Naja, ob die monierten Begriffe nun berlinerisch sind oder nicht - ich weiß es nicht. Obwohl weit weg von Berlin waren mir die meisten vertraut und die paar Restwörter konnte man ja aus dem Zusammenhang zweifelsfrei zuordnen.

'Idiotentest' - Kapitel 19 - ENDE
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Ich hab mir jetzt nicht alles hier durchgelesen, weil ich noch nicht ganz fertig bin und nicht vorab schon was verraten haben möchte. Gerade bin ich an der Stelle wo Harry gestorben ist und ich hab wirklich Rotz und Wasser geheult...
Dieser Teil des Buches gefällt mir wesentlich besser als der Erste. Das mag daran liegen, dass - zumindest bisher - keine Zeitsprünge mehr vorkamen. Ich bin so richtig schön in die Geschichte vertieft.
Gespannt bin ich, wie es mit diesem Denker weiter geht. Stirbt er doch noch? Wie kann Henry auch solche einen Knebelvertrag unterschreiben und wie mag er da wohl wieder rauskommen...
Auch die Sache mit Andrea finde ich klasse... Andrea gefällt mir als Person, obwohl ich ehrlich gesagt nicht so ganz weiß, was sie an Henry findet. Henry ist mir zwar soweit ganz sympathisch, kommt mir aber nicht so rüber als wenn er zu Andrea passen würde... Bin schon ziemlich gespannt darauf wie es weiter geht...
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Gestern habe ich das Buch noch bis spät in die Nacht ausgelesen und mein Fazit: Es gefiel mir von Seite zu Seite besser.
Wie schon erwähnt haben mich persönlich diese Zeitsprünge in der ersten Hälfte des Buches etwas aus der Geschichte gerissen und meinen Lesefluss gestört, als die aber später nachliessen, war ich ganz hin und weg... Der Schluss hat mir sehr gefallen. Ich fand das Happy End super und ich fand es auch überhaupt gar nicht kitschig. Eher so, wie man sich ein 'normales' und nicht übertriebenes Happy End vorstellt. Einfach schööööönnn....
Bei der Trauerfeier von Harry hab ich übrigens schon wieder Rotz und Wasser geheult... Das war ja vielleicht traurig. Und dann dieses Lied und die Rede von Henry... Mir kommen immer noch die Tränen... *snief*
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Hi,
hatte viele Taschentücher! Der Tod von Harry ging mir sehr nah!
Sehr genau beschrieben was für ein Ego arsch er ist und wie er sich dann ändert. Seine Gefühle für Andrea werden wachsen und zum schluß Happy-end! Hätte ich nicht gedacht! Aber wenn man das Buch weglegt ist man zufrieden! -
Bin ich die einzige, die nicht so recht daran glauben kann, dass sich Henry wirklich geändert hat? Ich halte diese Wandlung für eine vorübergehende.
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Zitat
Original von Alice
Bin ich die einzige, die nicht so recht daran glauben kann, dass sich Henry wirklich geändert hat? Ich halte diese Wandlung für eine vorübergehende.Nö.
Ich denke auch, dass die Wandlung zu leicht war. Sicher hat er nach dem Tod seines besten Kumpels über einige Sachen nachgedacht. Aber ich vermute auch, sobald die erste große Hürde kommt, könnte er wieder in das alte Muster zurückrutschen. Vielleicht nicht ganz, aber doch teilweise.
Aber ob es so sein wird.........das bleibt wohl der Fantasie des Lesers vorbehalten.Ja, die Sznene bei der Beerdigung, die war sehr ergreifend. Da hab ich auch ins Taschentuch geschnieft.
Zu den Begriffen:
Sehe das wie Batcat. Das sind keine wirklichen berlinischen Begriffe. Die gibt es auch andernorts. Ick weeß det.
Fuddeln, hebeln und knuspern sind einfach nur bildliche Erklärungen. Wenn man schwer aus dem Bett kommt, braucht man mitunter schon Hebeltechnik um aus demselben raus zu kommen. Fuddeln ist wie friemeln, puzzeln, also Kleinarbeit. Und knuspern.....wenn man stark grübelt, dann könnte man mitunter schon im Hirn solche Töne vernehmen, oder?
