Klappentext:
Juan Maria Brausen steckt in einer tiefen Krise. Mit 40 Jahren scheint ds Leben für ihn keine Überraschungen mehr parat zu haben. "Mittlerweile bin ich dieser kleine, schüchterne, unveränderliche Mann, verheiratet mit der einzigen Frau, die mich verführt hat, außerstande, die Willenskraft zu haben, ein anderer zu sein." Brausen hat sein frustriertes Leben satt. Er möchte ausbrechen. Nur wie? Beim Schreiben eines Drehbuchs erfindet er eine neue Existenz, einen Doppelgänger. Er beginnt, dessen Leben zu führen. Es ist das Gegenteil, seiner bislang bürgerlichen Existenz, ein Leben voller Prostituierten, Kriminalität, aber auch voller Liebe und Begehren.
"Das kurze Leben" ist Onettis wichtigster Roman. Die fiktive Stadt Santa Maria, die er darin entstehen läßt, wurd zum Hintergrund mehrerer späterer Romane. Der Text gilt als Wegbegleiter und Vorläufer des modernen Lateinamerikanischen Romans, wie man ihn später bei Gabriel Garcia Marquez oder Mario Vargas Llosa findet. Er erzählt mir viel Raffinesse die Geschichte eines Mannes, der aus seinem Leben ausbricht und sich selbst neu erfindet.
Autor:
Juan Carlos Onetti wurde 1909 in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, geboren. Er zog später nach Argentinien, wo er als Journalist arbeitete und erste Kurzgeschichten veröffentlichte. Während des Zweiten Weltkriegs machte er sich als Herausgeber der angesehenen Zeitschrift Marcha einen Namen. Darin forderte er eine Abwendung von kitschig-romantischen Cowboygeschichten in der Literatur Südamerikas und eine Hinwendung zu Geschichten aus der modernen Stadt.
Sein erstes Werk Der Brunnen (1939) wurde von vielen Kritikern als der erste moderne Roman Lateinamerikas gefeiert. 1950 erschien mit Das kurze Leben der erste einer Reihe von Romanen, die in der imaginären Stadt Santa Maria spielen. 1957 wurde Onetti Leiter der städtischen Bibliotheken in Montevideo. In den Sechzigerjahren kam er zu internationalem Ruhm, doch auch der konnte nicht verhindern, dass er 1974 während der Diktatur in Uruguay zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, weil er einer Jury angehörte, die eine Kurzgeschichte Nelson Mandelas ausgezeichnet hatte, welche die Machthaber für pornografisch hielten.
1975 ließ sich Onetti in Spanien nieder, wo er als Kellner, Verkäufer und Türsteher arbeitete. Eine späte literarische Ehrung wurde ihm 1980 zuteil, als ihm die renommierteste Auszeichnung für spanischsprachige Literatur, der Cervantes-Preis, verliehen wurde. Onetti starb am 30. Mai 1994 in Madrid.
Meine Meinung:
Ich lese es nun im 3. Anlauf, bin jetzt schon weiter gekommen als die beiden Male zu vor. Er schreibt schrecklich kompliziert und benutzt Wörter entgegen ihrer eigentlichen Bedeutung. konstruiert Sätze die keinerlei Sinn ergeben, zumindest nicht, wenn sie einzeln für sich stehen, erst im Kontext durchblickt man was er uns sagen will.
Es ist schrecklich anstrengend zu lesen, aber auf eine absurde Weise auch wahnsinnig interessant.
Ich werde berichten, wenn ich komplett durch bin.