Verfilmung nach dem Roman von Arno Meyer zu Küingdorf , basierend auf einer wahren Begebenheit. Das Buch wurde bereits früher schon unter dem Titel Der Selbstmörder-Klub veröffentlicht.
Story (incl. Kritik von Cinema ) :
Daniel Brühl und August Diehl sehnen sich als 20er-Jahre-Dandys nach Liebe - doch die ist nur ein Spiel.
Kompromisslos soll ihr Leben sein, radikal und wahrhaftig. Wie es sich Oberschüler eben so vorstellen, wenn sie das Drängen ihrer Hormone mit den Anregungen aus dem Philosophieunterricht in Einklang bringen wollen.
Im Sommer 1927 fahren die Berliner Günther und Paul aufs Land, um mit Freunden eine Party zu feiern. Dabei verliebt sich Paul in Günthers Schwester Hilde, ihre Liebe jedoch gilt dem Spiel mit den Männern. Unter dem Einfluss von Absinth gerät das Spiel bald außer Kontrolle.
Dieser Reigen um Todessehnsucht und Lebensgier basiert auf einem wahren Vorfall, der als "Steglitzer Schülertragödie" Schlagzeilen machte.
Leider agieren die beiden Hauptdarsteller Daniel Brühl und August Diehl ungewohnt schablonenhaft, die Identifikation mit ihnen fällt schwer. Dafür kann man in den wunderschönen Bildern von Kamerafrau Jutta Pohlmann schwelgen und die für ihre 18 Jahre verdammt charismatische Anna Maria Mühe als Hilde bewundern.
Passender finde ich die Inhaltsangabe zum Buch:
Berlin, Sommer 1927. Die beiden Gymnasiasten Paul und Günther interessieren sich vor allem für hübsche Mädchen (und in Günthers Fall auch Männer) und wilde Poesie. Sie verachten die Erwachsenen, feiern mit ihren Freunden ausgelassene Partys, und sie haben zwei Ziele: das Leben in vollen Zügen zu genießen und jung zu sterben.
Paul, der sich bereits einen alten Revolver besorgt hat, schreibt seine schönsten Gedichte für Hilde, Günthers laszive Schwester, in die er verliebt ist; sie aber fühlt sich nicht nur zu ihm hingezogen.
Mein Urteil:
Ich fand den Film eigentlich sehr gut. Ich bin allerdings froh, daß ich ihn nicht im Kino gesehen hab, dafür ist es ein zu "leiser" Film.
Okay, die beiden Hauptdarsteller sehen wirklich manchmal zu starr aus, aber trotzdem nimmt man ihnen ihre innere Zerrissenheit (die darin gipfelt, daß sie diesen "Selbstmörder-Klub" gründen) ab.
Für uns Büchereulen evtl. noch ganz interressant:
der reale "Paul", Paul Krantz, nennt sich später Ernst Erich Noth und kann seine poetische Ader tatsächlich auch öffentlich ausleben. Er veröffentlicht mehrere Romane, die im glotzi Verlag erschienen sind.
www.glotzi-verlag.de