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Hallo, Milla.
ZitatEinzig, dass Andrea jetzt wieder singt, ist vielleicht ein Tick zuviel des Guten, aber wenn ich etwas bemängeln müsste an Idiotentest wäre es diese Vergewaltigungsgeschichte, vielleicht passt die Überwindung dieses Traumas für mich deshalb nicht so 100%ig ...
Da gehst Du - wärst gegangen - mit meinem Lektor konform, der das ursprüngliche, etwas ironischere Ende ohne das Tüpfelchen mit Dreas Singerei bevorzugt hatte. Aber irgendwo mußte ich mich auch mal durchsetzen
- und ich hab's Drea einfach gegönnt.
ZitatDie Zeitsprünge haben mir übrigens ausgesprochen gut gefallen, nur an einer Stelle hatte ich Schwierigkeiten, nämlich Kapitel 29, in dem in der ersten Zeile und nicht in der Kapitelüberschrift "Zwei Tage zuvor" steht, was ich prompt überlesen hatte.
Die Zeitsprünge - vor allem während der ersten drei Fünftel - finden manche Leser gut, manche nicht. Sie haben natürlich ihren dramaturgischen Sinn, sollen auch auf Henrys eher amorphe Wahrnehmung seiner eigenen Geschichte verweisen, außerdem wäre es auch hier (wie in "Radio Nights") in direkter Abfolge langweiliger, denke ich. Außerdem sind das immer Episoden, die in sich weitgehend abgeschlossen sind und einen Teil der Vorgeschichte erzählen. Nunwohl.
ZitatBei Harrys Tod musste ich wirklich schlucken, hätte nicht gedacht, dass es mich so berührt.
Im 42er-Forum hat mir gerade ein Autorenkollege erzählt, daß viele Frauen das Buch eher traurig fänden. Okeh, das mit dem "rasend komisch" ist tatsächlich ein bißchen Etikettenschwindel (das ist auch nicht von mir). Aber es freut mich, wenn die emotionale Seite gut ankommt.
ZitatDie knapp 80 Seiten, die dem Lektorat zum Opfer gefallen sind, haben bestimmt zur Straffung beigetragen, aber wegen mir hätten ruhig noch einige Seiten mehr drinbleiben können
Vielleicht gibt's ja mal eine Fortsetzung.
ZitatMein FAZIT: Eine sehr "schöne" Geschichte, mitten aus dem Leben, geradlinig erzählt, die sowohl für Dauergrinsen als auch für nachdenkliche Momente sorgt. Danke Tom!
Ich danke Dir!
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Hallo, MaryRead.
ZitatAber, Tom , von Strickmustern kann man nun wirklich nicht häkeln - dein Lektor ist ein Mann, gell?
Bei solchen Anmerkungen geht es gerade um den inhaltliche Fehler. Es ist Henry doch schnurz, ob man nach Strickmustern häkelt, näht, strickt oder Kartoffelknödel kocht.
ZitatS. 142 - "die das letzte Wort des Mottos entweder für einen Gag oder einen Schreibfehler hielten" - sorry, da steh ich auf der Leitung, was für ein Motto denn??
Hier hat es der Lektor übertrieben, weil er den Textabschnitt über das Motto ("Rettet das Asül") gestrichen hat.
ZitatS. 179 - "Icke. Er ist einer." Was ist denn ein Icke??
Alles, was Du Dir darunter vorstellen magst. Es gibt einen kleinen Verweis ("Icke bin's"). Icke ist ein Berlinerischer Begriff (für "Ich", natürlich), und gemeint ist ein etwas abgeranzter, in sich gekehrter Loddertyp (das ist Dreas Interpretation, nicht diejenige des Berlinerischen Begriffes). Ich dachte eigentlich, daß das aus dem Zusammenhang verständlich wird.
