Das Vogelkind – Anne Enright

  • Penguin Verlag, 2025

    304 Seiten


    OT: The Wren, the Wren

    Übersetzt von Eva Bonné


    Kurzbeschreibung:

    Die junge Irin Nell verdient ihr Geld mit dem Schreiben von Reiseberichten über Orte, an denen sie nie war. Denn Nell hat Fantasie, und das Schreiben ist ihr Leben. Ihren Großvater, den berühmten Dichter Phil McDaragh, hat sie nie kennengelernt, aber seine Verse sprechen intensiv zu ihr. Auch Nells Mutter Carmel kennt diese Verse gut. Lange hat sie sich vergeblich bemüht, das Image des Dichters und seine Lyrik mit ihren Erinnerungen an den Vater zusammenzubringen. Nun ist es an Nell, um die Versöhnung zu kämpfen, die ihrer Mutter versagt blieb.

    So zärtlich wie wahrhaftig erzählt Anne Enright in ihrem berührenden Familienroman von vererbten Wunden und der tröstlichen Kraft der Poesie.


    Über die Autorin:

    Anne Enright, 1962 in Dublin geboren, zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart und wurde 2015 zur ersten Laureate for Irish Fiction ernannt. »Das Familientreffen« (2007) wurde unter anderem mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet, ist in gut dreißig Sprachen übersetzt und weltweit ein Bestseller. Für »Anatomie einer Affäre« (2011) erhielt sie die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction, für »Rosaleens Fest« (2015) den Irish Novel of the Year Prize. »Vogelkind«, ihr achter Roman, stand auf der Shortlist des Women's Prize for Fiction und errang den Writers' Prize for Fiction 2024.


    Eva Bonné übersetzt Literatur aus dem Englischen, u.a. von Rachel Cusk, Anne Enright, Michael Cunningham und Abdulrazak Gurnah. Sie wurde mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet.


    Mein Eindruck:

    Hier möchte ich kurz ein Buch vorstellen, dass ich sehr gerne gelesen habe.

    Die irische Schriftstellerin Anne Enright schreibt eine Familiengeschichte de unglücklichen Art.

    Der Vater, ein Dichter, verließ seine krebskranke Frau und seine 2 Kinder Imelda und die jüngere Carmel.

    Zental wird das aus Carmels Perspektive erlebt.


    Ich-Erzählerin des Buches ist dann Carmels Tochter Nell. Sie haben eine schwierige Beziehung.


    Es ist ein einfühlsam gechriebenes Buch, ohne Sentimentalität. Trotz harter Themen fehlt auch in gewisser ironischer Humor nicht. Und insgesamt hat das Buch eine ganz eigene Atmosphäre der irischen Literatur.


    ASIN/ISBN: ‎3328603328