"Eine Liebe in Notting Hill" von Madeleine St. John

  • Originaltitel ‏ : ‎ The Essence of the Thing


    Über die Autorin

    Madeleine St John wurde in Sidney geboren. Nach dem Studium in ihrer Heimatstadt siedelte sie Anfang der sechziger Jahre nach London über. Ihr Roman Eine Liebe in Notting Hill wurde für den renommierten Booker Prize nominiert. Bei Argon erschein bislang ihr Roman Ein Sommer in Sidney.


    Kurzbeschreibung

    "Man kann es nicht auf nette Art sagen... Aber ich habe beschlossen - das heißt, ich bin zu dem Schluss gekommen -, dass wir uns trennen sollten..."

    Und mit dieser Schlussfolgerung fängt für Nicola der Ärger an. Dabei war sie nur kurz rausgegangen, um Zigaretten zu holen, und als sie zurückkommt, sitzt dieser Fremde in ihrem Wohnzimmer! Er sieht aus wie Jonathan, er spricht sogar wie Jonathan, aber dieser fremde Mann kann nicht Jonathan sein. Oder doch? Wo ist der Mann, den sie liebt? Wieso ist ihr dieser vertraute Mensch plötzlich ein Rätsel? Und dann beansprucht er auch noch das schicke Apartment in Notting Hill für sich allein! "Er ist eine Ratte", sagt Susannah. "Ein Schwein", meint Lizzie - und während ihre Freundinnen noch nach einer passenden Bezeichnung suchen, sieht die verzweifelte Nicola doch nur ihren Jonathan: stark, liebenswert, großzügig. Aber es scheint, als hätte er sich vollkommen verändert...

    Eine traurige Geschichte, aber sie hat durchaus a uch ihre komischen Seiten. Scharfsinnig und mit leiser Ironie erzählt Madeleine St. John davon, was Frauen tun, um die Liebe festzuhalten und was Männer tun, um ihr zu entfliehen.


    Meine Rezension

    Nachdem ich ein anderes Buch der Autorin gelesen und für sehr gut befunden habe, war ich sehr gespannt auf dieses Buch.


    Nicola und Jonathan sind ein Paar. Oder vielmehr: sie waren es. Bis Jonathan plötzlich und scheinbar ohne Voranzeichen verkündet, er liebt sie nicht mehr. Am Besten sei es, Nicola würde sich eine Wohnung suchen, denn die gemeinsame Wohnung (die einst ihre war!) könne sie sich ja künftig alleine nicht mehr leisten.


    Dermaßen überrumpelt, kriecht Nicola erst einmal bei Freunden unter und versucht, irgendwie mit der Situation klar zu kommen. Doch während sie versucht, die Hintergründe zu erfahren, um vielleicht doch noch einmal das Ruder herumreißen zu können, bleibt Jonathan unnahbar. Und mehr als „Wir sollten uns trennen. Ich liebe Dich nicht mehr“ ist aus ihm auch nicht heraus zu bekommen. Es sind und werden einfach keine Gründe erkennbar, die dazu führten.


    Doch langsam kommt Nicola wieder auf die Beine...


    Diese Geschichte konnte mich nicht so wirklich fesseln. Jonathan möchte man sowieso permanent schütteln, weil er sich einfach benimmt wie ein Arxxx. Und so verständlich es auch ist, dass Nicola wissen möchte, WARUM Jonathan plötzlich der Meinung ist, sie sollten kein Paar mehr sein, möchte man auch sie schütteln und sie mahnen, besser nach vorne als nach hinten zu gucken.


    Mir hat das Buch nicht so supergut gefallen, weil die Handlung letztlich so ereignislos vor sich hin plätschert. Mal guckt man dem einen über die Schulter, mal dem anderen. Man mag aber eigentlich beide nicht so besonders gerne und versteht auch die Gründe zumindest von Jonathan nicht. Diese bleiben das ganze Buch über im Dunkeln.


    Ein irgendwie tristes, trauriges Buch über das Scheitern einer Beziehung – aber zu diesem Thema habe ich schon andere Bücher gelesen, die mich mehr „mitgenommen“ haben. Der Schreibstil ist nicht schlecht, aber irgendwie langweilig für mich gewesen. Ich würde auf einer Schulnotenskala eine 4 geben.


    ASIN/ISBN: 3596142814

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)