge verträgt, aber kein Publikum dazu braucht)

    Ich und meine Öffentlichkeit verstehen uns sehr gut: sie hört nicht, was ich sage und ich sage nicht, was sie hören will.
    K. Kraus

  • Liebe Magali,


    diese Veranstaltung ist NATÜRLICH nicht bierernst (ha, ha) gemeint - ebenso wenig wie der Pressetext, den ich zur Info ins Forum gestellt habe.


    Es handelt sich um eine Lesung zugunsten des Kurvereins St.-Pauli, der sich sehr für den Stadtteil einsetzt. Alle Einnahmen werden dem Verein gespendet. Diese Lesung wird jetzt schon zum dritten Mal veranstaltet und fand bisher immer großen Anklang.


    Es gibt hier in Hamburg eine sehr rege, junge Literaturszene (womit ich nicht sagen will, dass es die in anderen Städten nicht auch gibt), die sich seit Jahren darum bemüht, den Leuten Literatur auf etwas lebhaftere Art als "Autor sitzt am Tisch und murmelt in sein Wasserglas" nahe zu bringen. Dazu gehören z. B. der Macht-Club, die Schischischo (früher mal Laola), Hamburg ist Slamburg etc. - und eben auch diese Veranstaltung.


    Ob Drogenabhängigkeit in Künstlerkreisen virulenter ist als anderso, kann ich nicht beurteilen. Sicher entspricht diese Vorstellung teils einem Klischee - aber genau mit diesem Klischee wird hier augenzwinkernd gespielt.


    Lange Rede, gar kein Sinn: Wer Lust und Zeit hat, kommt hin - wer nicht, lässt es bleiben :grin

  • Tom würde gerne zum nächsten "Dichter an der Flasche"-Event eingeladen werden - es steht schließlich noch die Real-Life-Überprüfung des 30-Biere-Contests aus "Idiotentest" an. :grin


    Viel Spaß! Hätte ich am 24. Zeit, würde ich kommen, aber zur Zeit muß ich sogar Klogänge mit dem Sekretariat abstimmen. :cry