ZitatS. 183 - "Bushhaltestelle" [sic]- die haben sie bei den letzten US-Wahlen wohl verpasst Lachen War das die Rache des Druckfehlerteufels für "Fuck Busch"?
Der eine Fehler (Fuck Busch) ist beabsichtigt, ohne den würde der Witz mit dem Pflanzenficken nicht funktionieren, aber die peinliche Bushhaltestelle ist natürlich ein Korrektoratsteufelchen.
ZitatS. 188 - was ist denn "Warp 9"? ich nehme an, hier rächt sich, dass ich keine SF lese?
Das ist praktisch die Höchstgeschwindigkeit, mit der ein Schiff der Föderation fliegen kann.
ZitatUnd ja, bei dem Kapitel mit der Beerdigung, dem gemeinsamen Singen, hab ich richtig geheult. Und mir die Frage gestellt, nicht zum ersten Mal: Wenn uns solche Szenen in Büchern oder Filmen zu Tränen rühren, weinen wir dann wirklich um die fiktiven Personen dort, oder vielmehr um uns selbst? Bei mir jedenfalls wurden da gleich mehrere Saiten angeschlagen........ aber das gehört nicht wirklich hierher.
Es freut mich, daß das berührt. Ich glaube, man empfindet einfach Empathie - das ist keine Frage des Selbstbezuges.
ZitatHenrys "Rede" bei der Beerdigung.... spätestens da hab ich mich über unseren coolen Autor gewundert. Dass ihm das nicht zu kitschig wurde. Egal - mir war's auf jeden Fall nicht zu kitschig, ich mag das, und Tom hat mich eh schon um gewisse Illusionen gebracht.
In positiver Hinsicht, wie ich hoffe?
ZitatS. 221 - Hier hab ich aber nicht wirklich verstanden, wieso Andrea bei Henrys Rückkehr so überrascht und begeistert reagiert. Und was ist eigentlich aus Barbra geworden? Sie hat Henry doch jeden zweiten Tag in der Reha besucht, und dann war auf einmal nicht mehr die Rede von ihr.
Gedacht ist es so (gewesen): Drea hat Henry zum Nachdenken bringen wollen durch die Distanz, aber die Liebe hat das eher noch gesteigert. Und Barbra war ja nicht wirklich ein Thema.
ZitatAlso, hat mir bestens gefallen, ich freue mich aufs Nächste!
Lieben Dank!
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Hallo, Alice.
ZitatIch bin nun auch fertig und habe unserem Tom gar nicht so viel Herz zugetraut
Langsam bekomme ich den Eindruck, daß mich alle im Forum für ein ziemlich herzloses Arschloch halten.
ZitatDie Geschichte endet ja wirklich in allgemeinem Wohlgefallen, was ich nun nicht erwartet hätte. Obwohl ich da schon sehr skeptisch bin, was Henrys "Bekehrung" angeht. Oder lässt du dir da Potential für eine eventuelle Fortsetzung in Reserve, lieber Tom? Was mich freuen würde. Denn trotz allem ist mir das Arschloch Henry ein wenig ans Herz gewachsen.
Ich halte mir die Option offen, die Geschichte fortzusetzen, sicherlich eher als "Radio Nights". Und daß Dir Henry ans Herz gewachsen ist, freut mich sehr. Mir nämlich auch.
ZitatEs gibt in diesem Buch so viele Sätze, die bemerkenswert sind, aber ohne nachzusehen fällt mir jetzt keiner ein. Und das ist es, was ich schon im ersten Teil ein wenig "bemängelt" habe: diese Inflation, diese Überfülle an Gags und markanten Sprüchen.
Du hättest es vor dem Lektorat mal lesen müssen. Ja, vielleicht habe ich's ein bißchen übertrieben, andererseits - es ist weitgehend so, wie ich es wollte.
ZitatHenrys Rede bei der Beerdigung ist die zweit-eindrucksvollste, die ich kenne. Sie kommt gleich hinter meinem absoluten Favoriten aus Four Weddings and a Funeral, dem Gedicht von W.Auden (Stopp all the clocks, cut off the telephone... )
Die hat mich auch einiges an Herzblut gekostet, diese Szene.
