Gebundene Ausgabe: Arche
Taschenbuch: Piper
Roman in einem Kapitel
Kurzbeschreibung:
Für Publikum und Galeristen ein erfolgreicher Maler, für seine Freunde der Eigenbrödler hinter dem Deich. An einem verhangenen Herbstmorgen nach seinem 42. Geburtstag lässt ihn ein Gedanke nicht mehr los: wäre sein Kind seinerzeit geboren worden, wäre es heute fast 19 Jahre alt. In fiktiven Dialogen und Szenen zwischen dem Maler und Maria - so nennt Fabel sein Kind - entwickelt sich eine scheinbar wahnhafte Beziehung.
Über die Autorin:
Roswitha Quadflieg, 1949 in Zürich geboren, Tochter des Schauspielers Will Quadflieg. Kunststudium in Hamburg, bis 2003 Inhaberin der Raamin-Presse. Zahlreiche Romane und Essays. Sie lebt in Berlin.
Mein Eindruck:
Ich habe die gebundene Ausgabe des Buches gelesen. Mit nur 102 Seiten kann man es kaum als Roman ansehen, doch das ist die Gattungsbezeichnung, die der Verlag wählte.
Es geht um einen Maler, der kurz nach seinem 42zigsten Geburtstag in eine Krise gerät. Er denkt an das Kind, dass er und seine Freundin von 19 Jahren haben abtreiben lassen. Jetzt stellt er sich vor, wie sie wäre.
Dass diese Emotion so plötzlich kommt, erscheint mir eigentlich nicht ganz plausibel.
Es kommt zum inneren Dialog mit dem Kind, das nicht existiert. Er nennt es Maria.
Der Maler imaginiert einen ganzen Lebenslauf, wie er hätte sein können. Wobei Maria immer jünger und jünger wird.
Sich da so reinzusteigern, kann krankhafte Züge annehmen. Seine Freunde und Bekannten sind irritiert. Gleichzeitig fängt Fabel immer künstlerischer an zu malen.
Und dann kommt der Tag, an dem Maria verstummt.
Das Buch hat eine interessante Idee, auch wenn es mich aufgrund der Kürze und dem altmodisch wirkenden Stil nicht ganz überzeugte.
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ASIN/ISBN: 3492223974 |