Im Prinzip hast Du recht, es ist immer eine Gratwanderung zwischen Satire und Zynismus... Aber es gibt richtig gute Satire - hm - aber mir fällt gerade keine ein...
Vielleicht hat das einen Grund, dass dir keine gute Satire einfällt......Spaß
Im Prinzip hast Du recht, es ist immer eine Gratwanderung zwischen Satire und Zynismus... Aber es gibt richtig gute Satire - hm - aber mir fällt gerade keine ein...
Vielleicht hat das einen Grund, dass dir keine gute Satire einfällt......Spaß
Vielleicht hat das einen Grund, dass dir keine gute Satire einfällt...
Ehrlich gesagt: das hatte ich nach Abschicken des Beitrags auch spontan gedacht...
Aber ich denke weiter nach - mir wird schon noch etwas einfallen...
Tellier beschreibt so ganz unterschiedliche Welten und Menschen ganz fein und detailliert. Gerade die großen Gegensätze zwischen den Welten der Figuren finde ich interessant.
Da kan ich dir recht geben . Er ist sehr nah dran an den Menschen und kann die unterschiedlichsten Milieus sehr gut und detailliert beschreiben. Und auch sehr viel "zwischen den Zeilen" übermitteln - eine große Kunst!
Victor Miesel ist mir noch am wenigsten greifbar, ihn habe ich eigentlich von vorn bis hinten nicht so richtig verstanden, aber immerhin schreibt er :"Ich bereite meinem Dasein kein Ende, ich verleihe der Unsterblichkeit Leben." (S. 31)
Miesel habe ich auch nicht verstanden, zumindest nicht seinen Text, auch wenn die Sätze schön klingen. Ich bin trotz aller momentanen Kritik sehr, sehr froh, dass wir diese "Anomalie" lesen und nicht seine - das hätte mich definitiv überfordert .
Joanna finde ich auch klasse. Sie sticht ein bisschen aus der "Gruppe" heraus, finde ich.
Joanna ist wirklich taff und ich kann auch das Augenzwinkern in dem Gespräch erkennen. Allerdings schwingt trotzdem für mich eine ungute Atmosphäre mit. Es ist kein Dialog auf Augenhöhe, sondern Prior behandelt sie mit einem unguten "Wohlwollen", die an Herablassung grenzt. Und sie wird ganz deutlich von ihm bzw. seiner Firma ausgenutzt und lässt sich (leider) vor den Karren spannen.
Die gleiche ungute Atmosphäre habe ich auch in Sophias Kapitel gespürt. Da passiert vordergründig nichts Schlimmes, aber vieles hängt in der Luft und wird angedeutet.
Ein Wohlfühlbuch hatte ich auch nicht erwartet, sondern ein spannendes Buch über ein mysteriöses Rätsel. Auf einen Beginn mit so tragischen Lebensgeschichten war ich einfach nicht eingestellt. Aber ich hab ja gestern Abend noch weitergelesen und ...
... da endlich auch die vielgelobte Satire gefunden . Es wird also deutlich besser!
Ayasha Hast du schon mehr vom Autor gelesen?
Ich habe mir noch "Kein Wort mehr über Liebe" gekauft.
So unterschiedlich die Personen und deren Milieus sind: Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Könnte das schon Mal eine Verbindung zueinander sein? Bekommen diese Menschen eine Art zweite Chance? Ich kann mir noch nicht vorstellen, was da passiert sein könnte und vor allem auch nicht, wie das weitergehen wird. Jedenfalls hat mich die Geschichte gepackt und ich freue ich mich sehr aufs Weiterlesen.
Das fasziniert auch mich an diesem Autor. So wie er diese "unterschiedlichen Welten" beschreibt, scheint es so, als ob er in jede von ihnen einen guten Einblick hätte. Er schreibt meiner Meinung nach sehr raffiniert und wohl überlegt und setzt gezielt Fremd- und Fachwörter ein.
Joanna finde ich auch klasse. Sie sticht ein bisschen aus der "Gruppe" heraus, finde ich.
Ich bin gespannt auf die Verbindung. Es ist der Flug, sagt mir der Klappentext, aber bis jetzt haben wir noch nicht mitbekommen, ob alle Figuren in diesem Flugzeug waren.
Und was will das FBI? Es kommt zu Bettys Vater und zu Joanna, zwei von denen, die nicht im Flugzeug waren, soweit wir wissen.
Mal schauen.
Bettys Vater
Betty ist die Unke *grins*... aber ich bin da auch schon durcheinandergekommen... Bettys "Frauchen" - wenn man das bei Unken so sag, ist Sophia - und die war mit Mutter und Bruder auf dem Flug...
Und Joanna auch (S. 78, unterster Absatz, ganz versteckt), da hat sie beschlossen, zu heiraten, wenn sie den Flug übersteht...
sehr, sehr froh, dass wir diese "Anomalie" lesen und nicht seine
Hach, das habe ich auch gedacht...
Allerdings muss er auch viel Humor haben, der Monsieur Miesel. Warten auf Godot auf klingonisch finde ich köstlich.
Betty ist die Unke *grins*... aber ich bin da auch schon durcheinandergekommen... Bettys "Frauchen" - wenn man das bei Unken so sag, ist Sophia - und die war mit Mutter und Bruder auf dem Flug...
Und Joanna auch (S. 78, unterster Absatz, ganz versteckt), da hat sie beschlossen, zu heiraten, wenn sie den Flug übersteht...
Recht hast du, ich sag nichts mehr
Die Verwirrung wird nicht kleiner, und ich überlege gerade, ob ich es grad nicht besser fände, wenn ich das Buch einfach so ohne Leserunde lesen würde. Es wirft mich aus dem Lesefluss...