ZitatIch freue mich, den Idiotentest gelesen zu haben.
Hach, Ihr seid so nett zu mir. Dem Foren-Arschloch.
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Hallo, JASS.
ZitatDer Schluss hat mich echt berührt. ( Schluss = letzte 60 -80 Seiten ). *Tränchen aus den Augenwinkeln entfern*
Schön!
ZitatDas mit Gonzo finde ich ein wenig spanisch. Von hier auf jetzt vom Weltfremden zu Mann von Welt mit Haus und Frau... und seine Art zu Sprechen hat sich auch schlagartig geändert.
Mo-ment! Die Frau schickt er wieder in die Wüste.
Was die Art zu sprechen anbetrifft - das kann ich nicht ganz nachvollziehen (Beispiel?). Ansonsten macht Gonzo einfach das, was das beste für ihn ist - er entledigt sich des ganzen Hustles, mit dem er sowieso nicht zurechtkommt.ZitatDie Rückblende mit Andrea im Würgeengel ist etwas undeutlich, zwei Tage vorher unter die beiden Kapitel drunter wäre eine klarere Abgrenzung gewesen.
Das verstehe ich nicht ganz.
ZitatMir ist auch nicht klar, warum Walter und Andrea ins Krankenhaus gehen, nur um Henry nicht zu beachten und anzuschreien... Aber realistisch ist das wohl.
Na ja, sie haben sich natürlich irre Sorgen gemacht, aber sie sind gleichzeitig wahnsinnig sauer auf ihn.
ZitatDiese Überraschungsparty kann ich nicht nachvollziehen. Warum küsst sie ihn plötzlich? Warum ist plötzlich alles toll mit den Freunden?
<grmpf> Siehe Antwort an MaryRead.
ZitatWar Henry nun eigentlich alkoholabhängig? ich würde das bei diesem Konsum vermuten, aber dann müsste der Entzug schlimmer sein...
Ich würde sagen: Nein. Ein schwerer Säufer, aber nicht alkoholkrank.
ZitatAber ich erkenne auch die Problematik, den Inhalt nicht unnötig in die Länge zu ziehen, weshalb Gonzo und Walter mit ihrem Glück ins Haus zu fallen scheinen, weil nicht die Zeit für ausführlich dargestellte Entwicklung an ihnen ist. Ich hätte auch ehrlich gesagt nicht gewusst, wie das zu verlängern gewesen wäre, ohne dass Henry drunter gelitten hätte. Vielleicht noch ein letztes Gespräch mit Walter über die letzten Wochen? oder so...
Ich könnte mich jetzt rausreden: Es gab da was. Tatsächlich finde ich selbst, daß dem Ende ein, zwei Erklärungen fehlen.
ZitatDas Ende kam sehr plötzlich. Mich würde brennend interessieren, ob und wie es Henry und Andrea miteinander und dem Wohnzimmer auf die Reihe bekommen, immerhin sind sie wirklich sehr verschieden. Andrea müsste wohl viel Arbeit leisten, um ihn gesellschaftsfähig zu bekommen
Ja, aber genau das wollte ich nicht mehr erzählen (vielleicht im übernächsten).
ZitatUnd was habe ich daraus gelernt? Zietgenössisches Lesen kann sehr schön sein
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Herzloses Arschloch? Aber nicht doch.
Höchstens den Oberzyniker vom Dienst.
Aber so langsam kannst du dein wahres Gesicht nicht mehr verstecken. -
Hallo, BJ.
ZitatAlles in allem sind mir die Charaktere hier viel viel sympathsicher und sie agieren für mich verständlicher als in Radio nights.
Das finde ich selbst auch. Aber es geht in "Radio Nights" ja auch um was Anderes.
ZitatApostropheinwürfe fand ich übrigens herrlich komisch.... aber heißt Kaiser's nicht mittlerweile Tengelmann? Oder war das umgekehrt???
