Wenn Ende gut, dann alles – Volker Klüpfel

  • Produktinformation (Amazon):

    • Herausgeber ‏ : ‎ Penguin Verlag; Originalausgabe Edition (26. Februar 2025)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3328603573
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3328603573
    • Reihe: Svetlana und Tommi 1

    Kurzbeschreibung (Verlag):

    Ein kleines Kind und ein großes Verbrechen. Der erste grandiose Solo-Fall von Volker Klüpfel für das ungewöhnliche Ermittlerduo Svetlana und Tommi

    »Halt an, Tommi! Kind ist ganz nass bei diese scheußliche Wetter, muss sich doch kümmern jemand.« Svetlana deutete energisch auf eine Stelle am Waldrand …

    Die erstaunliche Svetlana liebt russische Literatur und Detektivgeschichten. Ihre Lebensweisheiten sind so legendär wie ihre Grammatik. Tommi, liebenswerter Chaot Anfang 30, arbeitet konsequent an seinem Durchbruch als Bestsellerautor. Meistens jedenfalls. Wegen vorübergehender Finanzflaute haust er im alten Wohnmobil seines Vaters. Die Hymer B550 hat der ihm zusammen mit seiner ukrainischen Putzfrau Svetlana überlassen. Als Tommi und Svetlana eines Abends ein kleines Mädchen am Waldrand auflesen, ahnen sie nicht, dass ihre unkonventionelle und bisweilen tollkühne Suche nach der Mutter sie auf die Spur eines schrecklichen Verbrechens bringt. Und sie selbst in große Gefahr.

    Der grandiose Auftakt zu einer neuen Krimireihe voller liebenswert-schräger Figuren mit Herz, Witz und Verstand. Volker Klüpfel in Bestform: Durch die Brille der erstaunlichen Svetlana und Schriftsteller Tommi beweist der Autor erneut seinen einzigartig humorvollen Blick auf menschliche Schwächen und Abgründe.

    Zum Autor (Verlag):

    Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, wurde in Altusried geboren. In Bamberg studierte er Politikwissenschaft und Geschichte. Nachdem er einige Zeit in den USA und in Deutschland als Journalist, zuletzt als Feuilletonredakteur, gearbeitet hatte, stellte er fest, dass ihm doch eher das freie Schreiben liegt. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie – auf Urlaubsreisen oder im Allgäu. Zusammen mit Michael Kobr hat er sich u.a. mit der mehrfach verfilmten Kultreihe um Kommissar Kluftinger und weiteren Romanen ein Millionenpublikum erschrieben. »Wenn Ende gut, dann alles – Das einsame Kind« ist der großartige Auftakt zu seiner ersten Solo-Krimireihe um die geniale ukrainische Putzfrau Svetlana und den vielleicht irgendwann einmal erfolgreichen Schriftsteller Tommi Mann.

    Meine Meinung:

    Tommi ist der festen Überzeugung, dass er mit seinem Thriller ganz groß rauskommen wird. Wenn er nur nicht dauernd gestört werden würde. Und wenn sich Svetlana nicht dauernd einmischen würde. Doch dann greifen die beiden ein kleines Mädchen auf, deren Mutter spurlos verschwunden zu sein scheint. Bei der Suche nach ihr wird Tommis Leben plötzlich abenteuerlicher als sein eigener Roman.


    Volker Klüpfel zeichnet mit Tommi einen Charakter, der recht tollpatschig, wenig erfolgreich aber sehr liebenswürdig erscheint. Svetlana ist die Putzfrau seines Vaters, der ihm nach seinem Umzug in ein Seniorenheim sein altes Wohnmobil und Svetlanas Dienste als Putzfrau vererbt hat. ihr deutsch ist eigenwillig und sie hat für jede Lebenslage ein Sprichwort bereit. Ob das im ukrainischen tatsächlich so verwendet wird, oder ob Svetlana nur kreativ ist, bleibt meist offen. Durch die Sprachschwierigkeiten entstehen immer wieder lustige Situationen, die den Leser zum Schmunzeln bringen.


    Auf jeden Fall gelingt es dem Autor einen wirklich verzwickten Fall mit einer humoristischen Leichtigkeit zu lösen, ohne dabei die eigentlichen Hintergründe zu verharmlosen. Svetlana und Tommi sind ein tolles Gespann und auch die Nebencharaktere sind toll gezeichnet und vervollständigen das Bild perfekt. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen und war gespannt, was sich nun hinter der Geschichte um das unbekannte Mädchen verbirgt.


    Ich freue mich, dass es wohl eine Fortsetzung geben wird. Hier wurde Humor und Spannung perfekt gemischt und ich hoffe sehr, dass weitere Bände wieder damit trumpfen können und nicht zu sehr ins klamaukige abdriften.


    9 von 10 Punkte

    ASIN/ISBN: 3328603573



  • Der Möchtegern-Schriftsteller Tommi lebt in einem Wohnmobil, das er von seinem Vater übernommen hat. Die ukrainische Reinemachfee Svetlana sorgt bei ihm für Ordnung und besteht darauf, als "Putzfrau" bezeichnet zu werden. Während Tommi sich mit seinem Versuch, einen Thriller zu schreiben, abquält und eigentlich lieber seine Ruhe möchte, sorgt die quirlige Svetlana für allerlei Aufregung in seinem Leben, denn sie fackelt nie lange, hat ständig eine neue Idee und für jede Lebenslage ein Sprichwort aus ihrer Heimat auf Lager. Sie ist es auch, die Tommi zum Anhalten und Helfen überredet, als die beiden ein kleines Mädchen erspähen, das ganz allein in Richtung Wald läuft. Zu diesem Zeitpunkt ahnt das ungleiche Duo noch nicht, dass es damit geradewegs in einen Kriminalfall hineinstolpert ...