Allerdings muss er auch viel Humor haben, der Monsieur Miesel. Warten auf Godot auf klingonisch finde ich köstlich.
Das möchte ich dann aber bitte als Hörbuch
Klingt interessant.
Ich warte also noch auf die Satire und den schwarzen Humor. Wo seht ihr ihn in diesem Abschnitt?
Ich finde den Grundton sarkastisch bis schwarz-humorig. Es sind nicht unbedingt einzelne Situationen sondern wie z. Blake sein Handwerk erlernt, Messerwerfen mit half-spin und full-spin, Tutorials für weitere Mordmethoden. Und dann nennt er sein erstes Opfer Ken - wie Barbies Mann..... Also dieser Grundton ist es, der ist wirklich bitterbös-humorig. Komödie passt natürlich gar nicht. Höchstens rabenschwarze Komödie vielleicht ein bisschen.
Nicht jedes Kapitel ist so. Dennoch finde ich es nicht depressiv. U.a. auch, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenke, was passiert, wenn die Doppelgänger auftauchen. (Also bei David könnte es ja jetzt sein, dass der Doppelgänger rechtzeitig zur Krebsbehandlung kommt, oder verrechne ich mich da?)
Allerdings muss er auch viel Humor haben, der Monsieur Miesel. Warten auf Godot auf klingonisch finde ich köstlich.
Da musste ich beim Spazierengehen laut lachen.
Miesel habe ich auch nicht verstanden, zumindest nicht seinen Text, auch wenn die Sätze schön klingen. Ich bin trotz aller momentanen Kritik sehr, sehr froh, dass wir diese "Anomalie" lesen und nicht seine - das hätte mich definitiv überfordert
Aber witzig, dass er ein relativ erfolgloser Autor ist dessen siebter Roman Anomalie heißt und erfolgreich wird. Ein wenig nimmt sich der Autor vielleicht selber auf den Arm.
Ich finde es diesmal sogar gut, dass ich weiß, was passieren wird. Also mit dem zweiten Flugzeug. Denn so kann ich schon vorher mutmaßen, wo es zu Problemen kommen wird. Zwei Blakes isnd auf jeden Fall ein großes Problem. Aber auch ein Pärchen, dass sich ein paar Monate nach dem Flug trennt und dann landen zwei, die noch total verliebt sind. Da sind wirklich tolle Möglichkeiten, wie sich die Geschichten entwickeln könnten. Ich bin sehr gespannt.
(Also bei David könnte es ja jetzt sein, dass der Doppelgänger rechtzeitig zur Krebsbehandlung kommt, oder verrechne ich mich da?)
Das stimmt, das wäre eine Idee...
Allerdings ist es mir für die momentane Weltsituation eindeutig zu depressiv. Keine Person, die nicht mit Tod, schwere Krankheit oder zumindest schwierige Beziehung kämpfen muss. Das zieht mich gerade sehr runter. Ich hoffe, das wird besser, denn ansonsten lege ich es momentan lieber zur Seite und les was erbaulicheres. In Klappentext steht was von "Komödie" - auf die warte ich gerade!
So unterschiedlich kann man ein Buch, oder den Anfang eines Buches, wahrnehmen. Ich empfinde es gar nicht als düster, sondern als sehr unterhaltsam bis hin zum Komischen.
Die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Die Vorstellung der Personen war sehr kurzweilig. Besonders Blake hat es mir angetan. Ich fand des sehr spannend, den Werdegang eines Killers zu verfolgen.
Ich warte also noch auf die Satire und den schwarzen Humor. Wo seht ihr ihn in diesem Abschnitt?
Den ganzen Teil über Blake fand ich schwarzhumorig.
Davis Schicksal - da gebe ich Dir vollkommen recht - hat mich auch schwer betroffen gemacht...
Mich hat bisher kein Schicksal betroffen gemacht, da die Personen ja sehr schemenhaft dargestellt sind. Es wirkt so, als brauche der Passagiere für einen noch nie da gewesenen Flug, die er uns vorstellt. Mich berühren Protagonisten, wenn ich mich tiefer mit ihnen verbunden fühle. Das ist hier noch nicht der Fall. Ich nehme "ihre Besonderheiten" zur Kenntnis, mehr aber noch nicht.
Die Dialoge von Joanna mit ihrem reichen Mandanten - der bestimmt jede Menge "Dreck am Stecken hat" - habe ich genossen, ich fand sie mit einem Augenzwinkern geschrieben...
Diese Passage fand ich auch großartig. "Gib`s ihm", habe ich die ganze Lesezeit über gedacht.
Den ganzen Teil über Blake fand ich schwarzhumorig.
Ich auch, als ich ihn zum ersten Mal las, kam ich aus dem Grinsen nicht raus. Es ist so schön leicht übertrieben.
Mich hat bisher kein Schicksal betroffen gemacht, da die Personen ja sehr schemenhaft dargestellt sind. Es wirkt so, als brauche der Passagiere für einen noch nie da gewesenen Flug, die er uns vorstellt. Mich berühren Protagonisten, wenn ich mich tiefer mit ihnen verbunden fühle. Das ist hier noch nicht der Fall. Ich nehme "ihre Besonderheiten" zur Kenntnis, mehr aber noch nicht.
So geht es mir auch. Gerade die episodenhaften Vorstellungen der Figuren, von denen ich am Anfang schrieb, bezeichnen sie treffend, erlauben mir aber ausreichend Distanz zu den Einzelschicksalen.