Hier gibt es Kaiser's noch.
ZitatGonzo finde ich übrigens schwer geil.... klingt nach einem Kerl für mich, hab irgendwie einen Hang zu Mr. Desinteresse. Wo find ich den? Notizbuch zückt.
Dafür müßtest Du mal nach Berlin kommen - es gibt tatsächlich einen Freund, der so ein bißchen die Vorlage für Gonzo war. Ein bißchen.
ZitatNaja überhaupt ist das Buch nicht rasend komisch, sondern wie Mary schon schrieb eher tragisch, aber ich steh ja auf die tragischen Typen und Bücher sowieso....
Die Lustig-lustig-Vermarktung fand ich auch eher etwas befremdlich. Tatsächlich scheint es hier ziemlich geschlechtsspezifische Wahrnehmung zu geben - siehe Antwort an Milla.
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Hallo, Rosenstolz.
ZitatÜberhaupt gibt es ja ein Happy End wie im Märchen - damit hätte ich eigentlich auch nicht gerechnet. Erbschaften, berufliche Erfolge, persönliches Glück, die Wandlung von Henry. Sogar das Publikum im Wohnzimmer hat sich (natürlich Grinsen ) geändert, heute trinken dort Studenten einen Latte Macchiato.
Nunwohl - tagsüber haben sie (die Studenten das LM-trinken) wahrscheinlich schon häufiger getan, aber da war Henry seltener im Wohnzimmer.
Das Ende ist sehr happy, ja. Zu?
ZitatIch habe das Buch sehr gerne gelesen und finde es klasse, dass Tom diese Leserunde begleitet und auf unsere Kommentare und Fragen eingeht. Danke, Tom.
Ich danke Dir und den anderen Eulen dafür, daß Ihr Euch in das kalte Wasser einer Leserunde mit Oberzynikerherzlosarschloch Tom begeben habt.
Spaß beiseite. Die Freude ist ganz meinerseits.
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Hallo, Ronja.
ZitatIch hab mich auch etwas gewundert, dass Andrea so begeistert auf die Rückkehr von Henry reagiert hat. Aber ich hab mir das so erklärt, dass einfach alle Abstand gebraucht haben. Jeder musste 1. für sich mit dem Verlusst von Harry klarkommen, 2. Andrea mit ihren Gefühlen gegenüber Henry und 3. alle mit ihrer Wut und Enttäuschung im Bezug auf Henrys wirklich bescheuerten Aktion. Dass sie ihn trotzdem so wenig besucht haben fand ich allerdings schon heftig. Da hätte ich mir von so guten Freunden schon etwas mehr Rückhalt erwartet. Aber es war wohl insgesamt eine Ausnahmesituation.
Den Rückhalt hat Henry ja nicht wirklich gebraucht, es ist ihm ja nicht sonderlich viel passiert - es war eher nötig, ihn mal zu sich selbst finden zu lassen. Insofern fand ich es schon richtig, daß ihm Andrea in dieser Zeit die kalte Schulter zeigt.
ZitatDass Henry in den 12 Monaten gar kein (!!!) Bier getrunken hat, fand ich schon sehr erstaunlich. Aber er hat wahrscheinlich den harten Bruch gebraucht um sein Leben so zu verändern.
Das sollte die Botschaft sein. Alkohol ist für Henry keine Droge, sondern ein Lebensmittelpunkt - und von dem löst er sich.
ZitatGonzo: Soweit ich weiß lebt er doch jetzt ohne Susanne in seinem ererbten Haus.
Richtig.
ZitatWie soll ich mir Andrea klamottenmäßig vorstellen? Ich hatte bei ihr eigentlich immer eher Jeans und enge Shirts vor Augen. Weiblich - leger.
Ich auch, bis zu diesem Zeitpunkt.
ZitatAndere Frage: (Seite 151) "Eine etwas jüngere Andrea in Lederhosen..." Mich verwirrt hier etwas der Plural.
Echt? Ich empfand das gebräuchlicher als "in Lederhose".