    Den Autor Volker Klüpfel kannte ich bereits von den Kluftinger-Krimis und anderen Büchern, die er gemeinsam mit Michael Kobr schreibt. Bei seinem ersten Solo-Buch war ich deshalb sehr gespannt, ob er es allein genauso gut drauf hat wie im Zweiergespann. Nach der Lektüre kann ich jetzt sagen: Er kann es definitiv auch allein!


    Der Krimi ist humorvoll geschrieben und wird deshalb auch anderen Fans von Kommissar Kluftinger sicherlich Freude machen. Der träge Tommi, die quirlige Svetlana und auch einige der Nebenfiguren sind einfach urkomisch! Tommi schreibt hin und wieder ein wenig an seinem grottenschlechten Thriller weiter und hält sich für einen grandiosen Schriftsteller. Svetlana steht mit der deutschen Sprache auf äußerst charmante Weise auf Kriegsfuß. Der Kriminalfall ist geschickt konstruiert und weicht auf erfrischende Weise von dem gängigen Muster ab, das man aus vielen Krimis kennt. Ich freue mich schon auf den zweiten Band!


    Fazit: Sehr empfehlenswerte Lektüre für Fans von Kommissar Kluftinger und alle anderen Liebhaber humorvoller Krimis, zehn Eulenpunkte.

  • Tommi, der Schriftsteller, hat eine „Beziehungspause“ von Michelle (die ihn abserviert hat) und wohnt im Wohnwagen seines Vaters. Dieser ist in ein Altenheim gezogen, weil er dort die Damenwelt beglücken möchte. Zudem hat er auch Svetlana die ukrainische Putzfrau „geerbt“. Sie finden ein Mädchen und Svetlana besteht darauf, dass sie sich darum kümmern.


    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Da ist auf der einen Seite Tommi, ein sehr schlecht schreibender Dichter. Seine Putzfrau, die ständig ihre Sprichwörter auf deutsch übersetzt mit ihrem ukrainisch-deutsch und die als sehr intelligent rüberkommt, weil sie den Durchblick behält. Sein Vater, der die Damenwelt liebt. Dazu noch das Mädchen, das behindert ist. Eine Polizistin, die dick ist und gemobbt wird. Dazu noch Freunde und die Seniorenrunde, die gerne Karten spielt.


    Das ganze hört sich wirklich gut an. Es ist auch so umgesetzt. Es ist lustig, flüssig geschrieben und natürlich ist die Suche nach dem Lebenslauf des Mädchens spannend.


    Das Buch ist originell, schrullig, unterhaltsam, witzig, schlüssig, emotional, erfrischend, anders und bekommt von mir 5 Sterne.

  • Hype


    Ein auf dumm getrimmter Autor und eine auf schlau getrimmte ukrainische Putzfrau, ermitteln in einem Cozy Crime Krimi. Der eher unterhaltsam und lustig ist, statt dass er spannend wäre. Ich habe einige Wochen benötigt, bis ich das „hochgelobte, vielgepriesene und –beworbene“ Buch ausgelesen habe. Was für einen hype um Volker Klüpfels neues Buch. Aus allen Ecken und Enden schallt es nur so um dieses Buch. Das es nicht verklebt ist mit Bestsellerautorstickern ist echt ein Wunder.


    Also es scheint mir so, dass der Autor für den Humor und sein Partner Kobr für die Spannung im Kluftinger zuständig ist. Denn es ist witziger, denn spannend. Aber irgendwie alles schon mal da gewesen. Ich meine immer, es hat Erinnerung mit dem und dem und sellem Buch.


    Das politisieren hört auch hier nicht auf, dieses Mal geht es um das Flüchtlingsdrama. Also doch kein so lustig leichtes Buch, zumal eine der Protas auch noch behindert ist. Dazu die ganzen angefangen Sätze, die nicht zu Ende geschrieben werden. Warum? Der auf dumm getrimmte Autor, der (mit Absicht?!) alles falsch versteht, könnte ja so eine Persiflage auf …. Sein. Nein, das schreibe ich jetzt nicht. Während die tolle Svetlana die „heimlich-offizielle“ Heldin des Buches ist. Das aber ist dann irgendwann auch langweilig. Es wäre witziger und spannender gewesen, wenn das bis zum Ende sich geändert hätte. Und das wäre dann vielleicht auch mal dann etwas anders gewesen, als erwartet. So war dann doch einiges voraussehbar. Komisch, ich finde, dass die Bücher immer klischeehafter werden von den Autoren.


    Schade. Ich hab mir mehr erwartet. Und jetzt habe ich noch ein Buch der Autoren. Ich sollte echt mal aufhören mir Bücher zu besorgen, die von „ehemaligen“ Lieblingsautoren geschrieben wurden. Autoren die schreiben können, schreiben nicht automatisch auch tolle Geschichten oder denken sich tolle Geschichten aus. Kluftiger war mal was sensationell tolles, aber erst NACHDEM er ein paar Bücher Anlauf hatte und jetzt ist er enttäuschend. Da hab ich gedacht, weil die Autoren doch schreiben können, wird dies was besseres. Es ist etwas anders aber eher eine Mischung aus vielem, was es dann doch nicht besser macht.

    Jeder Tag den man ohne in einem Buch zu lesen verbringt ist ein verlorener Tag. Außer du triffst dich mit Freunden. :-)