ZitatFazit: Mir hat auch der zweite Teil gut gefallen. Nur das Ende war doch etwas zu viel Umbruch (Sogar der Edeka hatte erst keine Askie-Suppe mehr und musste dann schließen.) und Glückseligkeit. Und: Ja, wie Andrea und Henry im Alltag (nach der großen Verliebtheit und mit ihren Unterschieden) und mit der Kneipe zurechtkommen, hätte mich auch sehr, sehr interessiert.
Siehe oben (vorige Antworten).
Und dramaturgisch mußte natürlich viel - alles - zusammenkommen. Daß das nicht so fürchterlich oberrealistisch ist, das unterscheidet Fiktion eben von Realität. Um ehrlich zu sein: Mein Lektor wollte eigentlich noch ein paar weitere Wendungen dieser Art für das Ende.
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Hallo, Nasenbär.
ZitatIch habe das Buch mit Begeisterung gelesen und bei Harrys Beerdigung sind mir die Tränen nur so heruntergelaufen. Besonders als sie alle gesungen haben und Henry den neuen Namen für Harry "erfunden" hat.
<freu>
ZitatDie Tatsache, dass Henry durch Eifersucht und die Trauer anfängt über sein Leben nachzudenken, fand ich sehr gelungen. Manchmal müssen Männer eben durch extreme Dinge wachgerüttelt werden.
Eigentlich nicht nur Männer ... aber ich lasse es mal so stehen.
ZitatS.176 Empathie - als es darum geht, dass Frauen keinen Fussball mögen.
Zur Fremdwörterfrage habe ich im Thread zum ersten Teil schon ein paar Sachen geschrieben.
ZitatS.177 Frauen folgen einem anderen Paradigma Sie folgen bitte einem WAS?? (Gebe zu ich musste nachgucken. Den Ausdruch kannte ich gar nicht unglücklich )
Mönsch! Denkmodell.
ZitatGonzo und Susanne haben mich etwas überrascht. Okay, dass Gonzo unter Kokain-Einfluss auf Frauen reagiert, mag ich ja noch nachvollziehen. Aber warum denn auch noch als er wieder "normal" war. Oder war er auf einem Dauertrip??
Die "Maus" ist einfach die Frau, die Gonzo (mal) zum Ticken bringt, aber dann ist es auch wieder vorbei. Wie soll ich das nur erklären?
ZitatDas Ende fand ich nicht übertrieben "Happy End"- mäßig, sondern genau richtig. Bei "Radio Nights" war es m.M.n. viel happier. (Mit Kind usw.)Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass noch mal auf Andreas Verarbeitung ihrer Vergewaltigung gesprochen wäre. Das wäre mein I-Tüpfelchen gewesen.
Aber man kann halt nicht alles haben. Auf jeden Fall werd ich das Buch weiterempfehlen.Lieben Dank (für letzteres).
Nunwohl - Drea hat sich Henry auch ein bißchen ausgesucht, weil ein (Groß-)Teil seines Lebens nicht funktioniert, wie bei ihr. Heilung aneinander, sozusagen. Insofern hielt ich es nicht für erforderlich, die Vergewaltigungssache nochmal zu thematisieren.
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Ähem.
ZitatHöchstens den Oberzyniker vom Dienst.
Daß mir meine abgrundtiefe, fast schon katholische Ehrlichkeit als Zynismus ausgelegt wird. Das geht mir wirklich nahe.
ZitatAber so langsam kannst du dein wahres Gesicht nicht mehr verstecken.
Werden hier Künstler und Kunstwerk verwechselt?
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Zitat
Original von Tom
Nunwohl - Drea hat sich Henry auch ein bißchen ausgesucht, weil ein (Groß-)Teil seines Lebens nicht funktioniert, wie bei ihr. Heilung aneinander, sozusagen. Insofern hielt ich es nicht für erforderlich, die Vergewaltigungssache nochmal zu thematisieren.So ist das bei mir übrigens auch angekommen.
Ich wollte aber was anderes zu dem Happy End sagen/fragen.
Erstens: Ich fand's schon sehr happy, aber andererseits hat mir als Nicht-Taxifahrerin Nicht-Berliner Nicht-Mann und Nicht-WG'lerin gefallen, dass diese (für mich) Alien-Spezies "taxifahrender Berliner WG-Mann" in einem Roman ein genauso romantisches Happy-End erlebt wie ich das sooo oft in einem Buch lese, in dem die Hauptfiguren Frauen mehr oder minder meiner Wellenlänge sind. Das hatte sowas "Normales" und eben gerade deswegen Überraschendes. (Falls das jetzt irgendeinen Sinn ergibt.
)
Und zweitens die Frage: Wie ist denn das in den Büchern der Herren, mit denen Tom immer wieder mal verglichen wird? Schreibt Nick Hornby so schön aufgedröselte Happy Ends? Sven Regener? Sonstige Vertreter des Genres - öhm, welches Genres eigentlich?
Oder - was ich bei "so einem" Buch eigentlich eher erwarten würde - hören die einfach mehr oder weniger offen auf?
Und ich bin echt froh, dass ich nicht die Einzige bin, die bei dem Buch so geheult hat... -
Zitat
Original von Tom
Daß mir meine abgrundtiefe, fast schon katholische Ehrlichkeit als Zynismus ausgelegt wird. Das geht mir wirklich nahe.Heul doch!
ZitatWerden hier Künstler und Kunstwerk verwechselt?
Nee. Keine Chance.
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Hallo, MaryRead.
ZitatErstens: Ich fand's schon sehr happy, aber andererseits hat mir als Nicht-Taxifahrerin Nicht-Berliner Nicht-Mann und Nicht-WG'lerin gefallen, dass diese (für mich) Alien-Spezies "taxifahrender Berliner WG-Mann" in einem Roman ein genauso romantisches Happy-End erlebt wie ich das sooo oft in einem Buch lese, in dem die Hauptfiguren Frauen mehr oder minder meiner Wellenlänge sind. Das hatte sowas "Normales" und eben gerade deswegen Überraschendes. (Falls das jetzt irgendeinen Sinn ergibt. )
Was war jetzt nochmal genau die Frage?
ZitatUnd zweitens die Frage: Wie ist denn das in den Büchern der Herren, mit denen Tom immer wieder mal verglichen wird?
Ich habe Regener nicht gelesen, dafür aber alles von Hornby. Ja, Hornby ist ein Romantiker. Das Ende von "High Fidelity" ist wirklich, wirklich schmachttechnisch dabei. Wer fiele mir noch ein?
Goosen (liegen lernen) - da kann ich mich nicht an das Ende erinnern.
Diese Vergleiche nerven einerseits ein bißchen, andererseits fühlt man sich natürlich gebauchpinselt, zum Beispiel mit Hornby verglichen zu werden. Aber da diese Vergleiche nicht von mir kommen, fühle ich mich ihnen auch nicht verpflichtet.
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Zitat
Original von Tom
Was war jetzt nochmal genau die Frage?
Keine. Der Teil war das "Sagen".ZitatDiese Vergleiche nerven einerseits ein bißchen, andererseits fühlt man sich natürlich gebauchpinselt, zum Beispiel mit Hornby verglichen zu werden. Aber da diese Vergleiche nicht von mir kommen, fühle ich mich ihnen auch nicht verpflichtet.
Nein, so meine ich das auch nicht. Aber du schreibst ja nicht im luftleeren Raum, und dann bietet es sich doch an, deine Bücher ähnlich angelegten (was auch immer das heisst) gegenüberzustellen (ich sag jetzt mal extra nicht "vergleichen"). Dabei findet man dann halt Gemeinsamkeiten und Unterschiede, je nachdem. (*Binsenweisheiten schwafel*...)
Jedenfalls ist es dann sicher sinnvoller, "Idiotentest" gemeinsam mit Nick Hornby zu betrachten als mit... weiss nicht, einem Iny-Lorentz-Roman zum Beispiel.